Wörther Sozialausschuss hat alle Generationen im Blick

Das schmeichelte der Vorsitzenden Hildegard Schindler doch sehr: Das Kompliment „Ein Ausschuss ist nur so gut, wie der Vorsitz arbeitet“ nahm sie vom 2. Bürgermeister Gerhard Schmautz gern entgegen. Die „Powerfrau“ habe ihre Sache sehr gut gemacht. Im Wörther Sozialausschusses (Kreis Regensburg) gab es gleich mehrere Referenten
So gab Thomas Kuhnt vom Büro Planwerk Stadtentwicklung einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen der Agenda „Wohnen und Leben im Alter“. Wie weit der Arbeitskreis in seinen Ausarbeitungen ist, zeigte er bei der Sitzung im Bürgersaal. Unter anderem beschäftige sich der Arbeitskreis mit dem generationsübergreifenden Wohnen – ein Thema, das für die Zukunft besonders relevant ist.
Inspirationen aus Burgweinting mitgenommen
Anregungen nahm sich die Gruppe zuletzt von der Wohnanlage Allmeind in Burgweinting mit und am 6. März führt der Weg erneut nach Burgweinting. Dann will sich der Arbeitskreis die Anlage Womina anschauen. Generell würden von Senioren Begegnungsstätten gewünscht, bei denen soziale Interaktionen mit im Vordergrund stehen. Eine Beratungsübersicht zum Wohnen im Alter gebe es auf der Homepage der Stadt, auch lägen dazu Flyer im Bürgerbüro aus.
Vorstellig wurde auch die Erziehungs- und Familienberatung der Diakonie Regensburg. Wie die Sozialpädagogen Sandra Dummer und Andreas Hölzle ausführten, ist die psychologische Beratungsstelle auch in Wörth, Pfatter, Wiesent und Brennberg tätig. Gefördert wird sie mit Mitteln des bayerischen Sozialministeriums und durch die Kommunen.
Grundsätzlich sei eine Beratung kostenfrei und die Informationen würden vertraulich behandelt. Derzeit würden im Jugendtreff Wörth montags, dienstags und donnerstags Familienberatungen angeboten. Dies geschehe nach telefonischer Vereinbarung unter (0941) 29 771-11. Darüber hinaus biete die Diakonie auch offene Sprechstunden in den Grundschulen Wörth-Wiesent, Pfatter und Brennberg im monatlichen Turnus an. Themen bei den Beratungsgesprächen seien zum Beispiel Medienkonsum, Pubertät, Trennung und Scheidung sowie schulische Probleme. Für die genannten Gemeinden sind Dummer und Hölzle 20 Stunden in der Woche beschäftigt. Das Angebot werde sehr gut angenommen, teilten die Referenten mit.
Aus der Jugendarbeit berichtete Jugendpflegerin Nadine Bauer. Ihren Schilderung zufolge sei der Jugendtreff nun noch besser frequentiert, nachdem die Räumlichkeiten erneuert worden sind. Dass 34 Jugendliche gleichzeitig beim Treff anwesend waren, habe sie sehr erfreut. Indes habe sich auch der Jugendbeirat etabliert – und im Ferienprogramm stünden einige Highlights an. Als nächstes gehe es am 19. Februar zum Schlittschuhlaufen in die Donau-Arena und vom 15. bis zum 17. Februar findet, vom Landkreis organisiert, die Ski- und Snowboardfreizeit auf der Wurzelalm statt. Über Pfingsten führe die Jugendreise nach Hamburg, teilte Bauer mit.
Neuigkeiten vom Netzwerk der Generationen stellte der Generationenbeauftragte Richard Schönberger vor. „Wir sind bestrebt, dass wir alle Angebote unter einen Hut bekommen“, sagte er bezüglich des Programms.
Wichtig sei, alle Akteure mit ins Boot zu holen, so dass die Veranstaltungen gemeinsam beworben werden könnten. Das gelinge auch sehr gut. Als Knaller habe sich etwa der Wörther Tanzkreis erwiesen. Auf Anhieb seien 25 Teilnehmer gekommen, die seit Herbst 2025 alle weiter mit von der Partie seien. Auch aus Pfatter, Wiesent, Brennberg und anderen umliegenden Orten seien Teilnehmer zu verzeichnen. Treff ist an jedem zweiten Montag im Monat um 19 Uhr im Bürgersaal und grundsätzlich sei das Angebot kostenfrei.
„Tanz in den Frühling“ setzt sich fort
Ebenfalls als großer Erfolg habe sich der „Frühjahrstanz“ erwiesen, der im März 2025 seine Premiere feierte und heuer fortgesetzt wird. Rund geht es im Gasthof Butz am 21. März – und DJ Hans Eigenstetter legt Hits der 50er-, 60er- und 70er- Jahre auf. Wie Schönberger ausführte, kooperieren bei der Veranstaltung das Netzwerk der Generationen, die Kolpingsfamilie und der Verein Kultur in Wörth. Der Eintritt für den Frühjahrstanz beläuft sich auf sechs Euro.
Immer für die Menschen da
■ Nachbarschaftshilfe: Christiane Pedolzky von der Nachbarschaftshilfe berichtete von zwölf Aktiven im Verein. Schwerpunkte der Nachbarschaftshilfe sind Fahrdienste, Einkäufe, begleitende Arzt- und Krankenhausbesuche, Essenslieferung sowie die Betreuung von Haustieren.
■ 32 Personen: 2025 hat die Nachbarschaftshilfe 32 Menschen aus Wörth unterstützt.
■ Struktur: Vorsitzender des Vereins ist Bürgermeister Schütz, 2. Vorsitzende ist Monika Foerster. Als Koordinatorin wirkt Christiane Pedolzky. Sie ist das „Herz“ des Vereins und Ansprechpartnerin für die Helfer, die im Alter von 60 bis 86 Jahren sind – vornehmlich Frauen.
■ Kontakt: Pedolzky ist mob

■ il unter (0160) 9700 3808 zu erreichen.