Politische Prominenz lobt Sana Klinik in Cham und Gesundheitscampus in Roding

Wie groß die Bedeutung einer medizinischen Versorgung vor Ort ist, hat sich am Donnerstagnachmittag in der Sana Klinik in Cham wieder gezeigt. Bernhard Seidenath, gesundheitspolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, besuchte das Krankenhaus – und war nicht nur vom Zukunftsprojekt „Gesundheitscampus“ in Roding begeistert.
Gemeinsam mit Landtagsabgeordnetem Gerhard Hopp, Landrat Franz Löffler, Chams Bürgermeister Martin Stoiber und CSU-Landratskandidat Michael Multerer verschaffte sich Seidenath einen Überblick über das Krankenhaus. Der Grundtenor zur Sana Klinik in Cham war klar. Kurze, schnelle Wege. Funktionelle Bauweise. Parameter, die für einen guten Krankenhausbetrieb äußerst förderlich sind.
Das bestätigte auch Chefarzt Dr. Christoph Sellier bei dem von ihm geführten Rundgang durch die Notaufnahme. „Ich bin froh, dass wir so eine schöne, neue Notaufnahme haben“, sagte Dr. Sellier. Die Zahlen belegen auch die durchaus großräumige Notaufnahme für den vergleichsweise kleinen Standort in Cham. „Wir hatten im vergangenen Jahr fast 27 000 Patientenversorgungen.“ Die Räumlichkeiten beeindruckten auch den Gesundheitspolitiker Seidenath.
Bernhard Seidenath beeindruckt
Der gesundheitspolitische Sprecher der CSU-Fraktion zeigte sich bei seinem zweiten Besuch erneut beeindruckt. Auch die Einbeziehung von Medizinischen Fachangestellten und Pflegekräften in den Alltag in der Notaufnahme lobte der 57-Jährige.
„So soll es sein. Das wertet auch den Beruf auf. Auch deswegen muss ich sagen, dass ich begeistert bin von dem, was ich heute gesehen habe. Das wäre ein Idealbild für alle“, sagt Seidenaht. Allen Beteiligten ist allerdings auch die prekäre Lage im Gesundheitswesen bewusst. Es brauche Veränderungen. Aufgrund der Demographie würden künftig die Auslastung sowie die finanzielle Belastung höher.

Geschäftsführer Dr. Thomas Koch konnte für die Sana Klinik Cham dennoch eine positive Bilanz ziehen. „Auch in diesem Jahr sind wir in der Lage, unsere Löhne selbst zu erwirtschaften. Aber auch wir haben finanziell schwierige Zeiten, da wir neben den Löhnen auch noch Abschreibungen und Investitionen stemmen müssen“, sagte Dr. Koch. Eine Investition, die auch gegen den drohenden und bereits bestehenden Fachkräftemangel ankämpfen soll, ist der Gesundheitscampus in Roding, der ebenfalls bei dem Besuch am Donnerstag diskutiert wurde.
Zum Gesundheitscampus informierte Klaus Fischer, der Projektleiter. Das Ärztehaus, das als erste Baumaßnahme ansteht, wird rund 4600 Quadratmeter Nutzfläche haben. „Gut drei Viertel der Fläche haben bereits feste Mieter“, verkündete Fischer. Der Baubeginn ist für Ende Februar oder Anfang März vorgesehen. Der neue Parkplatz ist bereits fertiggestellt, Rodungsarbeiten haben begonnen und im Januar sollen die Abrissarbeiten am alten Gebäude starten.
Der Gesundheitscampus ist eine der drei großen Säulen der Sana Klinik. Im Laufe der Bauzeit sollen noch Gebäude für ein Pflegeheim, zwei Berufsfachschulen, eine Intensiv-Kinderpflegestation und Wohnräume für Betreutes Wohnen entstehen. Auch hier steht – ganz im Sinne des Klinikstandorts – die Funktionalität im Vordergrund.