Wegen Sanierung der Strecke Nürnberg-Regensburg: Züge werden über Schwandorf umgeleitet

Im vergangenen Jahr hat die Bahn ihr Streckennetz zwischen Regensburg und Weiden sowie zwischen Schwandorf und Amberg kräftig saniert. Und in diesem Jahr geht es weiter. Die Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg ist der nächste Abschnitt der Sanierungen. Dies hat auch Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Schwandorf.
Die Generalsanierung der Strecke Nürnberg-Regensburg soll vom 6. Februar (21 Uhr) bis 10. Juli über die Bühne gehen, wie die Bahn auf Nachfrage mitteilt. Die Strecke über Schwandorf ist während der Generalsanierung insbesondere als Umleitungsstrecke für den Güterverkehr vorgesehen. „Geplant sind bis zu 20 Züge pro Tag über die Relation Nürnberg-Amberg-Schwandorf-Regensburg. Zusätzlich verstärkt die Bayerische Eisenbahngesellschaft das Angebot des RE 40 von Nürnberg via Schwandorf nach Regensburg“, informiert eine Bahn-Sprecherin. Dadurch fahren täglich bis zu zwölf Personenzüge mehr über den Abschnitt und rund 22 RE-Züge mit höherer Kapazität.
Um zusätzliche Fahrgäste aufnehmen zu können, wird der Regionalzug RE 40 laut der Bahn über Amberg und Schwandorf verstärkt und fährt mit zwei bis drei gekuppelten Fahrzeugen. Einige bislang nur im Abschnitt Nürnberg-Schwandorf verkehrende Züge sollten bis Regensburg verlängert werden, so dass bis etwa 23 Uhr von und nach Regensburg ein durchgehender Stundentakt angeboten werden könne.
Fünf Minuten schneller
Im Vergleich zur gesperrten Strecke verlängert sich die Fahrzeit für Reisende, die über Schwandorf umgeleitet werden, allerdings nicht. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) geht davon aus, dass die Fahrgäste sowohl den RE 40 als alternative Verbindung nutzen werden als auch die Expressbusse RE 50, die dann halbstündlich zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Regensburg Hauptbahnhof ohne Zwischenhalt verkehren. Die Fahrtzeiten sind in etwa gleich lang: Der RE 40 benötigt für die Strecke rund eine Stunde und 40 Minuten, die Expressbusse RE 50 werden voraussichtlich eine Stunde und 45 Minuten unterwegs sein, wie die BEG auf Nachfrage mitteilt.
Für Reisende sind laut der Bahn keine Beeinträchtigungen zu erwarten. Die BEG wiederum schließt dies aber nicht grundsätzlich aus, da es wegen einer höheren Streckenauslastung und aufgrund von Haltezeitüberschreitungen durch zusätzliche Fahrgäste zu Verspätungen kommen kann.
Was genau wird gemacht? Bei der Generalsanierung zwischen Februar und Juli erneuert die DB zwischen Nürnberg und Regensburg unter anderem über 80 Kilometer Gleise, rund 40 Weichen und circa 90 Kilometer Oberleitungen. Hinzu kommt die Sanierung eines Bahndamms bei Deining (Landkreis Neumarkt) sowie einer Brücke bei Burgthann (Landkreis Nürnberger Land). Die Leit- und Sicherungstechnik wird modernisiert und der Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet, wie die Bahn auf ihrer Internetseite informiert.
Die DB modernisiert demnach alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht (Landkreis Nürnberger Land) und Regensburg-Prüfening nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard. Dabei steht unter anderem der barrierefreie Ausbau im Fokus. Ziel der fünfmonatigen Bauphase sei es, die hochbelastete Eisenbahnstrecke langfristig stabiler und widerstandsfähiger zu machen. Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich so laut Bahn deutlich reduzieren. „Die geplanten Kosten für die Generalsanierung der Strecke Nürnberg-Regensburg belaufen sich inklusive eines Risikopuffers auf 1,4 Milliarden Euro“, so die Bahn-Sprecherin.
Fertigstellung war wichtig
Auch die Sanierung der Strecke Regensburg-Weiden spielte eine wichtige Rolle – unter anderem auch, weil der Abschnitt nach Schwandorf als Umleitungsstrecke eine bedeutende Funktion übernehmen soll. „Daher war die termingerechte Fertigstellung der Sanierung sehr wichtig. Darüber hinaus handelt es sich bei der Strecke um eine grundsätzlich wichtige Verkehrsachse zwischen Hof und München“, informiert die Bahn-Sprecherin weiter.
Wäre die Sanierung nicht rechtzeitig erfolgt, hätte laut Bahn das Risiko von Langsamfahrstellen oder kurzfristigem Instandhaltungsbedarf während der Generalsanierung auf der Umleiterstrecke bestanden, und das Umleitkonzept hätte angepasst werden müssen.
Das sind die Verbindungen zwischen Schwandorf und Regensburg während der Sanierungsphase:
Schwandorf-Regensburg: Folgende Züge werden zwischen Schwandorf und Regensburg verlängert: RE 3551 (Mo-Fr) Abfahrt 5.30 Uhr Schwandorf, Ankunft 5.56 Uhr Regensburg; RE 3490 (täglich) Abfahrt 20.47 Uhr Schwandorf, Ankunft 21.15 Uhr Regensburg; RE 3583 (täglich) Abfahrt 21.49 Uhr Schwandorf, Ankunft 22.14 Uhr Regensburg; RE 3585 (täglich) Abfahrt 22.49 Uhr Schwandorf, Ankunft 23.14 Uhr Regensburg; RE 3587 (täglich) Abfahrt 23.46 Uhr Schwandorf, Ankunft 0.10 Uhr Regensburg; RE 3589 (täglich) Abfahrt 0.46 Uhr Schwandorf, Ankunft 1.10 Uhr Regensburg
Regensburg-Schwandorf: Folgende Züge werden zwischen Regensburg und Schwandorf verlängert: RE 3554 (Mo-Fr) Abfahrt 5.40 Uhr Regensburg, Ankunft 6.04 Uhr Schwandorf; RE 3540 (Sa+So) Abfahrt 6.30 Uhr Regensburg, Ankunft 6.58 Uhr Schwandorf; RE 3596 (Mo-Fr) Abfahrt 7.08 Uhr Regensburg, Ankunft 7.31 Uhr Schwandorf; RE 3433 (Mo-Fr) Abfahrt 16.40 Uhr Regensburg, Ankunft 17.02 Uhr Schwandorf; RE 3584 (täglich) Abfahrt 20.44 Uhr Regensburg, Ankunft 21.07 Uhr Schwandorf; RE 3588 (täglich) Abfahrt 22.43 Uhr Regensburg, Ankunft 23.06 Uhr Schwandorf; RE 3590 (täglich) Abfahrt 23.48 Uhr Regensburg, Ankunft 0.11 Uhr Schwandorf
Infomobil: Es tourt ein Infomobil entlang der Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg und macht an zahlreichen Stationen Halt. Dort können sich Interessierte über die geplanten Baumaßnahmen und das Verkehrskonzept informieren. Weitere Informationen gibt es online unter www.deutschebahn.com/generalsanierung-bayern.