„Rutschig ohne Ende“: Pendler warnt vor Übergang zwischen Bahnhof und Arcaden in Regensburg

Von Marion Neumann · 5. Februar 2026 um 19:00

Bloß nicht ausrutschen: Seit mehr als einem Winter klagt Pendler Markus Treixler über den glatten Boden im Übergang zwischen dem Hauptbahnhof Regensburg und den Arcaden. Nun appelliert er erneut an die Deutsche Bahn.

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Es ist ein Umstand, der Markus Treixler schon seit mehr als einem Winter beschäftigt: Der Steg zwischen Hauptbahnhof und Arcaden wird seinen Schilderungen nach bei Schnee, Regen und hoher Luftfeuchtigkeit regelmäßig „zur Eisfläche“. „Das ist doch kein Zustand“, sagt der Pendler, der mehrmals in der Woche mit der Bahn zwischen Regensburg und Würzburg unterwegs ist.

Schon vor einem Jahr hatte er sich diesbezüglich an unsere Zeitung gewandt. „Die Gegebenheiten sind gesundheitsgefährdend“, hatte er damals gesagt. Geändert habe sich seither leider nichts. „Es war rutschig ohne Ende“, blickt er erneut auf die kalten Tage im Dezember und im Januar dieses Winters zurück. Im Laufe dieser Woche habe sich die Situation zwar aufgrund der Wetterverhältnisse etwas gebessert. Generell sei es aber nicht so, dass der Boden in dem Übergang nur bei eisigen Temperaturen zur Rutschbahn werde. „Es hängt mit der Luftfeuchtigkeit zusammen. Bei extremer Feuchtigkeit wird es auch im Sommer rutschig. Man merkt das auch daran, wie sehr die Glasscheiben beschlagen.“

Warnschilder weisen auf Rutschgefahr hin

Lediglich gelbe Warnschilder würden bei entsprechenden Verhältnissen auf den Zustand des Bodens hinweisen. „Bis vor Kurzem waren die Schilder an jedem Tag aufgestellt, an dem ich Bahn gefahren bin“, sagt er. „Das passiert ja nicht grundlos.“ Nur auf die mögliche Gefahr hinzuweisen, reiche seiner Meinung nach nicht. „Ich bin selbst schon einmal ausgerutscht. Muss man denn erst darauf warten, dass etwas passiert? Wenn ein älterer Mensch fällt, kann das schnell böse enden. Das will doch niemand.“

Muss man denn erst darauf warten, dass etwas passiert?Markus Treixler, Pendler

Die Deutsche Bahn, die für die Verkehrssicherungspflicht an dem Übergang zuständig ist, gibt auf Nachfrage unserer Zeitung an, dass keine Meldungen zu Stürzen vorliegen würden. „Es wurden auch keine entsprechenden Ansprüche geltend gemacht“, sagt eine Sprecherin. Aufsteller würden auf punktuell rutschige Stellen aufmerksam machen. Erneut wird zudem darauf verwiesen, dass der Bodenbelag „den Rutschhemmwert R11“ erfülle. Es handelt sich dabei um eine Einteilung in fünf Klassen von R9 bis R13, die zeigt, wie rutschfest ein Boden ist. „Der Bodenbelag ist eine Epoxidharzmischung, wie sie zum Beispiel bei Industrieböden üblich ist“, heißt es von Seiten der Bahn noch.

Pendler appelliert an Bahn: Guter Zeitpunkt, um zu handeln

Für Treixler dagegen ist die Situation am Regensburger Hauptbahnhof ein Ausnahmefall. „Egal an welchem Bahnhof – es ist nicht so wie hier.“ Er würde sich wünschen, dass die Bahn endlich reagiert. Der Beginn der Generalsanierung der Strecke zwischen Regensburg und Nürnberg wäre seiner Ansicht nach nun ein passender Zeitpunkt dafür. „Wenn in diesem Zeitraum weniger Fahrgäste unterwegs sind, könnte man doch einen neuen Belag aufbringen“, schlägt er vor. „Es kann doch nicht sein, dass sich hier niemand zuständig fühlt.“