Franz Kreuzer hat frische Ideen für die Belebung des Stadtplatzes Furth im Wald

Von Alexander Frimberger · 18. Februar 2026 um 15:00

Leerstand bedroht die Innenstädte, nicht nur in Furth im Wald. Franz Kreuzer, der vor den Toren der Stadt erfolgreich eine Nudelmanufaktur betreibt, möchte, wenn er in den Stadtrat gewählt wird, mit frischen Ideen dazu beitragen, das Problem anzugehen.

„Eine attraktive und lebendige Innenstadt ist ein wesentlicher Faktor für Lebensqualität, Wirtschaftskraft und das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt“, ist Kreuzer überzeugt. Darüber dürfte breiter Konsens herrschen. Doch es müsse mehr passieren, als den Leerstand zu dokumentieren.

Idee: Zeitlich begrenzte Partnerschaften sollen helfen

Der erfolgreiche Unternehmer möchte gezielt auf Eigentümer leerstehender Flächen zugehen und Kontakte zu interessierten Mietern herstellen. Das könne ein gestandener Einzelhändler genauso sein, wie ein Konzeptladen oder ein Existenzgründer. Dabei sollen vor allem die Einstiegshürden abgesenkt werden.

Eine zeitlich begrenzte Patenschaft mit einem Further Geschäftsmann wäre hilfreich. „Ich halte das für eine super Idee, der etablierte Kollege kann bei allen Fragen helfen, die zu Beginn der Selbständigkeit auftreten.“ Auch die Stadt sieht er in der Verantwortung, bestehende Unterstützungsangebote sichtbar zu machen und den Zugang zu Beratungs- und Förderstellen zu erleichtern. Davon gebe es angefangen bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises Cham bis hin zu Finanzierungsangeboten von Förderbanken eine ganze Menge. „Ich halte das für enorm wichtig, denn der Einstieg in den stationären Handel ist mit hohen Risiken verbunden“, so Kreuzer.

Patenschaften, Stadtmarketing und Stadtrat sollten dabei Hand in Hand arbeiten und ein Gremium zum Thema gründen. Als Mitglied im Stadtmarketingverein kann er berichten, dass bei der jüngsten Jahreshauptversammlung beschlossen wurde, den Verein mehr ins Bewusstsein der Further zu rücken. Eine Gutscheinkarte ist in Planung, das sei gut. Instrumente dieser Art könnten einen wichtigen Beitrag leisten, Kaufkraft in der Stadt zu binden und so den lokalen Einzelhandel zu stärken. Ein Ideenwettbewerb würde ihm auch gut gefallen. Im Moment wird innerhalb des Stadtmarketing-Vereins ein neues Werbekonzept diskutiert. „Wir müssen auf die Leute zugehen.“ Allerdings glaubt Kreuzer, dass die Chance, Filialisten auf den Stadtplatz zu bekommen, gering ist.

Daher braucht die Stadt neue Ideen. Ihm gefällt zum Beispiel die Initiative Pop-up-Store in der „Alten Metzgerei“ in Bad Kötzting. Kreuzer plädiert für frische Ideen und neue Denkansätze. Nicht jeder, der etwas anzubieten hat, müsse gleich einen eigenen Laden eröffnen. Gemeinsame Nutzung von Flächen mit Regalflächen wären denkbar, davon profitieren alle. Der etablierte Einzelhändler, der sein Angebot erweitert und so die Kundenfrequenz erhöht und der Gründer, der so die Möglichkeit bekommt, mit geringem Risiko sein Produkt oder Konzept im Markt zu testen.

Ein weiterer Ansatz ist das Thema Gründerzentrum auf Ladenflächen zu übertragen. Zeitlich begrenzt kann sich der Jungunternehmer ausprobieren. Das wäre ein ideales Sprungbrett, um nach erfolgreicher Testphase dauerhaft in Furth im Wald zu bleiben „und langfristig neue Einzelhandelsstandorte zu schaffen.“

Kreuzer sprudelt nur so vor neuen Ideen. Er kann sich vorstellen, dass bestehende Veranstaltungen wie der Kirta oder weitere verkaufsoffene Sonntage genutzt werden können, um sich erst einmal einmalig zu präsentieren und so bei einer breiten Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu bekommen.

Neue Veranstaltungsorte im Stadtgebiet schaffen

Mit ihrer lebendigen Café- und Gastroszene hat die Stadt ein Pfund, mit dem sie wuchern kann. Neue Anlagen und Veranstaltungsorte im Stadtgebiet sollen in Zukunft vor allem noch mehr an Kultur interessierte Menschen in die Drachenstadt ziehen. Kreuzer ist sicher: „Eine lebendige Innenstadt entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von Engagement, Zusammenarbeit und konkretem Handel.“