Sprengstoff auf der A3 im Landkreis Regensburg? Was wir wissen und was nicht

Polizisten kontrollieren nachts auf der A3 im Landkreis Regensburg einen silberfarbenen BMW. Die sprengstoffähnlichen Gegenstände, die sie entdecken, führen den Polizeiangaben zufolge zu weitreichenden Maßnahmen. Was bisher bekannt ist – und welche Fragen offen bleiben.
Was wir wissen:
• Die Verkehrskontrolle fand heute, am Freitag, 30. Januar, gegen 2 Uhr auf der A3 im Bereich der Anschlussstelle Wiesent/Wörth an der Donau statt.
• In einem silbernen BMW wurde ein Gegenstand entdeckt, bei dem es sich mutmaßlich um Sprengstoff handelte.
• Der Gegenstand wurde gesprengt, es sei nicht sicher genug gewesen, ihn zu transportieren.
• Die Fahrerin und ihr Beifahrer wurden vorläufig festgenommen und sollen noch an diesem Freitag am Amtsgericht Regensburg einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Dieser entscheidet dann über eine mögliche Untersuchungshaft.
• Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen zu dem Vorfall übernommen. Die Teile des gesprengten Gegenstands sollen dort von Experten unter die Lupe genommen werden.
• Die A3 war aus Sicherheitsgründen gesperrt worden: in Fahrtrichtung Passau zwischen Rosenhof und Wiesent bis 12 Uhr, in Fahrtrichtung Nürnberg ab Tiefenthal bis 10.30 Uhr. Mittlerweile wurde die Vollsperre aufgehoben.
• Einsatzkräfte der Polizei sicherten den Ereignisort weiträumig ab.
• Nach Informationen der Mediengruppe Bayern prüft das Bayerische Landeskriminalamt auch Spuren zur Geldautomatensprenger-Szene.
Hier lesen Sie: Sprengstoff in BMW auf der A3 bei Regensburg gefunden: Spur zu Automatensprengern?
Was wir nicht wissen:
• Der tatsächliche Hintergrund des Fundes ist noch zu klären. Das LKA geht aber nicht davon aus, dass es sich um ein Verfahren im Bereich des Staatsschutzes handelt. Unter dem Begriff „Staatsschutz“ laufen Ermittlungen zu politisch motivierten Straftaten.
• Zu den Identitäten, Absichten und möglichen Hintergründen der beiden Festgenommenen gibt es keine bestätigten Informationen.
• Unklar ist, wie die weiteren Maßnahmen der Behörden aussehen.