Cocktails statt Cafébar: Bald kehrt wieder Leben ein ins Erdgeschoss des ehemaligen Centers

Von Lucia Pirkl · 5. Februar 2026 um 11:00

Ende März, Anfang April will Thilo Mahling sein Coronita im ehemaligen Center-Café in Abensberg (Landkreis Kelheim) neu eröffnen. „Oben rum“ – in der ehemaligen Disco – dauert es aber noch etwas länger. Das ist der Grund.

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An der blutroten Wand sieht man noch die ursprüngliche Bemalung im indigenen Stil, die die Center-Cafébar schmückte. Bald wird sie verschwunden, die Wände neu verputzt und gestrichen sein. „Das soll einen bronzefarbenen, hellbraunen Touch bekommen“, sagt Thilo Mahling. Der Coronita-Betreiber haucht der ehemaligen Café-Bar im Center-Erdgeschoss neues Leben ein. In diesen Tagen hat er einiges zu tun.

Er steht mitten in einer Baustelle und ist trotzdem zuversichtlich: „Bis Ende März, Anfang April können wir eröffnen.“ Wie berichtet, wird er mit dem Coronita aus der Latern’ ein paar Häuser weiter in Richtung Stadtplatz ins ehemalige Center ziehen und hier, im Untergeschoss seine Bar betreiben. Die rund 60 Quadratmeter mit altem Gewölbe tauscht er dann ein in mehr als das Doppelte an Fläche mit modernem Anstrich.

Die einzelnen Gewerke haben sich verzögert

Um sich das vorzustellen, braucht es im Moment noch etwas Fantasie: Noch sind die Decken offen, die Wände nicht verputzt, es sind weder Bar noch Sitzgruppen zu sehen. Eigentlich, so der ursprüngliche Plan, hätte schon alles fertig sein sollen. In einem ersten Gespräch hatte Mahling sogar mit Halloween als Start-Datum geliebäugelt, aber schnell war klar, dass das nicht funktionieren wird.

Reminiszenz an früher: Diese Bruchsteinmauer wird als Stilelement sichtbar bleiben. Rundherum aber erhält alles einen bronzefarbenen Anstrich. - Foto: Pirkl

Wie so oft auf Baustellen kam es auch hier zu Verzögerungen. Wenn sich ein Gewerk verschiebt, stockt auch das nächste. Die Weihnachtszeit mit einer vollen Innenstadt und Mahlings Stand auf dem Christkindlmarkt kamen dann auch noch dazwischen.

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Und die Aufgabenliste war lang: „Wir haben im Endeffekt kernsaniert“, erzählt Mahling. Unter anderem wurde die Elektrik ausgetauscht, die Toiletten erneuert, der Boden neu verlegt.

Dort, wo jetzt Autos parken, würde sich Barbetreiber Thilo Mahling einen Freisitz für seine Gäste wünschen. - Foto: Pirkl

Bald soll man hier mal gemütlich einen Cocktail schlürfen können, Mahling ist da zuversichtlich. In dieser Woche sollen die Decken eingezogen werden. Parallel dazu liefen schon Gespräche mit Inneneinrichtern, die nach den Vorstellungen von Mahling die lange Sitzbank und die Verkleidung herstellen. Einige der Arbeiten wird auch Mahling selbst übernehmen, zum Beispiel das Streichen.

Einen Hauch Retro-Look soll das Ganze bekommen. Richtig „retro“ werden nur eine Backsteimauer und eine Säule, die erhalten bleiben. Ein großer Barbereich mit optisch in Szene gesetzten Hängeregalen wird das Herzstück des Lokals werden. Gäste werden die altbekannten Räume dann in einem neuen Licht vorfinden– und das buchstäblich, denn drei Fenster zur Straßenseite sollen noch eingebaut werden. Auch hier hatten sich die Lieferungen verzögert.

Das Obergeschoss ist noch in der Warteschleife

Öffnen wird sich das Lokal nach außen auch auf eine andere Art und Weise wie die gewohnte: Der Eingang in die Bar ist dann nicht, wie früher, über dem Center-Haupteingang, sondern seitlich über eine Tür, die zu den Taxiparkplätzen hinausführt. Hier würde Mahling im Sommer, wenn es klappt, auch gerne Freisitze installieren, damit seine Gäste vom sommerlichen Stadtplatzflair profitieren können.

Geöffnet sein wird im Übrigen, wie schon im jetzigen Coronita, nur am Wochenende und vor Feiertagen. Denn Mahling arbeitet unter der Woche als Monteur.

Wie geht es mit dem Obergeschoss, dem eigentlichen Herzstück, der ehemaligen Disko weiter? „Das muss noch warten, bis hier unten mal der Betrieb läuft“, dämpft Mahling Erwartungen über eine schnelle Lösung, „erst dann kann ich das oben in Angriff nehmen.“ Und das werde dauern, „das ist nicht so schnell erledigt“. Mahling freut sich nun erst einmal auf den baldigen Start seiner Cocktailbar: „Das wird vom Ambiente her wirklich toll“, ist er sich sicher.