Sprengstoff in BMW auf der A3 bei Regensburg gefunden: Spur zu Automatensprengern?

In der Nacht auf Freitag hat die Polizei bei einer Kontrolle eines silbernen BMW auf der A3 bei Regensburg mutmaßlich Sprengstoff gefunden. Die Autobahn blieb bis zu zehn Stunden lang gesperrt. Spezialisten sprengten Teile des verdächtigen Fundes. Gingen der Polizei hier Geldautomatensprenger ins Netz?
„Wir ermitteln in alle Richtungen und nehmen die Geldautomatensprengerszene in den Fokus“, sagte Alexander Groß, Sprecher des Bayerischen Landeskriminalamts (LKA) auf Anfrage. Einen politischen Hintergrund schließen die Ermittler derzeit aus.
Ermittlungsrichter soll über U-Haft entscheiden
Bei der Frau am Steuer des Wagens handelt es sich laut einer Pressemitteilung des LKA um eine 28-Jährige mit portugiesischer Staatsbürgerschaft, beim Beifahrer um einen 24-jährigen Niederländer. Am Freitagnachmittag wurden sie in Regensburg einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Das Amtsgericht erließ Haftbefehle – „aufgrund des Tatverdachts des Verabredens zum Verbrechen des schweren Bandendiebstahl mit Vorbereitung eines Explosions- oder Strahlungsverbrechens“ sowie weiterer Verstöße nach dem Sprengstoffgesetz.
Hier lesen Sie: Sprengstoff auf der A3 im Landkreis Regensburg? Was wir wissen und was nicht
Neben den bekannten Gegenständen, die später von Spezialisten der Technischen Sondergruppe des LKA gesprengt wurden, fanden die Einsatzkräfte zwei Brecheisen sowie einen Benzinkanister im Auto. Das Kriminaltechnische Institut untersucht indessen Reste der sprengstoffähnlichen Gegenstände.