Nicht nur ernste Themen: Schwandorfs OB-Kandidaten sorgten bei Debatte auch für Lacher

Von Philipp Breu · 12. Februar 2026 um 17:14

Bei der Podiumsdiskussion der Mittelbayerischen ging es nicht nur um drängende Themen der Lokalpolitik. Den Moderatoren gelang es auch, die Debatte aufzulockern – durch einen Wissenstest und Fragen zu persönlichen Vorlieben der OB-Kandidaten. Deren Antworten sorgten auch für Lacher.

So wollten MZ-Redaktionsleiter Martin Kellermeier und Redakteur Jan Lange zunächst prüfen, wie gut die OB-Anwärter ihre Heimatstadt kennen. „Nennen Sie drei Schwandorfer Ortsteile, die mit dem Buchstaben N beginnen“, lautete die erste Frage. Hier bestanden alle Kandidaten mit Bravour. Jeder hatte drei richtige Antworten aufgeschrieben. Da gab es aber auch einige Optionen: Nattermoos, Naabsiegenhofen, Naabeck, Niederhof, Neukirchen, Neuwolferlohe und Neuried.

Kniffliger wurde es da schon bei Frage zwei. Die Kandidaten sollten raten, wie viele Friseure und Barbershops es im Stadtgebiet gibt. Schließlich wird Schwandorf zu gerne für seinen fehlenden Branchenmix kritisiert. Die richtige Lösung wäre 42 gewesen. Andreas Weinmann (SPD) war mit der Zahl 35 am dichtesten dran, gefolgt von Andreas Feller (BLS) und Andreas Wopperer (CSU), die beide 50 tippten. Ganz weit entfernt war FW-Kandidat Dieter Jäger, der gerade mal die Zahl sieben auf dem Zettel stehen hatte. AfD-Mann Roland Kraus (15) und Linke-Kandidat Tobias Mainka (23) lagen ebenfalls deutlich daneben.

Auf den Spuren von Konrad Max Kunz und der Bayernhymne

In Frage drei ging es um den wohl bekanntesten Schwandorfer Konrad Max Kunz, dem Schöpfer der Bayernhymne. Hier sollten die Kandidaten zählen, aus wie vielen Wörtern die erste Strophe besteht. Wopperer und Mieschala (UW) legten mit 34 fast eine Punktlandung hin. Tatsächlich wäre die richtige Antwort 35 gewesen. Aber auch Andreas Feller war mit 40 gut dabei. Roland Kraus hatte 45 auf dem Zettel stehen, Weinmann 50 und Mainka 53. Dieter Jäger verschätzte sich mit 70 auch hier gehörig.

Bei der letzten Frage war dann nochmal Selbstvertrauen gefragt. Die Moderatoren wollten wissen, für wie wahrscheinlich es die Kandidaten auf einer Skala von eins bis zehn halten, dass sie der nächste OB werden. Zehn galt dabei als „sehr sicher“. Weinmann preschte mit einer elf voran. Eine zehn gaben sich Wopperer, Feller, Mieschala und Jäger. Mainka mit einer acht und Kraus mit einer sechs waren bescheidener.

Hundesitter, Modellbauer und die passende Shopping-Begleitung

Zum Abschluss der Podiumsdiskussion musste jeder Kandidat dann noch eine persönliche Frage beantworten. Von Andreas Feller, einem begeisterten Modellbahner, wollte die MZ wissen, mit wem seiner Mitbewerber er denn am liebsten an seiner Anlage tüfteln würde. Seine Antwort: „Dieter Jäger, der ist auch ein alter Spielratz.“

Andreas Wopperer sollte sich einen Kandidaten aussuchen, den er am liebsten als Stellvertreter hätte, sollte er der neue OB werden. Er wählte Andreas Weinmann, denn der habe „die mit Abstand schönste Frisur“.

Weinmann sollte einen Mitbewerber auswählen, den er seine geliebte Hündin anvertrauen würde. Er wählte Tobias Mainka, da dieser wie er in Klardorf wohnt.

Kurt Mieschala, der in seiner Freizeit Holz bearbeitet, sollte jemanden in seine Werkstatt mitnehmen. Auch er entschied sich für Mainka. „Er ist der Jüngste, den kann man noch am besten heranziehen.“

Mainka, der gerade eine Umschulung zum Triebfahrzeugführer bei der Bahn absolviert, musste sich einen Schaffner suchen. Er hielt Andreas Feller am geeignetsten. „Er hat ja Erfahrung mit seiner Modelleisenbahn, da kann er die Texte bestimmt sicher runtersprechen.“

Dieter Jäger wurde nach einer Begleitung für den nächsten Einkauf im Trachtengeschäft gefragt. Er wählte Feller – wegen der „gleichen Kragenweite“. Zu guter Letzt durfte Roland Kraus jemanden aus der Runde für eine Probefahrt mit seinem Lamborghini auswählen. Er konnte keinen Namen nenn. „So viel Vertrauen habe ich zu keinem“, sagte er.