Paukenschlag in Falkenstein: Freie Wähler und Bürgermeister-Kandidatin nicht bei Wahl

Von Thomas Mühlbauer · 20. Januar 2026 um 11:00

Das ist ein echter Paukenschlag in der Marktgemeinde Falkenstein im Landkreis Cham: Bis Montagabend, 19. Januar, hätten die Freien Wähler Falkenstein 80 Unterstützungsunterschriften im Rathaus benötigt, um mit ihrer Liste bei der Kommunalwahl am Sonntag, 8. März, antreten zu dürfen. Doch diese Anzahl wurde verpasst.

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Damit dürfen die Freien Wähler nicht antreten. Besonders bitter: Auf Platz eins der Liste stand Veronika Schäffer, die mit der Unterstützung der Liste die Amtsinhaberin Heike Fries als Bürgermeister-Kandidatin herausfordern wollte .Auch auf der zweiten ausgelegten Liste für die Bürgermeisterwahl wurden die Unterschriften nicht erreicht. Damit wird aus dem Frauenduell um das Bürgermeisteramt nichts.

Es war eine spannende und lehrreiche Zeit, die ich nicht missen möchte.Veronika Schäffer

Mit der Nichterreichung der Unterschriften ist auch klar: Die Freien Wähler aus Falkenstein dürfen nicht zur Kommunalwahl in der Marktgemeinde antreten. Veronika Schäffer persönlich informierte darüber über ihre sozialen Kanäle. Sie bedankte sich dabei trotz allem bei allen, die sie in den vergangenen Wochen unterstützt hätten. „Es war eine spannende und lehrreiche Zeit, die ich nicht missen möchte“, schreibt sie.

Auf eine Anfrage unserer Zeitung sagte Schäffer am Dienstagmittag: „Trotz großer Bemühungen ist es den Freien Wählern nicht gelungen, innerhalb der vorgesehenen Frist ausreichend Unterstützungsunterschriften für einen Antritt zur Wahl 2026 zu sammeln. Damit ist eine Teilnahme an der Wahl aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Es ist dadurch auch nicht möglich, dass ich weiter als Bürgermeisterkandidatin kandidiere. Wir nehmen dieses Ergebnis zur Kenntnis und bedanken uns ausdrücklich bei allen Unterstützern, die uns ihr Vertrauen ausgesprochen haben.“

„Nehmen dieses Ergebnis zur Kenntnis“

Von Seiten der Gemeinde Falkenstein wollte man zu den getroffenen Aussagen von Schäffer sich offiziell nicht äußern. Bürgermeisterin Heike Fries und die Vertreter aus dem Wahlamt teilten dazu unisono mit, dass am Dienstagabend um 19 Uhr der Wahlausschuss tagt und das Ergebnis offiziell festgestellt und bekannt gegeben wird.“ Diese Bekanntgabe nahm nun Schäffer gegenüber unserer Zeitung und in den sozialen Medien schon selbst vorweg.

Wahlkampf stieß auf Kritik

Ob Schäffer überhaupt eine realistische Chance gegen Amtsinhaberin Fries gehabt hätte, schien von Beginn an fraglich.

Denn Schäffers Wahlkampf war nicht von Erfolg gekrönt. Gleich zu Beginn ihrer Kandidatur im Juni brachte sie viele ehrenamtliche Bürger, die in Vereinen tätig sind, gegen sich auf, als sie sich dahingehend äußerte, dass in der Marktgemeinde nichts los ist. Daraufhin kassierte sie viel Kritik, unter anderem vom „Team Ferienprogramm Markt Falkenstein“.

Damit werden die Falkensteiner am 8. März nur einen Namen auf dem Stimmzettel zum Bürgermeisteramt finden, den von Heike Fries. Für sie wird sich dann auch zeigen, wie viel Bestätigung sie für ihre Arbeit in den letzten sechs Jahren bekommt. Oftmals, wenn ein amtierender Bürgermeister alleine zur Wahl antritt, sind 85 Prozent und mehr keine Seltenheit.

Nicht genügend Bürger kamen ins Falkensteiner Rathaus, um die Liste der Freien Wähler mit einer Unterschrift zu unterstützen. - Foto: Ulrike Kollmer

Weitere Listen mit genügend Unterschriften

Frist ging bis Montag: Neben den Freien Wählern Falkenstein benötigten auch weitere Listen im Altlandkreis Roding sogenannte Unterstützerunterschriften, um zur Kommunalwahl am 8. März zugelassen zu werden, benötigten mehrere Listen im westlichen Landkreis Cham sogenannte Unterstützerunterschriften. Dazu lief die Frist am Montagmittag ab.

Roding: Die Frauenstimme Roding konnte die 180 nötigen Unterschriften bereits frühzeitig vorweisen und darf damit zum ersten Mal bei der Wahl antreten.

Stamsried: Mehr als 70 statt der geforderten 60 Unterschriften trug die neue Landunion in Stamsried zusammen und ist damit für die Wahl zugelassen.

Michelsneukirchen: Auch für die erstmals antretende Junge Kandidatenlisten in Michelsneukirchen hat es gereicht.

Walderbach: Genügend Unterschriften konnte ebenso die Perspektive Walderbach sammeln.