Chamer Unternehmen expandiert weiter: Neues Konzept soll Frey auch in kleinere Städte bringen

Kein Aprilscherz: Zum 1. April öffnet Frey ein weiteres Geschäft – das achte innerhalb der Unternehmensgruppe mit Sitz in Cham. Frey geht in Sulzbach-Rosenberg im Landkreis Amberg-Sulzbach neue Wege verrät Unternehmensleiter Helmut Hagner: „Wir wollen versuchen, in kleineren Städten den stationären Handel mit einem Frey-Konzept zu etablieren.“
Video aus dem Jahr 2024
Eine gute Möglichkeit, die Idee umzusetzen, habe man nun in Sulzbach-Rosenberg gefunden. Dort schließt das alteingesessene Textilgeschäft Carl Schmidt, wo es 190 Jahre lang Damen- und Herrenbekleidung, Bettwäsche und Gardinen zu kaufen gab. Frey übernimmt die Immobilie, und wird hier künftig Damenbekleidung und Wäsche anbieten.
Damit wolle man sich eine neue Zielgruppe in der knapp 20 000 Einwohner-Stadt erschließen, ihr ein perfektes Sortiment bieten – und dabei zugleich ausloten, wie ähnliche Ableger in Zukunft funktionieren könnten. Ein skalierbares Modell, wie auch in kleineren Städten das Frey-Konzept funktionieren kann.
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Das kleinste Haus bisher in der Frey-Gruppe
Denn mit 600 Quadratmetern Verkaufsfläche wird Sulzbach-Rosenberg mit Abstand das kleinste Modehaus in der Frey-Gruppe sein, zu der bisher vier Modehäuser und drei Einrichtungshäuser gehören.

Im Jubiläumsjahr – Frey feiert heuer 125 Jahre – stellt sich das Chamer Unternehmen für die Zukunft auf, behält dabei aber die Region im Blick. „Frey wird es sicher nicht in Hessen geben“, stellt Hagner klar. Oberfranken und Niederbayern als Anrainer-Bezirke an die Oberpfalz seien realistische Expansionsregionen. Standorte müssten erreichbar sein und in die Unternehmensgruppe passen.
Innenstädte beleben, wo andere Filialisten nicht hingehen
In Sulzbach-Rosenberg hätten viele Variablen gestimmt: Konzept, Miete, Wettbewerb, nennt Hagner nur ein paar der Gründe, wieso Frey genau hier den nächsten Standort plant. Geht die Rechnung auf, kann man sich bei Frey weitere ähnliche Geschäfte vorstellen. „Wir sehen das als neue Möglichkeit, Innenstädte zu beleben, wo vielleicht eine Unternehmensnachfolge nicht gesichert ist und an denen die üblichen überregionalen Filialisten nicht interessiert sind.“
In den kommenden Wochen werden noch kleinere Umbaumaßnahmen in Sulzbach-Rosenberg erfolgen – „nicht viel, insgesamt ist das Gebäude gut in Schuss“, sagt Hagner.
Auch die Personalsuche gestaltete sich recht einfach: Die elf Mitarbeiterinnen des Textilhauses Schmidt werden zu den rund 550 bisherigen Frey-Mitarbeitern stoßen.
Sieben Generationen Frey halten Handelstradition aufrecht
Frey wird in siebter Generation von Caroline und Amran Frey geführt. Das Unternehmen wurde laut Firmen-Angaben 1830 als Kurz- und Strickwarenladen gegründet, und 1901 ins Handelsregister eingetragen. Inzwischen gibt es Frey Modehäuser in Cham, Marktredwitz, Schwandorf und Bad Kötzting – die Geschäfte haben zwischen 2000 und 8000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Möbelhäuser unterhält die Unternehmensgruppe n Cham, Weiden und Marktredwitz.