Kein neuer Belag: So macht Neumarkt das Pflaster in der Unteren Marktstraße eben

Es ist ein Thema, das Neumarkt seit vielen Jahren beschäftigt: das holprige Kopfsteinpflaster in der Marktstraße. Immer wenn es um eine Innenstadtsanierung ging, stand das Pflaster ganz oben auf der Liste der Verbesserungswünsche. Nun geht die Stadt das Thema an – ganz ohne große Innenstadtsanierung.
Ende Februar wird die Stadtverwaltung dem Stadtrat vorschlagen, das Pflaster in der Unteren Marktstraße abzuschleifen. Dass eine Mehrheit dem zustimmt, dürfte sehr wahrscheinlich sein. Schließlich fordern Stadträte parteiübergreifend seit Jahren, dass sich beim Pflaster etwas tut.
Der Vorschlag der Stadtverwaltung sieht vor, sich vorerst auf den Bereich zwischen Unterem Tor und Rathaus zu beschränken. Hier soll eine Spezialfirma „bestimmte Teilflächen“ abschleifen. Die Fußgängerzone beim Rathaus wird nicht bearbeitet. Allerdings erklärt das Rathaus, dass die Obere Marktstraße zu einem späteren Zeitpunkt nachgezogen werden kann.
Angesichts dessen, wie lange schon über die Pflastersanierung und deren Aufwand diskutiert wurde, erscheinen die nun von der Verwaltung benannten Kosten und die erwartete Bauzeit sehr überschaubar. 110 000 Euro hat das Rathaus als Kosten berechnet. Rund zwei Wochen soll es dauern, das Pflaster abzuschleifen.
Pflaster in der Unteren Marktstraße könnte noch dieses Jahr abgeschliffen werden
Die Ferienzeit biete sich dafür an, da dann weniger Busse fahren. Einen genauen Termin nennt die Stadtverwaltung noch nicht. Diesen könne sie erst abstimmen, wenn der Auftrag vergeben sei, hieß es. Dass es aber noch in diesem Jahr sein wird, ist bei einer Zustimmung im Stadtrat recht wahrscheinlich.
Wurde in der Vergangenheit immer darüber diskutiert, einen neuen Belag zu verlegen, betont das Rathaus nun den Aspekt der Nachhaltigkeit bei der vorgesehenen Maßnahme. Der abgeschliffene Belag könne weiterverwendet werden.
Die weiteren, grundsätzlichen Vorteile liegen auf der Hand: Das Pflaster wird ebener und damit für Radfahrer und Fußgänger besser nutzbar, allen voran für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. E-Scooter, die aktuell oft auf den Fußgängerbereich ausweichen, könnten dann häufiger die Straße nutzen. Zudem reduziert sich laut Stadtverwaltung das Rollgeräusch fahrender Busse und Autos. Zugleich weist das Rathaus auch auf mögliche unerwünschte Folgen hin: Der ebenere Untergrund könnte Autos dazu verleiten, schneller zu fahren.