Jubiläums-Skitourenmeisterschaft „HOBOpur“ am Hohenbogen bringt neue Rekorde

Von Helga Brandl · 4. Februar 2026 um 11:00

Zum 10. Jubiläum der Skitourenmeisterschaft „HOBOpur“ übertrafen die Erstplatzierten der jeweiligen Kategorien ihre eigenen bisherigen Bestmarken und erzielten in der Jugend- und Damenklasse neue Rekorde. Sportliche Höchstleistungen und pures Vergnügen, bei dem Sekunden zur Nebensache werden, waren bei dieser Ausdauer-Veranstaltung für Wintersport- und Naturfreunde am Hohenbogen auch in diesem Jahr zu verzeichnen. Optimale Pisten- und Witterungsverhältnisse ermöglichten Spitzenleistungen und erfüllten die Wünsche der Teilnehmer.

Zufrieden blickte das Organisationsteam Ludwig Pongratz und Hans Hofmann auf die Anfänge des beliebten Sportevents am Hohenbogen, der ab 2010-2013 im jährlichen Rhythmus durchgeführt und ab 2015 auf einen Zwei-Jahres-Turnus umgestellt wurde. Wegen Corona musste die Veranstaltung 2021 verschoben und 2022 nachgeholt werden. Ab 2024 wurde die Sequenz beibehalten, weshalb im Jubiläumsjahr 2026 die 10. Skitourenmeisterschaft stattfinden konnte.

Großer Dank an den üppigen Helferstab

Ludwig Pongratz dankte dem „Vordenker“ Wolfgang Kuchler, der die Distanzveranstaltung entwickelt hat und zuvor als Veranstalter dabei war. Vor der Siegerehrung im „Lift-Stüberl“ an der Talstation sprach er dem Geschäftsführer der Hohenbogenbahn, Markus Müller, und seinem Team Dank und Anerkennung aus; ebenso dem langjährigen Unterstützer Ludwig Pfeiffer von der Skischule für sein stets offenes Ohr sowie der Bergwachtbereitschaft Neukirchen b. Hl. Blut für die Übernahme des Sanitätsdienstes und die Überlassung des Bergwachtraumes. Dankesworte gingen an den 20-köpfigen Helferstab für das Engagement auf allen Ebenen. „Ohne die Unterstützung aller Helfer gäbe es keine HOBOpur“, zeigte sich Ludwig Pongratz überzeugt und gleichzeitig dankbar, dass auch diese Skitourenmeisterschaft unfallfrei über die Bühne ging.

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In seinem Grußwort stufte Bürgermeister Markus Müller die HOBOpur als internationale Veranstaltung ein, die vor knapp 20 Jahren als „Schnapsidee“ geboren wurde und sich zwischenzeitlich zu einem einzigartigen Erlebnis in der Region entwickelt hat. Der Ideengeber und Initiator Wolfgang Kuchler hatte zur ersten Skitouren-Meisterschaft gleich internationales Publikum eingeladen. Sind nach Müllers Auffassung fünf Aufstiege eine gute Leistung, konnten inzwischen selbst die Bestmarken getoppt werden. Unvorstellbar, zumal mit 25 absolvierten Aufstiegen bei je 400 Höhenmetern und einer Streckenlänge von knapp zwei Kilometern sogar der Mount Everest überwunden wäre. Der Bürgermeister dankte den Ausrichtern und Teilnehmern, die in all den Jahren die Strapazen bei teils widriger Witterung mit eisigem Wind auf sich nahmen, und in einer stoischen Ruhe ihre Aufstiege meisterten. Er wünschte, dass sie den Hohenbogen in guter Erinnerung behalten und gerne wieder kommen.

Überregionale Strahlkraft

Auch Mitorganisator Hans Hofmann hieß alle Sportsfreunde, die den Kampf gegen die Natur gewagt haben, willkommen. Insbesondere sah er darin ein Zeichen der Solidarität, denn die Teilnehmer aus Bayern und Böhmen zeugen von der überregionalen Strahlkraft dieses exzellenten Sportereignisses. Ehe er zur Siegerehrung schritt, interpretierte er den Namen „HOBOpur“, der für sich spricht: Den Hohenbogen „pur“ aus eigener Kraft erzwingen, in „purer“ traumhafter Landschaft mit einem „puren“ Blick ins Tal ist ein „pures“ Erlebnis und eine „pure“ sportliche Leistung durch „pure“ Motivationen, die hochsteigen. Dieses Gedanken-Wort-Spiel ließe sich beliebig fortsetzen, war Hofmann überzeugt, als er in viele zufriedene und strahlende Gesichter blicken konnte. Akkurat im Jubiläumsjahr schafften die Athleten vom Jüngsten mit acht Jahren bis zum ältesten Tourengeher wieder zahlreiche Aufstiege auf den Hohenbogen und überboten in zwei Altersklassen die bisherigen Rekorde.

So übertraf sich im Bereich „Jugend männlich“ Felix Buchinger aus Eschlkam selbst und stellte mit 17 Aufstiegen (zuvor 14) bei 6800 Höhenmetern einen neuen Jugend-Streckenrekord auf. Ihm folgten mit je zehn Aufstiegen Toni Deglmann und Maximilian Baumann, Max Iglhaut (6), Leopold Deglmann (5) und Johannes Iglhaut (2). Einzige Teilnehmerin der „Jugend weiblich“ war Maria Schinabeck mit fünf Aufstiegen.

Wolfgang Hochholzer ist der „König vom Hohenbogen“

Den begehrten Titel „König vom Hohenbogen“ sicherte sich bei der 10. Skitourenmeisterschaft „HOBOpur“ Wolfgang Hochholzer aus Lam, der mit 25 Aufstiegen bei 10 000 Höhenmetern erfolgreich erneut das Rekordniveau erzielte. Pro Aufstieg und Abfahrt benötigte er im Schnitt circa eine halbe Stunde „Rundenzeit“, um hinaufzulaufen und auf Skiern wieder zum Startpunkt zurückzukehren. Kaum erreichten die Teilnehmer des Höhenmarsches den Tal-Meldepunkt im Skipavillon des Liftstüberls, marschierten sie unbeirrt wieder nach oben, wo sie am Berg ebenfalls ihrer Meldepflicht nachkamen. Dem unangefochtenen Sieger folgten Reinhard Unger (23), Viktor Wendler (20), Konrad Kufner, Markus Altmann, Thomas Roßberger (je 17), Moritz Unger, André Purschke, Patrick Ehrenthaler (je 15), Christian Helmert, Franz Xaver Hastreiter, Ludwig Pfeiffer (je 14). Letzterer hielt mit 14 Aufstiegen den Neukirchner Tagesrekord. Christian Meyer, Jan Paulus, Robert Brunner, Berthold Langguth und Josef Schütz meisterten 13 Aufstiege; Christian Seidl, Lukas Wittkowsky, Andreas Betzlbacher je 12; Martin Behringer, Jürgen Probst, Mario Farnhammer je 11; Hermann Kuchler, Simon Farnhammer, Andreas Breiter, Helmut Dietl, Florian Pielmeier, Patrick Niedermeier, Michael Münsterer je zehn Aufstiege. 23 weitere sportliche Teilnehmer erzielten jeweils einstellige Rundenzahlen.

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Die Gewinner freuten sich über Urkunden, Mützen und Sachpreise, gestiftet von der Schnapsbrennerei Meidinger. Eine Trophäe durfte zwar nur eine Athletin mit nach Hause nehmen, jedoch konnten die Erstplatzierten der übrigen Altersklassen den „HOBOpur“ – einen auf einer Holzplatte montierten Hohenbogen-Stein in unterschiedlicher Größe – zur bildlichen Erinnerung in Händen halten.

Herausragende Leistung bei den Damen

Titelverteidigung: Bei den Damen kristallisierten sich rekordverdächtige Leistungen heraus. Mit einer „Wahnsinns-Bestleistung“ bezwang Susi Zahlauer aus Zachenberg 22 Mal den Berg und knackte zum dritten Mal als Titelverteidigerin der Vorjahre die Rekordmarke. Damit übertraf sie sich um einen weiteren Aufstieg selbst und überwand erstmals 8800 Höhenmeter, wofür sie als dreimalige Siegerin in Folge als erste Teilnehmerin den HOBOpur-Wanderpokal mit nach Hause nehmen durfte. Von Freude erfüllt bezeichnete Zahlauer HOBOpur als etwas Besonderes mit Ultra-Distanz, bei dem alle unkompliziert teilnehmen können und jeder brutale Leistungen bringt.

Lob: Susi Zahlauer, die auch international unterwegs ist, lobte das Format von HOBOpur, das als anspruchsvolle Sportveranstaltung zu werten sei. Beachtlich auch die Leistungen ihrer Mitstreiterinnen Helga Dietl, Isabella Traurig, Sabine Kaufmann und Lena Schindler (je zehn Aufstiege) sowie sechs weiterer Sportlerinnen, die zwischen einem und acht Aufstiegen meisterten.