Vom Strickwarenladen zum großen Handelsunternehmen: Frey Cham feiert 125 Jahre Bestehen

Von Tanja Fenzl · 28. Januar 2026 um 05:00

Das Modehaus Frey am Chamer Marktplatz, wie man es heute kennt, hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich – vom Strickwarenladen über das Geschäft für Waren aller Art bis hin zu einem der größten Handelsunternehmen in Ostbayern.

Wo heute ausgewählte Modemarken, Schmuck und neuerdings auch wieder Bücher verkauft werden, gab es Jahrzehnte nahezu alles: Schallplatten, Drogeriewaren, Kleidung, Schuhe, Schreib- und Kurzwaren, Zeitschriften und vieles mehr. Mit der Coop-Filiale im Untergeschosse war im Frey im Grunde lange Zeit alles zu bekommen, was man für den täglichen Bedarf benötigte.

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An den Wühltischen waren die Kunden beschäftigt. - Foto: Archiv Frey
Büroartikel und Schreibwaren fanden sich lange im Erdgeschoss des Kaufhauses. - Foto: Archiv Frey
Am 75-Pfennig-Tag – ursprünglich eingeführt zum 75-jährigen Bestehen des Kaufhauses – strömten die Kunden stets zum Frey. - Foto: Archiv Frey
Vor dem Kaufhaus Frey hielten die Busse, im Untergeschoss war ein Coop-Markt untergebracht. Auf dem Marktplatz waren in der Mitte Parkplätze, außen herum fuhr der Verkehr. - Foto: Archiv Frey
Die Frey-Familie bei einem Besuch des Chamer Volksfestes - Foto: Archiv Frey
Markantes Eckgebäude am Chamer Marktplatz - Foto: Archiv Frey
Früher üblich, heute kaum mehr irgendwo zu finden: die Hauskleider. - Foto: Archiv Frey
Eine große Auswahl an weißen Schürzen - Foto: Archiv Frey
Im Erdgeschoss gab es Kurzwaren aller Art. - Foto: Archiv Frey
Auch sämtliche Drogeriewaren gab es im Kaufhaus Frey. - Foto: Archiv Frey
Eine Modenschau anno 1953 - Foto: Archiv Frey
Auch Schallplatten wurden angeboten. - Foto: Archiv Frey
Diese Models präsentierten 1959 die neueste Mode. - Foto: Archiv Frey
So präsentierte sich das Kaufhaus Mathias Frey lange Zeit vor dem Bau der markanten Fassade. - Foto: Archiv Frey

Als Strickwarenladen angefangen

Dabei hatte das Unternehmen Anfang des 19. Jahrhundertes als Strickwarenladen angefangen, 1830 übergab Peter Frey diesen an Valentin Frey. Erst im Jahr 1901 – am 28. Januar – lässt sein Nachfahre Mathias Frey seinen Betrieb als Geschäft für Waren aller Art ins Handelsregister eintragen. 1960 stellt Frey als führendes Unternehmen auf das Freiwahlsystem um – die Kunden können sich selbst im Geschäft bedienen und an den Kassen bezahlen.

1966 expandiert Dr. Adalbert Frey und gründet das Frey-Centrum in Markredwitz. Das zweite große Frey-Haus bis heute. Ab 1975 gibt es im Frey in Cham im 3. Stock sogar Möbel, ehe ein Frey Möbelhaus 1978 auf 7500 Quadratmeter eröffnet wird. Nach weiteren Expansionen nach Weiden und Schwandorf geht Frey seit 2011 neue Wege: als Erlebnismodehaus wollen die aktuellen Inhaber Caroline Frey und ihr Neffe Amran Frey das Unternehmen in die Zukunft führen, zu dem inzwischen vier Modehäuser und drei Möbelhäuser gehören.

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