MZ-Podiumsdiskussion in Roding: Übrige Parteien lehnen Kooperation mit der AfD klar ab

Von Oliver Hausladen · 6. Februar 2026 um 15:00

Christl Fischer hatte die Teilnahme an der Podiumsdiskussion in Roding abgesagt, trotzdem waren die AfD und der künftige Umgang mit ihr im Kreistag ein Thema bei der Veranstaltung in der Stadthalle. Die anderen sechs Landratskandidaten hatten dabei eine klare Meinung: Eine Zusammenarbeit im Kreistag in der neuen Legislaturperiode sei nicht möglich und sinnvoll.

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„Wer sich so aufführt, kann nicht mit einer Zusammenarbeit rechnen, auf keinen Fall“, fand Michael Multerer (CSU) klare Worte. Die AfD rede alles schlecht, was von den Kommunalpolitikern geleistet worden sei, habe aber selbst noch überhaupt noch nichts geleistet oder entschieden, „so ein Verhalten ärgert mich maßlos.“

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Man werde sich mit den Mitgliedern der AfD im Kreistag auseinandersetzen müssen und dürfte sie nicht ignorieren, sagte Christian Schindler (Freie Wähler). Aber auch er sprach sich klar gegen eine Zusammenarbeit mit den Vertretern der rechtspopulistischen Partei aus. Seiner Meinung nach profitiere die Partei von den Erfolgen, die nach Fehlern auf Bundes- und EU-Ebene entstanden sind. Es gelte, falschen Thesen entschieden entgegenzutreten.

Wer sich so aufführt, kann nicht mit einer Zusammenarbeit rechnen, auf keinen Fall.Michael Multerer, Landratskandidat (CSU)

Viele Kommunalpolitiker unterschiedlicher Parteien waren zur Podiumsdiskussion gekommen, sie alle hätten schon viel Gutes für den Landkreis und die Gemeinden bewirkt und Verantwortung übernommen – die AfD wolle diese Form der Politik und des Zusammenlebens aber zerstören, mahnte Steve Brachwitz (SPD). Die Frage einer möglichen Zusammenarbeit stelle sich deshalb nicht, „schon gar nicht bei einem Sozialdemokraten.“

Er würde sich mit Wählern der AfD auseinandersetzen, um ihre Beweggründe zu erfahren, warum sie ihr Kreuz bei dieser Partei machen, so Sascha Kretz (Grüne). Anders sei die Lage aber bei Funktionären, die sich ganz bewusst einer rechtsextremen Partei angeschlossen haben. Das sei dies nicht möglich.

Wer die AfD wählt, spielt mit der Demokratie.Christian Oberthür, Landratskandidat (Die Linke)

„Wer die AfD wählt, spielt mit der Demokratie“, warnte Christian Oberthür (Die Linke). Die Partei sei „saugefährlich“. Als Gründungsmitglied des Bündnisses für Toleranz und Menschenrechte im Landkris Cham stehe er für ganz andere Werte – „für Vielfalt und Menschenrechte.“

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Man müsse sich nur ansehen, was von der Kreistagsfraktion der AfD in den vergangenen Jahren gekommen sei, „dann sieht man, dass mit diesen Leuten kein Staat zu machen ist. Dann können wir die Bude zusperren“, fand auch Alfred Stuiber deutliche Worte. Eine Zusammenarbeit schloss er deshalb kategorisch aus.