Günter Stelzer möchte eine vierte Spur für die Strecke Furth im Wald - Cham

Von Alexander Frimberger · 12. Februar 2026 um 19:00

Mit Günter Stelzer von der Christlichen Freien Wählervereinigung (CFW) geht in Furth im Wald ein dritter Kandidat ins Rennen um den Rathausthron. Auch wenn er sich keine allzugroßen Hoffnungen macht, ins Chef-Büro einzuziehen, so möchte er doch, dass der Bürger am 8. März eine Wahl hat.

Beim Blick auf das Wahlprogamm der CFW entdeckt man Punkte, die auch die anderen Gruppierungen und Parteien aufgegriffen haben. Da wäre der Neubau des Hallenbades, der in Angriff genommen werden muss. Wie er betont, seine ganz persönlich Meinung ist, das Bad nicht an gleicher Stelle wieder aufzubauen, sondern neben dem Freibad zu errichten.

Hallenbad soll dem Freibad angegliedert werden

Er sieht schon, dass der Weg dorthin für Schulklassen ein Problem darstellen kann. Es müsste im Vorfeld geklärt werden, was ein Bus kosten würde. Auf Nachfrage räumt er ein, dass es auch ein Zeitproblem geben könnte. Das müsste ebenfalls vorher geklärt werden. Warum er das Gedankenspiel überhaupt macht, erklärt er so: Bei großen Veranstaltungen im Tagungszentrum sei die Parkplatzsituation immer katastrophal. Man könnte den Grund, auf dem das Bad steht, als Parkfläche nutzen. Ein weiterer Vorteil wäre, dass das Hallenbad in der Bauphase weiterhin zur Verfügung steht. „Ansonsten ist es mindestens ein Schuljahr dicht.“ Im Gespräch bekommt man den Eindruck, dass vieles, was die CFW, beziehungsweise ihr Bürgermeisterkandidat, fordert, nicht in Stein gemeißelt ist.

Stelzer ist schon klar, dass es nicht leicht sein wird, ein Hotel oder eine Ferienanlage in die Drachenstadt zu bringen. Aber er findet, es habe immer wieder Anläufe gegeben, die nicht konsequent weitergedacht wurden. Auch die anstehenden Pflichtaufgaben, wie Straßensanierung und die Ertüchtigung der Ver- und Entsorgungsleitungen, möchte man angehen.

Bei den Leerständen im Stadtzentrum verfolgt Stelzer einen eigenen Ansatz. Er würde es begrüßen, wenn kleinere Flächen erworben und dann zu größeren zusammengefasst werden. So könne das Zentrum belebt werden. Gleichzeitig soll Gewerbetreibenden bei der Suche nach Standorten oder bei Erweiterungen geholfen werden. Ein Kümmerer, genauer gesagt ein Stadtmanager, wäre aus seiner Sicht hier wünschenswert. Ein Rad- und Gehweg von der Stadt entlang der Böhmerstraße zum Fast-Food-Lokal wird angedacht. Viele Fußgänger würden den gefährlichen Weg auf der Hauptstraße nutzen.

Ein Sternchenfriedhof liegt Stelzer ebenfalls am Herzen. Das Thema hat er häufiger im Stadtrat angesprochen. Dort können Sternenkinder, also diejenigen, die vor oder kurz nach der Geburt sterben, beerdigt werden. Laut CFW könnte dazu ein Areal am Friedhof eingerichtet werden, das den Eltern Raum zur Trauer gibt.

Das Ehrenamt soll gestärkt werden, sagt Stelzer. Ein Thema, das besonders seinem Listen-Kollegen Lars-Holger Giedl am Herzen liegt. Vergünstigungen beim Eintritt in Museen oder in Bäder könnte das beinhalten.

Zwei Themen hat die CFW im Moment für sich alleine gepachtet. Das ist zum einen die Verlegung der Grüngutannahme. Wie viele Further auch, findet Stelzer den derzeitigen Standort unzumutbar. Er favorisiert den hinteren Teil des ehemaligen Parkplatzes der Landesgartenschau. Der sei im Besitz der Stadt, dort gebe es aufgrund der Nähe zur Bundesstraße ein Bebauungsverbot. Stelzer hat dazu schon Gespräche mit den Kreiswerken geführt. Das Interesse soll demnach groß sein. Laut Stelzer findet dort gerade ein Chefwechsel statt. Der neue Mann möchte dann bei seiner ersten Besichtigungstour auch Furth einen Besuch abstatten.

Als Kandidat nicht in den Vordergrund stellen

Zum anderen fordert die CFW einen vierspurigen Ausbau der Strecke Furth-Cham. Mit Blick auf die vielen Milliarden Sondervermögen, die von der Bundesregierung angekündigt wurden, könnten ein paar Millionen dafür abfallen. Dam kandidaten ist klar, dass so ein Vorhaben in den Sternen steht, aber er möchte doch zumindest einen Pflock setzen.

Grüngutsammelstelle Sengenbühl: Viele Further sind wegen der Entfernung zur Stadt unzufrieden. - Foto: Archiv / Alexander Frimberger

Auffällig im CFW-Wahlkampf: Stelzer hält sich vornehm zurück. Er sagt: „Ich stelle mich als Bürgermeisterkandidat nicht in den Vordergrund, wir sind eine Gruppierung.“ Seine Kandidatur sei nur dem Umstand zu verdanken, dass es lange keinen Gegenkandidaten für Sandro Bauer gegeben hat. Hätte er zuvor gewusst, dass Stefan Zeller für die Grünen antritt, er hätte es sich nochmal überlegt. „Realistisch gesehen ist die Chance, dass ich Bürgermeister werde, nicht sehr groß.“ Aber Stelzer möchte den Bürgern die Möglichkeit geben, mit einem alternativen Kreuz kund zu tun, dass sie mit der Arbeit des amtierenden Rathauschefs nicht einverstanden sind.

Sein Hauptziel ist, einen zweiten Mann ins Gremium zu bringen, damit man Fraktionsstärke erreicht. Als Einzelkämpfer, wie bisher, habe er in keinen Ausschüssen Mitspracherecht. Als Bauunternehmer findet er, wäre es schon gut, wenn beispielsweise im Bauausschuss jemand sitzt, der Fachkenntnisse hat.