Ostbayerischer Faschingszug in Schwandorf: Behörden lehnen mehrere Security-Kräfte ab

Rund 30.000 Besucher werden am Sonntag beim Ostbayerischen Faschingszug in Schwandorf erwartet. Neben der Polizei sollen auch 25 Security-Kräfte für deren Sicherheit sorgen. Doch gleich mehrere vorgeschlagene Ordner wurden kurz vor der Veranstaltung nach einer polizeilichen Überprüfung von den Behörden abgelehnt. Das bringt die Veranstalter in Zugzwang.
Wie berichtet, hatte das Thema Sicherheit nach Vorkommnissen am Rande des letzten Ostbayerischen Faschingszugs in Regenstauf eine größere Rolle bei einem Pressegespräch am Montag im Schwandorfer Rathaus eingenommen. Es wurde bekannt, dass vonseiten der Veranstalter – das sind die Faschingsgesellschaft Nabburg und die Schwandorfer Lindania – 25 Security-Kräfte gestellt werden. Sie sollen vor allem die After-Show-Party, aber auch den Faschingszug mit absichern.
Bei den 25 Security-Kräften handelt es sich laut Patrick Scherl, dem Präsidenten der Lindania, um keinen professionellen Sicherheitsdienst. Es würden vor allem Türsteher und Security-Leute aus seiner Diskothek Puzzles sowie von anderen Clubs zum Einsatz kommen. Sie hätten nur teilweise eine Ausbildung für den Sicherheitsdienst absolviert. Scherl hatte sich dennoch bei dem Pressetermin überzeugt von seinem Team gezeigt: „Ich halte meinen Kopf für meine Leute hin.“
Behörden hatten bei einem Ordner Zweifel an seiner Zuverlässigkeit
Inzwischen wurden alle 25 vorgeschlagenen Ordner von der Polizei überprüft. Das berichtete der städtische Pressesprecher Andreas Hofmeister auf Anfrage der MZ. Das Ergebnis: Drei Personen wurden abgelehnt. „Zwei von ihnen waren nicht volljährig. Bei einer Person lagen Umstände vor, die einer positiven Zuverlässigkeitsprüfung entgegenstanden“, erklärte Hofmeister.
Der Veranstalter sei telefonisch über das Ergebnis der polizeilichen Überprüfung in Kenntnis gesetzt worden. Dieser habe der Stadt „adäquaten Ersatz“ zugesichert. Organisator Scherl bestätigte im Gespräch mit der MZ den Vorgang. Er akzeptiere die Entscheidung der Stadt. Angesprochen auf die beiden jugendlichen Ordner sagte er, dass dies „bei so vielen Zetteln und Organisationsaufgaben“ schon passieren könne. „Dafür gibt es ja die Überprüfungen“, konstatierte Scherl.
Ich hätte dem Mann mein Leben anvertraut.Patrick Scherl, Präsident der Lindania über den abgelehnten Security-Mitarbeiter
Dass einem seiner Leute vonseiten der Behörden die Zuverlässigkeit abgesprochen wurde, kann er nicht nachvollziehen. „Ich hätte dem Mann mein Leben anvertraut“, erklärte Scherl. Was der Betroffene in der Vergangenheit falsch gemacht habe, sei ihm egal. Ihm gegenüber verhalte sich der Mann „respektvoll und höflich“, betonte der Lindania-Präsident.
Faschingsparty in der Oberpfalzhalle am Sonntag von 14 bis 20 Uhr
Der Einlass bei der Faschingsparty in der Oberpfalzhalle, die ab 14 Uhr beginnt, ist begrenzt. Laut Angaben der Stadt lassen die Veranstalter maximal 1200 Personen rein. Es würden hierzu am Eingang kostenlose Zutrittsbänder verteilt. Das Veranstaltungsende ist für 20 Uhr festgesetzt. Speisen dürften nicht mit in die Halle genommen werden.
Ferner steht unter anderem in den Auflagen für die Veranstalter, dass „keine Glasflaschen oder sonstige Glasbehältnisse“ in den Veranstaltungssaal mitgenommen werden dürfen. „Störer sind unverzüglich zur Ordnung aufzurufen und nötigenfalls aufzufordern, die Veranstaltung zu verlassen“, heißt es wörtlich im Regelwerk.