„Heike, mach bitte weiter“: Kandidiert Falkensteins Bürgermeisterin Fries erneut?

Von Mittelbayerische Zeitung · 22. Dezember 2024 um 19:00

Im ersten Tagesordnungspunkt der jüngsten Marktratssitzung in Falkenstein ging es um den Bebauungsplan Schwabenbüchsen. Dazu stellte das Planungsbüro MKS noch einmal den letzten Änderungen vor.

Die Stellungnahmen, die noch einmal eingingen, wurden eingearbeitet, so dass der Marktrat diese zur Kenntnis nahm und den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan fasste.

Mehrere Bauanträge

Ein Bauantrag lag dem Marktrat auf Anbau an eine bestehende Gerätehalle/Lagerhalle in Eckerzell vor. Dieser wurde befürwortet. Auch die Änderung des Bebauungsplanes Spielothek (Birnerstraße) bedurfte keiner großen Diskussion. So wurde auch hier der Satzungsbeschluss gefällt. Der Durchführungsvertrag zwischen dem Vorhabenträger und dem Markt Falkenstein wurde inzwischen ebenfalls geschlossen, so Bürgermeisterin Heike Fries.

Ebenfalls einstimmig erfolgte der Beschluss über die Einbeziehung der Gemeindeverbindungsstraße in Aipoln .Über die Kosten dafür wurde öffentliches Stillschweigen vereinbart. Zum zurückliegenden Christkindlmarkt sagte Fries, dass dieser ein großer Erfolg war. Zum Schuldenstand der Marktgemeinde informierte die Bürgermeisterin darüber, dass dieser zum 31. Dezember 2024 bei 4,4 Millionen Euro liegen wird.

Blick auf die nächsten Kommunalwahlen

Zum Ende des Jahres ist es Tradition in Falkenstein, dass die Bürgermeisterin auch einen Blick zurückwirft. In ihrem Fall warf Fries auch den Blick auch schon auf das Jahr 2026, wo die nächsten Kommunalwahlen stattfinden. Fries sagte zunächst: „Es ist einfach mal an der Zeit Danke an den Gemeinderat zu sagen, das ist mittlerweile kein einfaches Ehrenamt mehr. Man muss sich von den Bürgern viel anhören.“ Dann wurde die Bürgermeisterin deutlich: „Das finde ich nicht gut und auch nicht richtig, aber vermutlich ist mittlerweile die Zeit einfach so.“ An den Gemeinderat gerichtet, sagte sie, dass man im Gremium sehr gut miteinander kann.

Mit Blick in die eigene Zukunft, sagte Fries: „Ich weiß nicht, ob ich 2026 noch einmal antreten werden, dass wird das Jahr 2025 zeigen.“ Ihr war es deutlich anzumerken, dass die immer häufiger einprasselnde Kritik am Marktrat und auch an ihr persönlich Spuren hinterlassen hat. So sagte sie weiter: „Ich stelle mich gerne vor euch. Ich bin stolz auf euch, denn es kann nur miteinander gehen.“

Zudem merkte sie an, dass man gerade als Marktrat und als Bürgermeisterin in Falkenstein oft ein dickes Fell braucht. Zusammenfassend sagte sie an den Marktrat gerichtet: „Wir haben im letzten Jahr aber vieles geschafft.“

„Heike, mach bitte weiter“

Zweiter Bürgermeister Joachim Eberl gebührten die Schlussworte: „Wir haben im letzten Jahr vieles bewegt, da gehört auch untereinander viel Vertrauen dazu, dass ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich.“ Auch Eberl erkannte die Zeichen der Zeit und interpretierte die vorangegangenen nachdenklichen Worte der Bürgermeisterin und sagte an Fries gerichtet: „Der Marktgemeinderat arbeitet sehr gerne mit Dir zusammen, deshalb mach bitte 2026 weiter.“

Informationen zur Ortsstraße Arrach

Wieder befahrbar: Bürgermeisterin Heike Fries informierte zudem, dass die Ortsstraße in Arrach wieder befahrbar ist.

Im kommenden Jahr geht es weiter: Im Frühjahr 2025 wird die Baumaßnahme in Richtung des Feuerwehrgerätehauses fortgesetzt.