Saggradi in Waldmünchen: Heiße Verwechslungskomödie um den Schwanawirt

Seit letzter Woche bauen die rund 25 Mitglieder der Theatergruppe Saggradi an ihrem Bühnenbild im Gaubaldhaus. Diesmal wird es ein klassisches Bauernstück in drei Akten. Also steht auch ein Wirtshaushaussaal im Mittelpunkt des Bühnenbilds.
Und wie es sich bei jedem Neueinzug gehört, erst einmal wird tapeziert, damit auch alles in Ordnung ist. Das macht man auch bei Theaterstellwänden so. Bei dieser Arbeit waren die Theatermacher am Freitag bei unserem Gespräch mit den beiden Regisseurinnen des Stücks, Barbara Heimann und Anna-Lena Roßmann.

Der Schwanawirt bietet auch Lokalkolorit
Das Wirtshaus heißt übrigens Schwan und der Hausdiener ist der Schwanawirt. Ist natürlich kein Zufall und ist alles mit dem Original-Schwanwirt abgesprochen. Lokalkolorit muss sein, sagt Heumann. Und Ortsnamen wie Tiefenbach und Steinlohe gehören auch dazu.
Seit November proben die Schauspieler schon an diesem Stück. Für die Leseproben stand ihnen diesmal das Mehrgenerationenhaus zur Verfügung, da das Gaubaldhaus anderweitig gebraucht wurde. Jetzt ist das Gaubaldhaus frei. Da bald die Bühne steht, kann mit den richtigen Proben begonnen werden. Roßmann gibt zu verstehen, dass das nicht nur wichtig ist , um seine Laufwege für das Stück zu kennen, sondern sogar beim Text lernen hilft, weil man dann mit bestimmten Gegenständen und Positionen auch Textstücke verknüpft.
Und eine (ge-)wichtige Position auf der Bühne nimmt ein Kachelofen ein. Ein echtes Ausstellungsstück eines hiesigen Kachelbauers. Die Saggradi-Männer und -frauen haben ordentlich getrickst, um das gute Stück auf die Bühne zu heben.
Zwei Mal in der Woche wird geprobt
Viel Zeit ist ja nicht mehr bis zur Premiere am 13 März. Während die Proben bisher einmal wöchentlich waren, werden sie im Februar alle zwei Wochen und in der Woche vorher täglich eingeübt.
Ob der Text schon sitzt? Ein vorsichtiges Lächeln von Roßmann und ein bestimmtes „haben wir immer alles hingebracht“, von Heimann. Sie muss das wissen, denn sie ist im Regisseur-Team der erfahrene Profi, während Roßmann zum ersten Mal Regie führt. Aber auch die Rolle des Feriengastes Mandy Müller ist die Aufgabe von Roßmann. Der Feriengast soll einen ungewöhnlichen Dialekt sprechen. Welchen, dass wollen Heimann und Roßmann noch nicht verraten. Aber der Vorname Mandy lässt Schlüsse zu.
„Alles fest im Griff“ ist eine Verwechslungskomödie von Erfried Smija. Das Stück, so Heimann, sei ausgewählt worden, weil diesmal relativ viele Schauspieler zu Verfügung standen. Wie bekannt, rekrutieren sich viele Mitspieler aus dem Trenckverein und sind auch dort auf der Bühne tätig.