Jetzt ist es raus: Mit ihm geht es im Center in Abensberg weiter

Tilo Mahling kennen in Abensberg viele als Chef des Coronitas. Mit dem zieht er um und wird zudem künftig auch das Center weiter betreiben. Das haben er und Brauerei-Chef Jacob Horsch vor.
Während viele bedauerten, dass das Center schließen werde, fanden im Hintergrund bereits Gespräche statt. Aber weil Jacob Horsch, Chef der Brauerei Kuchlbauer, der das Gebäude gehört, nur ungern über ungelegte Eier spricht, wollte er erst herausrücken, wer der neue Betreiber des Centers ist, nachdem der Vertrag unterzeichnet war. Für den einen oder anderen mag es vielleicht kein Geheimnis mehr sein: Tilo Mahling, der Betreiber des Coronitas, wird künftig das Center betreiben. Das Coronita wird weiterhin bestehen. Allerdings wird es mit ihm umziehen, und zwar ins Erdgeschoss des Centers.
Die Entscheidung dazu fiel zumindest für Mahling ziemlich schnell, „ich habe schon am nächsten Tag zugesagt“, so Mahling. Disko wollte er schon lange machen, schließlich sei ja auch die Bar lange geöffnet und Mahling das Arbeiten zu Nachtzeiten gewohnt. Mit dem Center habe er dann aber gar nicht gerechnet.
Gebäude soll nicht leerstehen
Als klar wurde, dass die Geltls nicht mehr weitermachen wollen, wollte sich Horsch erst einmal im Bekanntenkreis umhören. Und er und Mahling kennen sich schon seit zehn Jahren. Für den Brauereibesitzer war ziemlich schnell klar, dass das Gebäude nach dem Weggang der Geltls nicht lange leerstehen sollte. Von vielen wurde er darüber angesprochen, dass sie sich dort auch weiterhin eine Bühne für Bands und für den Jazzclub wünschten. Unter anderem auch Bürgermeister Bernhard Resch oder Landrat Martin Neumeyer hätten im Gespräch betont, wie wichtig der Erhalt als Kulturstätte im Stadtzentrum sei, so Horsch.
Um zu prüfen, was möglich ist, hatte Horsch das Gespräch mit den Behörden gesucht. „Es gibt schon Auflagen, die man einhalten muss“, sagt Horsch. So müssten beispielsweise die Backstageräume stillgelegt werden, weil es hier kein zweites Treppenhaus gibt. Raus muss auch die Elektrik.
Disko, Konzert oder Kleinkunst
Horsch wird zudem die Böden neu verlegen lassen und auch Theke und Ausschank werden erneuert. Und dann kann Mahling, der auch ein Bar-Catering betreibt, loslegen. Ursprünglich bestand eine leise Hoffnung, vielleicht sogar zum Gillamoos zu öffnen, wenn erfahrungsgemäß viele auf einen Absacker ins Center strömen. Aber das wird nicht klappen, denn schließlich hängt die Öffnung ja davon ab, wie schnell die Handwerker fertig werden. Mahling hofft auf spätestens Halloween als neue Öffnung.
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Im neuen Center will Mahling auch eine Art Disko betreiben. Dabei hat er alle Altersklassen im Blick. Anders würde es auch gar nicht mehr funktionieren, weil sich das Ausgehverhalten der jungen Menschen verändert hat und der Betrieb einer Disko nur noch mit jungen Menschen nicht mehr rentabel wäre. Aber auch, den Raum für private Feiern zu vermieten, so, wie es ja im Center auch jetzt schon der Fall ist, könnte sich Mahling vorstellen. Fest steht schon jetzt: Auch der Jazzclub soll hier wieder seine Heimat finden. Der Jazzclub zieht einstweilen für die kommende Wintersaison in das Stanxxs um (wir berichteten).

Horsch wiederum könnte sich zudem auch Kleinkunst oder Kabarett auf der Centerbühne vorstellen - freilich, ohne den zahlreichen Laientheaterspielern in Abensberg das Wasser abgraben zu wollen, wie er betont.
Geöffnet sein soll dann künftig freitags und samstags sowie vor Feiertagen oder eben, wenn Veranstaltungen sind. Und freilich auch zu besonderen Anlässen, wie dem UDO oder dem Faschingsdienstag. Und was passiert mit dem Gebäude, in dem das Coronitas jetzt ist, der ehemaligen Latern? „Das wird ausgeschrieben für einen Gastronomiebetrieb“, so Horsch.
Und wer im Übrigen an einem der beiden letzten Abende der „Ära Geltl“ dabei sein möchte, der muss sich vorab ein Ticket sichern, um den Besucherstrom etwas lenken zu können. Am 16. und am 17. Mai laden die Geltls das letzte Mal auf die Tanzfläche.