Frauen-Duell um Bürgermeister-Stuhl: Falkensteins Amtsinhaberin Heike Fries bekommt Konkurrenz

Nun ist es offiziell: Veronika Schäffer (65) wirft ihren Hut bei der Kommunalwahl 2026 in den Ring und tritt für die Freien Wähler Falkenstein gegen die Amtsinhaberin Heike Fries um das Bürgermeister-Amt an.
Die Nachricht machte unlängst in der Marktgemeinde die Runde. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagt Veronika Schäffer zu den Beweggründen ihrer Kandidatur: „Ich war und bin schon immer interessiert an Politik.“
Aktuell baut sie mit ihrer Familie das Wohnhaus ihrer Eltern in der Straubinger Straße um, in das sie mit ihrem Ehemann im Herbst ziehen wird. Dann wird auch der Wohnsitz, aktuell noch Regensburg, nach Falkenstein umgemeldet.
Schäffer umreißt ihre Kandidatur gegen die Amtsinhaberin so: „Es heißt nicht nur meckern, sondern auch anpacken.“ Und nachdem Heike Fries gegenüber unserer Zeitung ihre erneute Kandidatur auf Nachfrage noch einmal bekräftigte, wird es auf ein Duell der beiden Frauen hinauslaufen.
„Es ist nichts mehr los“
Und anzupacken gäbe es vieles in Falkenstein, so die 65-jährige Veronika Schäffer, die auf ihren sozialen Kanälen die Bürger in Zukunft, wie sie selbst sagt, „mitnehmen möchte“. Gefragt, was ihr denn so spontan in den Sinn kommt, nennt sie unter anderem die Absage der 950-Jahr-Feier des Ortes. Doch das ist für die bald Falkensteinerin noch nicht alles, auch einen Maibaum oder größere Feste vermisst sie. Daraus schlussfolgert Schäffer: „Es ist einfach nichts mehr los in Falkenstein.“ Zudem liege ihr gerade die Burg als Ausflugsmagnet am Herzen.
Dass sie ihren Hut für die Freien Wähler, deren langjähriger Vorsitzender Georg Höcherl warm in den Ring wirft kam so zustande: „Ich bin auf die Freien Wähler zugegangen und habe mein Interesse bekundet.“
Diese seien froh über dieses Engagement gewesen, zugleich übernahm sie bei einer kürzlich durchgeführten Wahl den Ortsvorsitz von Höcherl und ließ sich viel Rückenwind mitgeben für den anstehenden Kommunalwahlkampf. Denn die Freien Wähler schickten sie mit viel Applaus ins Rennen, berichtet sie.
Die Frage, ob es gegen Amtsinhaberin Heike Fries nicht schwierig werden könnte, als Siegerin hervorzugehen, wischt Schäffer gekonnt weg und sagt selber: „Ich traue es mir zu, ich bringe mit 65 Jahren auch viel Erfahrung mit.“ Denn immer wieder sei ihr, wie sie sagt, zu Ohren gekommen, dass die aktuelle Bürgermeisterin gar nicht mehr antreten möchte. Das entkräftigt aber Fries gegenüber unserer Zeitung und macht klar, dass sie Rathaus-Chefin bleiben möchte.
Es steht jedem frei zu kandidieren. Der Bürger muss zum Schluss entscheiden, wem er das Vertrauen schenkt.
Heike Fries, Falkensteins Bürgermeisterin

Dass aktuell im Herzen von Falkenstein, gerade beim Schröttinger-Areal viel passiert, sieht Schäffer sehr wohlwollend: „Es ist gut, dass etwas passiert, denn aktuell höre ich immer wieder, dass viele Auswärtige sagen, dass in Falkenstein nichts los ist.“ Nachdem sie aus einer alt eingesessenen Falkensteiner Familie entstammt, ehe es sie beruflich nach Regensburg verschlug, sei es für sie eine Herzensangelegenheit anzutreten, um Falkenstein in die Zukunft zu führen.
Fries sagt angesprochen auf die Kandidatur von Schäffer: „Es steht jedem frei zu kandidieren. Der Bürger muss zum Schluss entscheiden, wem er das Vertrauen schenkt.“ Gleichzeitig informiert die amtierende Bürgermeisterin darüber, dass es zur nächsten Kommunalwahl wieder eine freie, parteilose Falkensteiner Liste geben wird wie bei der letzten Wahl. Dazu sagt Fries: „ Ich bin der Meinung, dass im Gemeinderat Parteidenken keinen Sinn macht. Es muss immer um die Sache, um unsere Marktgemeinde gehen.“
Rückblickend ist die Bürgermeisterin überzeugt, dass diese Liste eine gute Entscheidung war. Das Ergebnis daraus könne man jetzt im Marktgemeinderat verfolgen.
„Kirchturmdenken vorbei“
„Wir haben ein sehr gutes Miteinander und haben schon sehr viel zusammen geschafft – und einiges liegt auch noch vor uns“, blickt Fries zurück, aber auch gleichzeitig voraus. Doch das, so Fries, gehe nur gemeinsam, wenn man an einem Strang ziehe und nicht gegeneinander arbeite.
Weiter freut sich Heike Fries darüber, dass es mittlerweile im Marktrat kein „Innen gegen Außen“ und umgekehrt mehr gäbe. Daraus schlussfolgert die Bürgermeisterin, die seit dem Jahr 2017 im Amt ist: „Das Kirchturmdenken ist vorbei. Wir arbeiten zusammen für die ganze Marktgemeinde.“