Neuanfang in Schwandorf: Auf die „Pizza-Oma“ folgt orientalische Küche

Von Martin Kellermeier · 21. September 2025 um 05:00

Was wird aus dem Lokal der „Pizza-Oma“ an der Wackersdorfer Straße in Schwandorf? Diese Frage blieb offen, als sich Angela Wiederer zum Jahreswechsel mit 84 Jahren in den verdienten Ruhestand verabschiedete. Nun kehrt neues Leben in die Gasträume ein. Der neue Betreiber werkelt schon fleißig und lässt keinen Stein auf dem anderen.

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Wiederers Pizzeria Roma war über Jahrzehnte eine Institution. Das Lokal war eine eigene Welt, eine Mischung aus Restaurant und Dekoladen. Und die rüstige Pizzabäckerin war ein Original. In der Küche stand die Chefin stets höchstpersönlich und rollte den Pizzateig mit einem Nudelholz aus. Alles selbst mit der Hand zu machen, das war stets das Credo von „Frau Roma“. Groß war daher die Enttäuschung der Stammgäste, als Wiederer mit deutlich über 80 an Silvester zum letzten Mal in der Küche stand.

Seitdem ist es ruhig geworden in der Wackersdorfer Straße 17. Josef Cakmak will das ändern. Der 60-Jährige hat das Lokal nun langfristig gemietet und will dort einen Imbiss etablieren. Einen Namen gibt es auch schon: Esemi. Der erinnert an Cakmaks viel zu früh an Leukämie verstorbenen Sohn. Er wurde nur elf Jahre alt und trug denselben Namen wie der neue Imbiss.

Auch in Schwarzenfeld gibt es einen Esemi-Imbiss

Josef Cakmak ist kein Unbekannter im Landkreis Schwandorf. In Schwarzenfeld betreibt der 60-Jährige ebenfalls einen Esemi-Imbiss. „Die Geschäfte laufen sehr gut“, sagte er der MZ.

Er baut das Lokal an der Wackersdorfer Straße gerade um: Josef Cakmak sieht hier viel Potenzial. - Foto: Martin Kellermeier

Nun will der Türke auch in Schwandorf durchstarten. Er sieht in seinem neuen Laden „riesiges Potenzial“. Anders als in Schwarzenfeld will Cakmak in der Großen Kreisstadt vor allem auf die orientalische Küche setzen. Dazu gehört für ihn ein Steakdöner oder andere gegrillte türkische Spezialitäten wie Lammkoteletts. Pizza und Pasta soll es nicht geben.

Umbau an der Wackersdorfer Straße läuft bereits

Mit 21 Jahren hat sich Josef Cakmak in der Gastrobranche selbstständig gemacht. Zusammen mit seinem 2010 verstorbenen Vater Hasim führte er teilweise neun Läden gleichzeitig. Fortan will sich der Gastronom auf sein neues Geschäft in Schwandorf konzentrieren, in seinem Imbiss in Schwarzenfeld will er aber auch noch regelmäßig hinterm Grill stehen.

Der Umbau in den Räumlichkeiten an der Wackersdorfer Straße läuft bereits. Cakmaks Ziel ist es, Anfang November die Neueröffnung feiern zu können.