Eigene Kita geplant: Schwandorfer Firma Horsch nimmt Kinderbetreuung selbst in die Hand

Die Horsch Maschinen GmbH will auf ihrem Betriebsgelände im Gewerbegebiet Sitzenhof einen betriebseigenen Kindergarten errichten. Zu diesem Zweck hat der Schwandorfer Planungsausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag einstimmig eine Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Sitzenhof „Waldfabrik“ auf den Weg gebracht.
Die Verwaltung wurde beauftragt, den Änderungsbeschluss bekannt zu machen. Der Geltungsbereich der geplanten Änderung umfasst eine Gesamtfläche von rund 20,85 Hektar. Geplant ist laut Beschlussvorschlag ein Gebäude mit Räumen für zwei Altersgruppen (Krippe und Kindergarten) für insgesamt 36 Kinder. Die Einrichtung soll auf Kinder von Betriebsangehörigen beschränkt werden. Das Vorhaben der Firma Horsch soll der Steigerung der Attraktivität des Unternehmens dienen. Durch die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sollen Betreuungsengpässe reduziert und Betriebsabläufe stabilisiert werden, heißt es in der Verwaltungsvorlage.
Am Standort des geplanten Kindergartens befindet sich derzeit eine Grünfläche. Schutzgebiete der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie sowie Wasserschutzgebiete und festgesetzte Überschwemmungsgebiete sollen sich in unmittelbarer Umgebung nicht befinden. Eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sowie der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts sei ebenfalls nicht gegeben, heißt es im Voprlagebericht.
Wie Baudirektor Reinhard Schade bei der Sitzung betonte, wird die Stadt Schwandorf bei der Betreuung der Kinder außen vor bleiben. Die Firma Horsch beabsichtige, in Eigenregie einen Vertrag mit einem Kindergarten- und Kitabetreiber abzuschließen. 3. Bürgermeisterin, Marion Juniec-Möller (Grüne) sah darin eine Win-Win-Situation. Sie bezeichnete das geplante Vorhaben als eine „tolle Maßnahme zur Mitarbeiterbindung“. Gleichzeitig sehe sie darin eine mögliche Entlastung für die Stadt, weil dadurch gegebenenfalls in einer anderen Einrichtung eine Gruppe eingespart werden könne.