Arbeitslosenquote in der Oberpfalz bei 4,3 Prozent – Experten erwarten trotzdem stabiles Jahr

Von Gerd Otto · 30. Januar 2026 um 16:30

Obwohl derzeit auch in der Oberpfalz „fehlende Impulse für die Wirtschaft und ein verhaltener Konsum für eine gedämpfte wirtschaftliche Entwicklung sorgen“ erwartet Fred Gaida, Chef der Arbeitsagentur Regensburg, für 2026 einen stabilen Arbeitsmarkt. Und Siegfried Bäumler, sein Schwandorfer Kollege, blickt ebenso positiv nach vorne. Schließlich ist die Zahl der gemeldeten Stellen im Vorjahresvergleich wieder gestiegen.

Oberpfalz besetzt Platz zwei unter Regierungsbezirken

Aktuell bedeuten die 28.628 Arbeitslosen (über 24.880 in Regensburg/Neumarkt/Kelheim sowie fast 11.000 in der mittleren Oberpfalz) eine Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent. So landet die Oberpfalz trotz einer gegenüber 2025 registrierten Zunahme der Arbeitslosen um fünf Prozent mit einer Quote von 4,3 ebenso wie Unterfranken knapp unter dem bayerischen Durchschnitt von 4,4 Prozent. Damit behauptet man hinter Schwaben (3,9 Prozent) Platz 2 unter den Regierungsbezirken.

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Niederbayerns Arbeitslosenzahl stieg innerhalb eines Jahres um 1,5 Prozent auf 35.100, woraus sich als Anteil an der Gesamtzahl der zivilen Erwerbspersonen eine Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent errechnet. Neben dem zur Regensburger Arbeitsagentur gehörenden Landkreis Kelheim verzeichnet der Kreis Landshut mit 3,9 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in Niederbayern, während die Städte Straubing und Passau mit 7,3 Prozent sogar noch hinter dem Oberpfälzer Schlusslicht Weiden (7,1 Prozent) landen – in den Kreisen Neustadt/Waldnaab sind es 4,1 Prozent und Tirschenreuth 4,3 Prozent.

Spitzenreiter ist Bad Tölz-Wolfratshausen – Schlusslicht Hof

Die höchste Quote in Mittelfranken meldet die Stadt Nürnberg mit 7,6 Prozent, während der Kreis Roth mit 2,6 Prozent sogar besser abschneidet als 2025. Spitzenreiter im Freistaat (344.777 Arbeitslose) ist derzeit Bad Tölz-Wolfratshausen mit 2,5 Prozent, bayerisches Schlusslicht die Stadt Hof mit 8,3 Prozent.

Im Agenturbezirk Regensburg verzeichnet der Landkreis Kelheim eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Quote von 3,9 Prozent, für die Stadt Regensburg wurde dagegen eine Steigerung um 0,5 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent ermittelt. Die niedrigste Quote verzeichnet der Landkreis Neumarkt mit 3 Prozent, 3,6 Prozent sind es im Kreis Regensburg.

Als „jahreszeittypisch“ und „sehr widerstandsfähig“ werden die Arbeitslosenquoten der Agentur Schwandorf gekennzeichnet: Vier Prozent im Landkreis Schwandorf, 4,5 Prozent rund um Cham sowie von 4,1 bis 6,2 Prozent im Landkreis sowie der Stadt Amberg.