„Wasabi Chef“ in Schwandorf ist schon wieder Geschichte – Aus einem bestimmten Grund

Nach etwas mehr als einem Jahr ist schon wieder Schluss: Sabine Mihailova und Eriks Mihailovs haben ihr Asia-Restaurant „Wasabi Chef“ geschlossen. Das Aus für das Sushi-Lokal an der Pesserlstraße in Schwandorf hat vor allem einen Grund.
Die Betreiber waren im vergangenen Jahr mit großen Erwartungen gestartet. In der Großen Kreisstadt sahen sie schließlich eine echte Marktlücke. Dass es Sushi auch ganz in der Nähe im Supermarkt gibt, störte die beiden nicht. „Es ist doch etwas ganz anderes, wenn man die frischen Gerichte in angenehmer Atmosphäre genießen kann“, sagte Sabine Mihailova vor einiger Zeit der MZ.
Das ausgefallene Angebot hatte sich schnell herumgesprochen. Die Bowls (ab 12,90 Euro) und Sushi-Gerichte (Kappamaki ab 3,50 Euro) fanden ihre Fans. „Das ist das beste Sushi, das ich bislang gegessen habe“, resümierte erst kürzlich noch ein begeisterter Testesser. Künftig muss er sich eine andere Küche suchen.
Auch der Lieferservice ist Geschichte
Eriks Mihailovs und seine Frau haben das Restaurant samt Lieferservice zum 1. Juni geschlossen und den zehn Mitarbeitern gekündigt. Als Grund für den harten Schlussstrich nennt der 33-Jährige einen zu geringen Umsatz. „Es hat sich nicht gelohnt“, so der gebürtige Lette wörtlich. „Vielleicht war es die falsche Stadt für unser Konzept“, rätselt Mihailovs. Man verstehe nun auf jeden Fall, warum es in Schwandorf keine große Sushi-Konkurrenz geben würde.

Doch anderswo, zum Beispiel in Regensburg, will er mit seinem Wasabi Chef auch nicht neu durchstarten. „Niemals mehr Gastro“, kommentiert der Pächter. Erfahrung koste Geld – und die habe er mit der Eröffnung des Asia-Restaurants reichlich gesammelt. Eriks Mihailovs will sich nun voll und ganz auf sein Hauptstandbein konzentrieren: ein Umzugsunternehmen, dessen Sitz er von Ensdorf nach Schwandorf verlegt hat.
Für seine angemieteten Räumlichkeiten in der Pesserlstraße 9 sucht der Lette einen Nachfolger. In einer Anzeige bietet er aktuell das Lokal samt Einrichtung und Küche für 75 000 Euro an. Für das moderne Ambiente in den Räumen hatten Mihailovs und seine Firma selbst gesorgt und dafür unter anderem helles Holz und Kunstgras verbaut.