Oslo Kebab ist neu in Schwandorf – Betreiber bringt Geheimrezept aus Norwegen mit

Von Martin Kellermeier · 25. Februar 2026 um 12:14

Döner ist nicht gleich Döner. Nicht nur Shirzad Mousazadeh sagt das. Der 55-Jährige hat am Montag Schwandorfs achten Döner-Imbiss eröffnet. Von der Konkurrenz will sich der gebürtige Kurde vor allem mit seinem Geheimrezept für Saucen und außergewöhnlichen Zutaten abheben. Das Konzept bringt er mit aus Norwegen. Denn in Oslo betreibt Mousazadeh seit Jahrzehnten mehrere Lokale.

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Der 55-Jährige hat viel Geld in seinen neuen Imbiss an der Wackersdorfer Straße gesteckt. Nichts erinnert hier mehr an die Pizzeria Roma. Das Ambiente ist modern, die Einrichtung ist vor allem schwarz gehalten.

Eigentlich hätte Josef Cakmak nach Schwarzenfeld hier seinen zweiten Esemi-Imbiss im Landkreis Schwandorf eröffnen wollen. Doch nun ist Shirzad Mousazadeh der Chef. Er hat den Imbiss von Cakmak gepachtet.

Vom Jura-Studenten zum Imbiss-Besitzer

Mousazadeh ist eigentlich seit 1991 in Oslo daheim. Damals begann er in der norwegischen Hauptstadt ein Jura-Studium und schloss dieses auch ab. Eigentlich hätte er dann als Rechtsanwalt durchstarten wollen, erzählt er der MZ.

Doch weil es für ihn auch wegen einer niedrigen Kriminalitätsrate nicht leicht gewesen sei, genügend Mandaten zu finden, habe er sich umorientiert. Kurzerhand machte er wieder das, womit er sich schon das Studium finanzierte. Shirzad Mousazadeh startete er in der Gastro durch.

1996 wagte er dann den Sprung in die Selbstständigkeit und eröffnete sein erstes Lokal mit dem Namen „Bryggeret“. Noch heute betreibt er zusammen mit einem Geschäftspartner in Oslo einen Sushi- und einen Kebab-Imbiss.

Wie kommt er da ausgerechnet nach Schwandorf? Mousazadeh muss lachen. Wie es der Zufall so will, wohnt seine Schwester Mariam seit zehn Jahren in der Großen Kreisstadt. Und so kam eines zum anderen.

Auf der Speisekarte gibt es nicht nur Döner-Gerichte

Seit Montag will der Gastronom nun also auch die Schwandorfer mit seinen Gerichten überzeugen. Den Döner mit Hähnchenfleisch verkauft er für sechs Euro, den mit Rindfleisch gibt es für acht Euro. Daneben stehen Ofenkartoffel, Salate und Pizzas auf der Karte.

Mousazadeh ist vor der Konkurrenz in Schwandorf nicht bange. Er schwört auf sein Geheimrezept bei der Herstellung der Soßen. Besonders stolz ist er auf den Geschmack seiner gallischen Soße. Und es gibt noch weitere Unterschiede im Vergleich zu anderen Imbissen in Schwandorf: Nachdem Shirzad Mousazadeh das Fleisch vom Drehspieß geschnitten hat, brät er es auf einem Grill zusammen mit einer seiner Spezialsoßen nochmals an. Und: Es gibt auch Zutaten wie Jalapenos, Pepperoni oder Mais.

Der neue Mann in der Schwandorfer Gastro-Szene ist gespannt, wie sein Konzept angenommen wird. Je nachdem wie das Geschäft läuft, will er sich mehr in der Großen Kreisstadt oder eben in Oslo aufhalten.