Baugebiet Osterfeld in Pfatter im Landkreis Regensburg: Genehmigt das Landratsamt es nun?

Und noch einmal meldete sich Referent Ulrich Voerkelius zu Wort: Da das Wasserwirtschaftsamt erneut zahlreiche Anmerkungen zum geplanten Baugebiet Am Osterfeld hatte, gab es mit dem beauftragten Landschaftsarchitekten ein weiteres Wiedersehen im Pfatterer Gemeinderat. Dort trug Voerkelius die wesentlichen Kritikpunkte vor. Diese betrafen vor allem die Erschließung des Baugebiets in wasserrechtlicher Hinsicht.
Wie etwa die Höhenunterschiede zwischen den Grundstücken und die Versickerung zu gestalten seien, hätten die Anmerkungen aufgegriffen. Insgesamt berichtete Voerkelius von „40 Punkten“, die es aus Amts-Sicht zu beachten gebe. Die Hinweise seien jedoch weniger dramatisch als es den Anschein habe, versicherte der Referent.
War das die letzte Runde? Ein wenig Skepsis blieb
Auf seine Ausführungen hin beschloss der Gemeinderat einstimmig, die zwölfte Änderung des Flächennutzungsplans unter Berücksichtigung der Stellungnahmen durchzuwinken. Gemeinderat Manfred Lichtl blieb skeptisch. „Bleibt es bei der zwölften Änderung? Ist das save?“, fragte er, eine neue Ämterbeteiligung fast schon befürchtend. Bürgermeister Johann Biederer (FWG) gab Entwarnung – und so wartet die Kommune nun die Genehmigung des Landratsamts ab, um zeitnah am Osterfeld loslegen zu können.
Wie berichtet, sollen in Geisling elf Wohnbau-Parzellen, vier Gewerbe-Einheiten, ein Kindergarten sowie der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses entstehen. In der Planung war zunächst die maximale Geländeaufschüttung nicht berücksichtigt worden, so dass es im Dezember zu einer weiteren öffentlichen Auslegung gekommen war.
Auch die Anwohner-Thematik kam zur Sprache: So betonte Voerkelius, dass die Bewohner der bestehenden Häuser bei Starkregenereignissen „keinen Nachteil durch das Baugebiet“ hätten. So sehe es das Sturzflut-Risikomanagement vor, denn das Baugebiet dürfe den „Wasserabfluss nicht hemmen“.
Für einen Outdoor-Fitnesspark in Pfatter konnte sich der Gemeinderat begeistern. Mit 13:2 Stimmen sprach er sich für die Umsetzung aus. Das Gremium regte aber an, den Park im Umgriff der Grundschule weiter nördlich zu positionieren. Wie Bürgermeister Biederer ausführte, soll auf dem früheren Wimmer-Areal ein „gepflasterter, barrierefreier Rundweg mit verschiedenen Fitnessgeräten für alle Altersgruppen“ entstehen. Auch Menschen mit Beeinträchtigungen könnten ihn nutzen. Die Maße bezifferte er auf 32 mal 18 Meter. Grundsätzlich verfolge der Fitnesspark mehrere Ziele. Er diene der Dorfgemeinschaft, als sozialer Treffpunkt für alle Generationen und leiste einen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Lebensqualität, hieß es unter anderem.
Trinkwasserbrunnen gleich mit angeregt
Laut Bauamt-Schätzung beliefen sich die Herstellungskosten auf rund 30 000 Euro. Für die Geräte und Sitzmöglichkeiten kämen weitere 25 000 Euro hinzu. Angebote dazu müssten noch eingeholt werden – und die Zweckbindungsfrist betrage fünf Jahre. Biederer verwies auf die Leader-Förderung, die 50 Prozent der Kosten übernehme.
Einen Trinkwasserbrunnen mit etwaigen Kosten von 12 000 Euro regte der Bürgermeister mit an. Sinn des Brunnens sei, Sportlern kostenloses Trinkwasser bereitzustellen. Auch gesundheitliche Aspekte seien wichtig. Ferner diene die Maßnahme dazu, die Umweltbelastung zu reduzieren. Für den Brunnen greife zwar nicht die Leader-Förderung, dafür aber die Bundesförderung Kommunale Trinkbrunnen. Bis zu 90 Prozent seien möglich.