Ein Passant klagt, dass der Übergang zwischen Bahnhof und Arcaden Regensburg regelmäßig zur Schlitterpartie wird

Von Lilly Mantel · 18. Februar 2025 um 16:00

Der Steg zwischen Bahnhof und Arcaden ist eine wichtige Verbindung, die täglich von zahlreichen Menschen genutzt wird, die zu den Gleisen oder zu den Geschäften in den Arcaden gelangen wollen. Doch scheint diese zuweilen gefährlich zu werden.

So sieht das zumindest Markus Treixler. Er ist Bahnpendler. Bei Regen, Schneetreiben, Nebel oder auch Luftfeuchtigkeit verwandle sich der Belag auf dem Steg geradezu in ein Eisstadion, so Treixler. Von rutschhemmendem Belag oder Warnschildern fehle hier jede Spur – die einzige Ausnahme: wenn sauber gemacht werde. „Ich ärgere mich jedes Mal, wie gefährlich es dort ist, sobald es auch nur ein wenig feucht ist“, sagt Treixler. Der Pendler fragt nach der Verantwortlichkeit. Jeder Hausbesitzer müsse sich ja auch darum kümmern, dass Gehwege, die zum Grundstück gehören, verkehrssicher sind.

Erst Montagmorgen habe Treixler einer älteren Dame über den Steg geholfen. Sie sei dort schon einmal gestürzt. Nun habe sie Angst, dass es noch mal passiert. „Die Gegebenheiten sind gesundheitsgefährdend“, so Treixler. Für ihn stellt sich die Frage: „Muss hier tatsächlich erst was passieren, bevor jemand handelt? “

Der Deutschen Bahn seien keine Unfälle bekannt

Für die Verkehrssicherungspflicht am Steg, ist die Deutsche Bahn zuständig. Deren Sprecherin erklärt: „Der Bodenbelag in der Überführung wurde im Jahr 2018 angebracht und entspricht der Rutschhemmklasse R11.“ Das ist eine Einteilung in fünf verschiedene Klassen – von R9 bis R13 –, welche die allgemeine Trittsicherheit einteilt und Einflussfaktoren der Rutschsicherheit charakterisiert. Je höher die Zahl, desto stärker die Rutschhemmung des Belags.

Der Belag R11 sei laut der Sprecherin der Bahn, auch für Außenbereiche geeignet. „Wir achten darauf, falls Stellen mit Rutschgefahren beispielsweise durch Schnee, der durch Passanten in die Überführung getragen wird, entstehen, schnellstmöglich entsprechende Warnhinweise (Aufsteller) durch unser Personal anzubringen“, so die Sprecherin der Bahn. Seit der Belag installiert wurde, seien der Bahn keine Unfälle bekannt, die auf ein Ausrutschen zurückzuführen seien.