Schwandorfs Gastro-Karussell dreht sich wieder: Auf Wasabi Chef folgt Erkut’s Krone

Gute Nachrichten für Schwandorfs Gastroszene: Dem Leerstand, den kürzlich das Sushi-Restaurant Wasabi Chef hinterlassen hat, wird bald neues Leben eingehaucht. Das Restaurant Erkut’s Krone lässt sich in der Immobilie an der Pesserlstraße 9, unweit des Bahnhofs, nieder. Der Inhaber bringt reichlich Erfahrung mit.
Im Inneren des Lokals sieht es noch so aus, als wäre der Wasabi Chef nie ausgezogen. Große Ringlichter hängen von der begrünten Decke, moderne Tische und Stühle sorgen für ausreichend Sitzgelegenheiten. Dazu gibt es einen Außenbereich, der bei Bedarf überdacht werden kann.
Und das soll größtenteils auch so bleiben. Jascha Erkut will nicht viel ändern. „Alles ist neu und sehr schön eingerichtet“, sagt er. Außerdem habe er die Einrichtung für viel Geld übernommen, da bleibe kaum Spielraum für Anpassungen.
Mit Eltern bereits zwei Imbisse betrieben
Auf die Immobilie sei der neue Pächter durch Familienmitglieder aufmerksam geworden. Er sucht schon seit längerem nach einem Restaurant in der Gegend, verrät der 28-Jährige, der mit seiner Frau und den Kindern in Hirschau wohnt. Die Entscheidung, das ehemalige Sushi-Lokal zu übernehmen, habe er aus dem Bauch heraus getroffen.

In der Gastro kennt sich Erkut bestens aus. Er hat nach eigenen Worten zusammen mit seinen Eltern zwei türkische Imbisse betrieben. Einen in Bernburg (Saale) und einen in Sachsenhausen (Oranienburg). In seiner Kindheit ging es von der Schule stets ins Geschäft, dann nach Hause und wieder von vorne.
Mit dem Erkut’s Krone wagt der junge Gastronom nun den Schritt in die Selbstständigkeit. Läuft alles nach Plan, wird er sein Restaurant am 17. September eröffnen. „Ich hoffe, dass ich bis dahin alles auf die Reihe bekomme und starten kann“, sagt er.
An der Speisekarte wird noch getüftelt
In Schwandorf will Erkut mit mediterraner Küche punkten. Noch tüftelt er zusammen mit seiner Frau an der Speisekarte, deswegen kann er noch nicht viel verraten, wohin die Reise geht. Es wird aber Gerichte vom Grill geben: verschiedene Fleischsorten, Gemüse aber auch Meeresfrüchte. Auch mit rumänischen Speisen will er seine Gäste verwöhnen, inspiriert von seiner Frau Daniela, die selbst aus Rumänien stammt. Im nächsten Jahr könnten türkische Gerichte dazukommen. Als gebürtiger Deutscher mit türkischen Wurzeln weiß er, wie man diese zubereitet.
Es ist ein Familienbetrieb.
Jascha Erkut, Inhaber
Kochen wird der Chef selbst, Unterstützung bekommt er von einem angeheirateten Verwandten, der laut Erkut bereits in einem noblen, rumänischen Lokal gearbeitet hat. Daneben kümmern sich drei weitere Angestellte um den Service. „Es ist ein Familienbetrieb“, sagt der 28-Jährige. Gegessen wird vor Ort, einen Lieferservice gibt es nicht.
Der neue Pächter hofft, dass sein Konzept ankommt. Läuft alles nach Plan, soll das Erkut’s Krone nur der Anfang sein. Weitere Lokale könnten folgen.