Wechsel in der Gastro-Szene von Schwandorf: Aus Ganesha wird „Der Punjab“

Ein großes Schild an der Fassade des Färberhauses in der Breite Straße in Schwandorf kündigt es an: Mit „Der Punjab“ zieht der Nachfolger des Ganesha ein. Nun wird das indische Restaurant eröffnet. Die Betreiber sind in der Gastronomie schon alte Hasen.
Sukhjit Singh ist das neue Gesicht in der Schwandorfer Gastroszene. Der 47-Jährige arbeitet seit insgesamt 13 Jahren in der Branche. Das Restaurant in Schwandorf ist sein zweites. Er betreibt zusammen mit seiner Familie seit sechs Jahren ein Lokal in Landshut. Er will sich nun erst einmal auf den Betrieb in der Großen Kreisstadt konzentrieren und pendelt aus dem 105 Kilometer entfernten Landshut nach Schwandorf.
Auf der Speisekarte werden sich laut dem Chef schwerpunktmäßig Gerichte der nordindischen Küche finden. Von Thalis, also Platten mit verschiedenen Gerichten, über Biryanis, Fischgerichte und Tandoori aus dem Lehmofen bis hin zu den verschiedensten Speisen mit und ohne Fleisch dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Auch Cocktails, hausgemachte Limonaden und verschiedene fruchtige Lassis wird es geben.
Im Gegensatz zur südindischen Küche ist die nordindische milder, aber auch würziger. „Wer es aber schärfer mag, kann aus drei Stufen wählen“, erklärt Sukhjit Singh – mild, mittelscharf und scharf.
Darüber hinaus sollen die Schwandorfer auch die Möglichkeit haben, ihre Speisen vorher online zu bestellen und dann vor Ort abzuholen. „Einen Lieferservice bieten wir erst einmal nicht an. Dafür müssen wir schauen, wie es in Schwandorf läuft“, erklärt der Inhaber. Er hofft vor allem, dass er die Schwandorfer zufrieden stellen und eine Stammkundschaft aufbauen kann. Dafür will er nicht nur mit der nordindischen Küche punkten, sondern auch mit einem farbenfrohen Ambiente im Innenbereich sowie dem Biergarten im Innenhof des Färberhauses. Das Personal seines Vorgängers hat der 47-Jährige übernommen.

An gleicher Stelle hat fünf Jahre lang Jagjit Singh das Ganesha im Herzen der Innenstadt betrieben – und das durchaus erfolgreich. In den Online-Rezensionen schwärmten die Gäste vom Essen, dem freundlichen Service, den großen Portionen und der Atmosphäre. Als Grund gab der ehemalige Besitzer an, dass er keine Lust mehr habe. Auch sprach er von akuten Personalproblemen und enorm gestiegenen Kosten. Das seien die zwei Hauptmotive für seinen radikalen Schlussstrich gewesen.