Beim Sportlerball des SV Erzhäuser in Bodenwöhr hieß es „Manege frei“

Von Mittelbayerische Zeitung · 2. Februar 2026 um 15:00

Die Hammerseehalle in Bodenwöhr verwandelte sich am vergangenen Samstagabend in eine Zirkusmanege. Magische Zauberer und tollpatschige Clowns trafen auf geschickte Jongleure, wagemutiger Akrobaten und Seiltänzer, muskelbepackte Kraftmenschen und zahlreiche weitere Maschkerer. Der SV Erzhäuser lud zum 27. Mal zu seinem Sportlerball ein, der diesmal unter einer Zirkuskuppel stattfand. Erneut war reger Zulauf zu verzeichnen.

Zahlreiche Faschingsfreunde, überwiegend dem Motto „Manege frei“ entsprechend fantasievoll maskiert, waren begeistert von der Stimmung und Atmosphäre in der entsprechend dekorierten Halle. Der im roten Frack und schwarzen Zylinder als Zirkusdirektor verkleidete SV-Chef Georg Lehner und Bürgermeister Georg Hoffmann (CSU), der ebenfalls in die Rolle eines Zirkusdirektors geschlüpft war, aber mit blauem Frack, hießen die Faschingsfreunde willkommen.

Von Partymusik bis hin zum Alpensound

Dann ging es auch schon los: Die in rote Arbeitsoveralls gekleideten Jungs der Stoapfälzer Spitzbuam bliesen zum Marsch und mischten das fröhlich bunte Partyvolk gehörig auf. Im Jahr 2003 spielten die Spitzbuam zum ersten Mal bei einem Faschingsball des SV Erzhäuser, damals noch in der alten Neunburger Stadthalle. Später insgesamt noch weitere 20 Mal. Sie sorgten mit ihrem urigen, bayerischen, rockigen und bunten Repertoire für bester Stimmung. Von Partymusik und kultigen Schlagern über volkstümliche Alpensounds und Evergreens bis hin zum Rock war alles dabei.

Die „wilden akrobatischen Wikinger-Mädels“ mit ihrem dreifach gehörnten Groumdeifl-Sepp holten sich einen Sonderpreis bei der Maskenprämierung. - Foto: tal

Wo der Clown mit der Artistin tanzt

Die riesige Tanzfläche war schnell gefüllt. Der Clown mit der Artistin, der Dompteur mit der Seiltänzerin, der Feuerschlucker mit der Schlangenfrau, der Messerwerfer mit der Kunstreiterin, der Magier mit der Trapezkünstlerin und der Zirkusdirektor mit seiner Assistentin übten sich im Drehen, Hüpfen und Gerumpel. Polonaise, La-Ola-Wellen, etwas Schunkeln – der farbenfrohe und magische Zauber der Zirkuswelt zog alle in seinen Bann.

Die Jumbos des TV Bodenwöhr gehorchten ihrer feschen Dompteuse Manuela, die sieben Wikinger-Akrobatinnen hatten den Groumdeifl-Sepp im Schlepptau, die Tiger- und Zebra-Ladies drehten eine Runde nach der anderen, der bunte Clown mit Knollennase strich sich genüsslich über seinen runden Bauch, die anmutige Leoparden-Lady zog die Blicke auf sich und der magische Zauberer Martin zauberte insgesamt sieben Kaninchen aus seinem riesigen Zauberhut.

Der bunte Clown mit runder Knollennase drehte bei der Maskenprämierung eine Runde nach der anderen. - Foto: tal

Dichtes Gedränge in der „Manegen-Bar“

„Hände nach oben, nach vorne, nach links und nach rechts“ forderten die Spitzbuam und die Welle der Begeisterung schwappte über, der Boden in der Hammerseehalle bebte. In der „Manegen-Bar“ herrschte dichtes Gedränge, es gab fast kein Durchkommen mehr. Die Jungs und Mädels hinter der Theke kamen gehörig ins Schwitzen, bis die Gäste mit Cocktails versorgt waren.

Ihre Kostüme waren gut abgestimmt – Sonja, Teresa, Theresa, Verena und Monja (v.l.) waren nicht nur recht bunt gekleidet, sie genossen den Abend in vollen Zügen. - Foto: tal

Die Stimmung brodelte bereits ihrem Höhepunkt entgegen, als der Auftritt der AWO-Tanzgruppe Oberviechtach angekündigt wurde. Gekonnt moderiert von ihrem Präsidenten Michael Welnhofer war es ein beeindruckender Anblick, als die 16 Garde-Mädchen, gekleidet in ihren grün-weißen Uniformen, zum Takt der Musik schwungvoll einmarschierten. Mit einer fulminanten Tanzeinlage war ihnen der Applaus der Gäste gewiss. Quasi als „i-Tüpferl“ setzten dann noch die beiden Tanzmariechen Pauline mit ihrer anmutigen und Julia mit ihrer akrobatischen Einlage einen weiteren Höhepunkt drauf. Kurz vor Mitternacht begeisterte die AWO-Tanzgruppe mit ihrem Schautanz unter dem Motto „Sonne, Mond und Sterne“, bei dem ein Mädchen auf Händen getragen quasi in die Halle schwebte.

Bei der Maskenprämierung kochte die Stimmung

Endgültig kochte die Stimmung über, als es kurz nach Mitternacht um die Maskenprämierung ging. Zahlreiche Runden mussten gedreht werden, bevor die Jury, bestehend aus Bürgermeister Georg Hoffmann, SV-Chef Georg Lehner, Zirkusdirektorin Andrea Ehebauer und AWO-Präsident Michael Wellnhofer sich einigen konnten.

Den 3. Platz belegten die sechs Jumbos vom TV Bodenwöhr mit ihrer Dompteurin Manuela. Auf dem 2. Platz landete Zirkusdirektor Matthias zusammen mit seinem Dompteur Tom, ihren vier in Rot sowie mit Federschmuck gekleideten Assistentinnen und den beiden Bären. Der 1. Platz gebührte Illusionist Martin, der reihenweise Hasen aus seinem riesigen Zauberzylinder zauberte. Zum Schluss ging noch ein Sonderpreis an die sieben „wilden akrobatischen Wikingerinnen“ mit ihrem gehörnten Groumdeifl-Sepp.

tal