Schwarzhofener Bauhof soll nach Kündigung in Stahlhalle umziehen

Von Ralf Gohlke · 27. Januar 2026 um 19:00

In Schwarzhofen (Landkreis Schwandorf) wird wieder fleißig gebaut. Sogar über einen eigenen Bauantrag musste der Marktgemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am Montag abstimmen. Dabei ging es um die Maschinenhalle für den Bauhof, die zwischen dem Feuerwehrhaus und dem Recyclinghof errichtet werden soll.

Dieser Punkt betraf auch die Bekanntgabe der Beschlüsse aus der vorangegangenen nichtöffentlich Sitzung. Bürgermeister Maximilian Beer (CSU) gab dazu bekannt, dass der Auftrag zur Herstellung des Bauwerkes an die Firma E.L.F. Hallen aus Holzminden zu einem Preis von 130.149 Euro, vergeben wurde.

Neubau als günstigste und dauerhafte Lösung

Beer erinnerte noch einmal kurz an die Vorgeschichte, die auf der Kündigung der Unterstellmöglichkeiten für den Maschinenpark des Bauhofs beruhte. Nachdem bereits verschiedene Möglichkeiten, unter anderem die Unterbringung in einer Art Zelt oder einer Halle in Holzbauweise, erörtert worden waren, hatte sich der Gemeinderat nun für eine Stahlkonstruktion als günstigste und auf Dauer wirtschaftlichste Lösung entschieden.

Geplant ist laut Beer, die Stahlhalle auf einer Betonbodenplatte zu platzieren. Die Länge beträgt 24 Meter, die Breite knapp 13 Meter. Auf Anregung der Bauhofmitarbeiter sollen drei große Tore eingebaut werden. Nachdem der Gemeinderat dem Bauantrag einstimmig sein Einvernehmen erteilt hatte, zeigte sich Bürgermeister Beer zuversichtlich, dass der Bau rechtzeitig bis zum verlängerten Räumungstermin der bisherigen Unterstellmöglichkeit im Juni fertig sein werde.

Ebenfalls keine Einwände gab es gegen den Bauantrag von Siegfried Forster zur Errichtung eines Rinderstalls in der Gemarkung Uckersdorf. Der Rathauschef hatte zuvor auf die Privilegierung für die Landwirtschaft hingewiesen.

Als „baurechtlich unstrittig“, vielmehr sogar als sinnvollen Lückenschluss, bezeichnete er das Vorhaben von Carolin Kriegseis und Michael Bengler für ein Einfamilienhaus mit integrierter Hobbywerkstatt, Garagen und Carport in einer Hanglage in Schwarzhofen. Einstimmigkeit herrschte auch dazu. Grünes Licht gab es auch für ein Drei-Familienwohnhaus, das durch Umbau und Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses und Errichtung von Garagen in Demeldorf entstehen soll. Bezüglich der Zufahrt und der Nähe zum Feuerwehrhaus seien mit dem Bauwerber Gespräche geführt worden, so Beer.

Die Einstimmigkeit, die bei dem Beschluss erzielt wurde, setzte sich bei der anschließenden Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus mit Garage in Schönau allerdings nicht fort. „Ein Haus an dieser Stelle – dafür gibt es nur ein klares Nein“, betonte der Bürgermeister.

Vorhaben in mehrfacher Hinsicht problematisch

Der Standort sei gleich in mehrfacher Hinsicht problematisch. Er liege nicht nur voll im Außenbereich, sondern widerspreche auch den Festsetzungen im Flächennutzungsplan, der Lage im Landschaftsschutzgebiet des Naturparks Oberpfälzer Wald und liege völlig außerhalb jeder Bebauung. Zudem sei das Grundstück weder mit Trinkwasser noch mit einer Möglichkeit zur Abwasserbeseitigung erschlossen.

Die eindeutige Ablehnung, welche die Verwaltung mit dem Paragraphen 36 a des Baugesetzbuchs begründet hatte, wollten die Schönauer Gemeinderäte Josef Ruider und Josef Fink (beide CWU) so aber nicht stehen lassen. Sie argumentierten, dass einige junge Leute gern in Schönau bauen wollten, es aber an geeigneten Flächen fehle. Daher sollte nicht gleich mit Ablehnung reagiert werden, argumentierten sie und stimmte beide dagegen. .

Weitere Themen in der Sitzung des Marktgemeinderats

• Schwarzachaue: Für einen positiven Abschluss des öffentlichen Teils sorgte die Information von Bürgermeister Beer, dass der Ausbau der „Sozial- und Wohlfühlfläche“ in der Schwarzachaue vom Wasserwirtschaftsamt Weiden heuer vorangebracht werden solle.

• Familienfreundlichkeit: Als erfreulich bewertet wurde vom Gremium auch die Weitergabe des silbernen Siegels als „Familienfreundliche Kommune 2026 bis 2030“ durch Andreas Immervoll (SPD).