Ams Osram kündigt neues Sparprogramm an – 2000 Mitarbeiter betroffen

Der deutsch-österreichische Halbleiterhersteller ams Osram hat am Dienstagmorgen seine vorläufigen Jahreszahlen veröffentlicht. Aus der Pressemitteilung geht auch hervor: Das Unternehmen startet ein neues Sparprogramm. „Simplify“ habe Auswirkungen auf 2000 Beschäftigte weltweit, teilt ams Osram mit – rund die Hälfte davon in Europa.
Details zu den Plänen nennt das Unternehmen allerdings nicht. Unter anderem mit „Simplify“ – auf deutsch bedeutet das „vereinfachen“ – „schärfen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und gewinnen die finanzielle Flexibilität zurück, gezielt in unser Wachstum zu investieren“, wird Vorstandsvorsitzender Aldo Kamper in der Mitteilung zitiert. 200 Millionen Euro sollen ams Osram zufolge eingespart werden.
Wie ein Sprecher mitteilte, ist insbesondere das Werk in Regensburg betroffen. Der Standort gilt als Schlüsselstandort für das wichtige Leuchtdioden- und Lasergeschäft bei ams Osram. Es sei „der wichtigste Forschungs- und Entwicklungsstandort für optoelektronische Halbleiter in Europa“, sagte ein Sprecher im vergangenen Jahr. Damals waren rund 2800 Mitarbeiter in Regensburg beschäftigt.
Schwacher US-Dollar sorgt für Umsatzminus bei ams Osram
Laut den vorläufigen Zahlen lag der Umsatz von ams Osram im vergangenen Jahr bei etwa 3,3 Milliarden Euro – ein Rückgang von etwa drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ursächlich seien unter anderem der schwache US-Dollar sowie die Einstellung von Nicht-Kerngeschäften im Halbleiterbereich gewesen, teilt das Unternehmen mit. Demnach habe sich aber die Profitabilität deutlich verbessert. Das zeigt sich auch im Ergebnis, das der Konzern unter dem Strich erzielte: Nach einem Rekordverlust von 785 Millionen Euro im Vorjahr, war es 2025 nun nur noch ein Minus von 129 Millionen Euro.