Herz des Marktes Falkenstein schlägt bald wieder: Umbau von Schröttinger Bräu kommt gut voran

Bald wird das Herz mitten im Markt Falkenstein im Landkreis Cham wieder schlagen: Nachdem über zehn Jahre nichts passiert ist sind seit Oktober 2024 die Arbeiten im vollen Gange.
Das Areal des Schröttinger Bräus wird künftig Platz für Gastronomie mit Nebenräumen, ein umfangreiches Paket für Vereine mit Kegelbahn, Schießständen und Aufenthaltsträumen bieten. Hotelzimmer und öffentliche geförderte Wohnungen werden ebenfalls gebaut. Bei einer Besichtigung am Samstagvormittag waren Bürgermeisterin Heike Fries, einige Gemeinderäte, eine Abordnung der CSU und Listenkandidaten von den Fortschritten auf der Baustelle sehr angetan.

Fries begrüßte unter anderem Landtagsabgeordneten Gerhard Hopp und CSU-Landratskandidat Michael Multerer. Sie übergibt das Wort an Investor Thomas Dietlmeier. Der betonte, dass das Projekt ohne das Engagement des Gemeinderates sowie der Bürgermeisterin und ihren Stellvertretern nicht möglich wäre und lobte die Arbeit der Handwerker. „Wir versuchen, die Wünsche und Anregungen der Bevölkerung umzusetzen“, sagte Dietlmeier. Denn das Bauen sei noch die einfachere Aufgabe, später ginge es darum, das Konzept nicht nur auf Gastronomie auszulegen sondern andere Möglichkeiten für große und kleine Events, Vereine und so weiter zu schaffen.
Räume für die Vereine
Hopp und Multerer zeigten sich beeindruckt von den Baumaßnahmen und sprachen dem Markt Lob aus für den Mut, ein solches Projekt anzugehen. Fries ergänzte, dass auch ohne Förderungen der Umbau des Schröttinger Bräus nicht denkbar wäre.
Projektleiter Klaus Baumann führte die Gruppe durch das Areal. Die Sanierung findet von oben nach unten statt, das heißt im Keller und Erdgeschoss ist noch am wenigsten passiert. Wenig heißt in diesem Fall aber sehr viel. Im Oktober 2024 begannen die Abrissarbeiten. Mittlerweile ist die neue Kegelbahn schon gut erkennbar und ein Treppenhaus ist entstanden. Im Keller sollen vor allem Vereine Raum finden. Auch der Aufzug hat bereits seinen Platz, der eine wichtige Komponente der Barrierefreiheit darstellt.

Saal für bis zu 400 Personen
Im Erdgeschoss werden ein Saal entstehen, der Platz für bis zu 400 Personen bietet und die Gastronomie, dafür wird es eine Umfrage in Falkenstein geben. „Wie stellt sich der Falkensteiner einen Gastraum vor?“, so Dietlmeier. Überquert man den Innenhof, wo der Biergarten entstehen soll, steht man in dem ältesten Gewölbe von etwa 1680, das künftig von der Marktgemeinde als Eventlokation, für zum Beispiel Konzerte, genutzt wird. Daneben befindet sich der Zugang zur Quartiersparkgarage für deren Bau die Förderungen noch fehlen. „Wir brauchen die Förderung für die Quartiersparkgarage, um sie bauen zu können und uns nutzt das schönste Areal nichts ohne genügend Parkplätze“, gab Fries Hopp mit auf den Weg. Der Landtagsabgeordnete gab keine Versprechen, nahm es aber als Auftrag mit.
Besonders interessant wird es in den oberen Geschossen, denn dort sind die Sanitär- und Heizungsarbeiten bereits abgeschlossen und die Trockenbauwände stehen ebenfalls. In diesem Bereich entstehen Wohnungen für Senioren und Familien. „Mehrgenerationenwohnen“, erläutert Fries. Außerdem wird es Hotelzimmer und Ferienwohnungen geben. „Die Ferienwohnung hat zwischen 60 und 70 Quadratmetern“, so Dietlmeier. Die Wohnung ist eines der Highlights im Dachgeschoss, denn die Holzbalken aus dem Jahr 1846 bleiben bestehen und werden sichtbar sein. In den Räumlichkeiten stehend kann man sich, trotz Baustelle, schon vorstellen, wie hier Familien Urlaub machen.

Fertigstellung: Frühjahr 2027
‚Die Seniorenwohnungen sind barrierefrei und bieten Platz für ein bis zwei Personen. Wohnen mitten im Markt, dafür stehen die Räume. „Theoretisch wären die Wohnungen bis Juli bezugsfertig, denn zwischen Ostern und Pfingsten kommt der Fliesenleger“, so Baumann. Bei den Wohnungen sei aber keine Eile geboten, denn der Rest des Areals wird voraussichtlich im Frühjahr 2027 fertiggestellt.
Die Holzbalkendecken mussten komplett erneuert werden, da diese sonst bald zu Bruch gegangen wären, so Baumann weiter. Alles in allem liegt der Bau sehr gut in der Zeit. Eine starke Leistung, denn das Grundstück hat 4500 Quadratmeter und die Bruttogeschossfläche beläuft sich auf etwa 5000 Quadratmeter.

Fries bedankte sich bei Klaus Baumann für die Führung und die „tolle Arbeit“, Er erntete Applaus, denn alle Anwesenden zeigten sich begeistern vom Fortschritt der Baumaßnahme, die dem Markt im Herzen Falkensteins wieder Leben einhauchen soll.
Bürgerbeteiligung
Start im Februar: Geplant ist eine Bürgerbeteiligung zum Thema „Wir gestalten unseren Schröttinger Bräu“ mittels QR-Code. Bürger können Vorschläge, Wünsche und Anregungen mitteilen. Ab Februar wird der QR Code auf dem Whats-App-Kanal, Facebook und Insta der Marktgemeinde zu finden sein.
Digital und analog möglich: Wer es nicht digital ausfüllen möchte, kann sich das Formular im Falkensteiner Rathaus auch abholen. Nähere Informationen dazu folgen noch.
Grundidee: Der Schröttinger Bräu soll für die Bürger Falkensteins sein und diese sollen sich auch einbringen können.