Polizei Waldmünchen entdeckt 20 Leute in Transporter, einige auf Gartenstühlen

Kuriose Entdeckung für die Polizei Waldmünchen: Eine Routine-Verkehrskontrolle am Grenzübergang Höll in Waldmünchen (Landkreis Cham) wurde zu einer Szene „wie in einem Simpsons-Comic“, so Stefan Iglhaut, stellvertretender Leiter der Polizeistation Waldmünchen.
Am Sonntag, 15. Februar, um 23.20 Uhr kontrollierten laut Iglhaut Beamte der Polizeistation einen aus Tschechien kommenden Transporter, VW Crafter, mit tschechichscher Zulassung beim Grenzübergang Höll in Waldmünchen. Was die Polizisten dabei im Laderaum vorgefunden hätten, habe für große Verwunderung gesorgt. In dem Transporter seien neun Sitzplätze inklusive Gurt installiert gewesen. Stattdessen befanden sich laut Iglhaut aber 20 Personen in dem Fahrzeug.
Links und rechts des Laderaumes im Transporter seien Sitze montiert gewesen. Die freie Fläche sei mit „Sitzgelegenheiten vollgestopft“ gewesen, so der stellvertretende Polizeichef. Gartenstühle, eine Holzbank, ein Wasserkanister oder einfach auf dem Boden – die 20 erwachsenen Insassen hätten es sich darauf bequem gemacht. „Stellen Sie es sich vor wie in einem Simpsons-Comic“, sagt Stefan Iglhaut auf Nachfrage unseres Medienhauses, und fügt hinzu: „Wenn der Fahrer bremsen muss, fallen alle wild durcheinander.“ Denn die sporadischen Sitzgelegenheiten seien alle „locker“ im Transporter gestanden, die Personen nicht angeschnallt gewesen. Bei einem Frontalaufprall gebe es laut Iglhaut „ein paar Tote“.
Wer nicht angeschnallt war, musste umsteigen
Die 20 Personen hätten von Rumänien aus zu ihrer Arbeitsstelle in den Niederlanden fahren wollen, also etwa 2000 Kilometer quer durch Europa, so Iglhaut. Mit einer Schleusung hätte der Transport nichts zu tun gehabt. Aber weil die vielen Personen im Fahrzeug nicht genug gesichert gewesen seien, habe die Polizei eingreifen müssen, denn: „Das ist viel zu gefährlich“, so Iglhaut.
So hätten die Beamten die Weiterfahrt unterbunden. Für die überzähligen Personen musste die Reisegruppe eine Mitfahrgelegenheit organisieren. „Für uns war wichtig, dass die Leute nur angeschnallt weiterkommen“, sagt Iglhaut. Gegen den 40-jährigen Fahrer werde ermittelt, zudem wurde bei einem der Mitfahrer eine Fahndungsnotierung zur Aufenthaltsermittlung festgestellt, teilt Iglhaut mit.