Center in Abensberg: Ab 2026 wird hier wieder gefeiert

Von Lucia Pirkl · 25. Oktober 2025 um 19:00

Derzeit laufen die Bauarbeiten im Inneren der ehemaligen Disco aus Abensberg auf Hochtouren: Vor allem im Erdgeschoss geht es voran. Im kommenden Jahr will man wieder eröffnen, zumindest einen Teil davon.

Die schwere Eingangstür mag verschlossen sein. Doch dahinter tut sich Einiges. Derzeit gehen hier Handwerker ein und aus, das Innere des ehemaligen Centers wird renoviert.

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„Im Unterbau laufen die Arbeiten auf Hochtouren“, verrät Jacob Horsch, Kuchlbauer-Braureichef und Eigentümer des Gebäudes. Elektro- und Inneneinrichtungen müssen erneuert, eine neue Theke muss bestellt werden. Auch die Toiletten wurden saniert. Ein neuer Boden wird auch noch verlegt. Dort wo einst die Cafébar des Centers war, will Coronita-Betreiber Tilo Mahling künftig seine Cocktails mixen.

Coronita-Betreiber Tilo Mahling (li.), hier mit Jacob Horsch, freut sich über das neue Domizil. - Foto: Pirkl

Wer den Barbetrieb im Erdgeschoss kennt, weiß: Tageslicht gab es hier nicht. Das soll sich ändern. Denn zur Straßenseite wird die Wand wieder geöffnet. Wo ehemals Fenster waren, sollen wieder welche eingebaut werden, „aber die Fenster haben eine extrem lange Lieferzeit“, so Horsch. Was die Bauarbeiten auch verzögert hatte, so Horsch, sei die alte Lüftung und die Elektronik gewesen. „Die Elektronik mussten wir ziemlich überholen.“

Wiederöffnung unten

Die Frage, die die Abensberger am Meisten interessieren dürfte, ist aber: Wann ist Wiedereröffnung? Horsch kann und will sich nicht auf die Woche, auf den Tag genau festlegen, weil man ja schließlich nie wisse, ob sich nicht noch etwas verzögert. „Wir werden aber im ersten Quartal zumindest unten eröffnen können“, verrät er. Und was wird aus der ehemaligen Disco im ersten Stock? Parallel zu den Renovierungsarbeiten im Erdgeschoss wird auch oben gearbeitet. „Wir müssen da noch in Gespräche gehen mit der Stadt und mit dem Jazzclub, ob der zurückkehren möchte in die Stadt. Wir versuchen, das möglichst zeitnah zu klären.“

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Der Gasthof, also der gesamte Komplex, in dem sich heute Wirtshaus, Hotel und eben das ehemalige Center befinden, wurde im Übrigen 1904 gebaut, nach dem verheerenden Brand. Mit den Schuttresten aus dem zerstörten Gebäude wurde unter anderem der Stadtgraben aufgefüllt. Aufgebaut wurde das Kuchlbaueranwesen dann wieder nach den Plänen des jungen Architekten Joseph Koch aus München. „Der hatte auch das Velodrom geplant oder die Neue Synagoge in Regensburg“, erzählt Horsch.

Jahrzehntelang wurde hier gefeiert und getanzt. Im Mai diesen Jahres war Schluss. - Foto: Nückel

Hopfendarre am Tanzboden

Bevor das Center zu dem wurde, was es jahrzehntelang war, nämlich eine Disco, wurde das Obergeschoss, als Hopfendarre genutzt. Unten war das Sudhaus und im Keller das Fasslager. Der Innenhof wurde von Kutschen angefahren. Ab 1972 führten dann die Geltls die Disco Center samt Cafébar im Untergeschoss. Aber auch davor war es schon eine Disco. Viele Bands gingen hier ein und aus, für so manche Abensberger war es das Wohnzimmer ihrer Jugend. Im Mai diesen Jahres verabschiedeten sich die Geltls mit zwei „Closing Partys“ von ihrem Center und ihren Stammkunden.

Dass es weitergehen wird, das Gebäude nicht einfach leer stehen wird, das freut nicht nur die Abensberger sondern auch Horsch: „Ich immer froh, wenn ein Stillstand zu Ende geht, wenn die Abensberger Gastronomie Zuwachs bekommt.“