Überraschung: Aus der Brauerei Dimpfl in Furth im Wald wird Mayerbräu

Andreas Mayer pachtet die Brauerei Dimpfl von Matthias Strauß. Was das für das Unternehmen in Furth im Landkreis Cham bedeutet und an welcher neuen Biersorte er gerade tüftelt, erzählt er im Sonntagsgespräch.
Anläufe, mehr und mehr in den Hintergrund zu treten, hat Strauß in den vergangenen Jahren schon häufiger gemacht. Auch die Schlagzahl hat er bereits verringert. Ab 1. Februar ist es fix: Andreas Mayer, bisher Mitarbeiter der Further Traditionsbrauerei, wird nun Pächter.
Strauß bleibt Berater
Noch verschwindet der Name Dimpfl nicht komplett. „Solange wir noch Flaschen mit dem Etikett im Keller haben, werden diese auch ausgeliefert.“ Im April, schätzt der neue Pächter, könnte das Lager leer sein.
So ganz wird Strauß aber nicht von der Bildfläche verschwinden: „Er wird mir in beratender Funktion weiter zur Seite stehen.“ Gerade bei den großen Festen, wie beim Pfingstfest in Bad Kötzting, seien seine Erfahrungen von unschätzbarem Wert. „Da wird er mich auch unterstützen.“

Feste sind überhaupt ein Thema, das Mayer anpacken will. So wird es den Rückzug vom Rückzug geben. Der Jungunternehmer will seinen bestehenden Kundenstamm der kleinen Gleißenberger Brauerei, die er seit einiger Zeit im Nebenerwerb betreibt, mit dem der Brauerei Dimpfl verschmelzen. Er hat auch bereits neue Kontakte geknüpft, will wieder vermehrt Vereins- und andere Feste mit seinem Gerstensaft versorgen. Natürlich soll sich nicht alles ändern. Das Cave-Bier bleibt, ebenso das Kötztinger Festbier.
Keine Erweiterung
Die Gleißenberger müssen sich dabei nicht vor einem Leerstand fürchten. Das Brauhaus bleibt in seiner jetzigen Form bestehen. Zum einen hat er aufgrund erhaltener Fördergelder ohnehin die Pflicht, weiterzumachen. „Zum anderen hat es genau die richtige Größe, um Bier zu brauen, das ich nicht in so großen Mengen brauche.“ Er denke da zum Beispiel an sein Bock- oder das Gleißenberger Kirchweihbier. Außerdem möchte er die „Zweigstelle“ als Versuchslabor nutzen, um neue Biere zu entwickeln. Gibt es da schon konkrete Ansätze? „Derzeit forsche ich an einem Weißbier.“ Dass traditionelle Hefeweißbier soll mittelfristig auf den Markt kommen. An eine Erweiterung der Brauerei in Furth im Wald denkt Mayer im Moment übrigens nicht: „Die bestehenden Anlagen sind alle vollkommen ausreichend.“