2025: Ein Jahr mit besonderen Momenten im Markt Rieden

In der Marktgemeinde Rieden (Landkreis Amberg-Sulzbach) war 2025 wieder einiges geboten. Neustarts, Abschiede, besondere Geburtstage, Zukunftsinvestitionen und viel ehrenamtliches Engagement bei den Vereinen zeugten vom gemeinsamen Anpacken in Vilshofen und Rieden.
Zu Beginn des Jahres öffneten sich die Pforten des neuen Wellness- und Spabereiches „Waldblick“ des Hotels Gut Matheshof in Kreuth. Mit vielen Ehrengästen wurde nach etwa 20 Monaten Bauzeit das Areal mit rund 2000 Quadratmetern Erholungs- und Aktivitätsflächen im Inneren als auch 3000 Quadratmetern im Außenbereich eröffnet. Gefreut hat man sich im Frühjahr, als Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt (FW) Riedener und Vilshofener Betriebe besuchte und sich anhörte, was gerade bei den örtlichen Firmen anstehe und für die Zukunft wichtig sei.
Das Seven Diner hatte im Riedener Bad-Café neue Gaststättenräume bezogen. Bei der Metzgerei Greß waren die Verantwortlichen äußerst stolz, dass sei ihrem Mitarbeiter Luca Hollweck zum Meistertitel im Metzgerhandwerk gratulieren durften – mit seinen 19 Jahren war er der Jüngste in ganz Bayern. Und in der Pension Rundblick war die Freude groß über das 40. Jubiläum.
Sanierung der Schlossbergkapelle konnte endlich beginnen
Der Riedener Marktgemeinderat fällte 2025 wichtige Entscheidungen zu Zukunftsinvestitionen für die Kommune. So nahm ein Herzensprojekt vieler Riedener Fahrt auf: die Sanierung der Schlossbergkapelle. Das kleine schmucke Gotteshaus aus dem Jahr 1776 war dringend sanierungsbedürftig. Nun ist die Baustelle im Winterschlaf, viele Arbeiten wurden aber bereits geleistet.
Bürgermeister Erwin Geitner (CSU) zeigte sich hocherfreut über das große gesellschaftliche Engagement zum Erhalt des kulturellen Kleinods. „Es sind mittlerweile zahlreiche Spenden für die Kapellensanierung bei der Gemeinde eingegangen, zudem helfen viele ehrenamtliche Handwerker aus der Gemeinde mit.“ Bäckermeister Georg Grosser beteiligte sich im Frühsommer beispielsweise mit einer Solibrotaktion zu Gunsten der Kapellenerneuerung.

Weiter wurde fleißig im Wasserleitungsnetz saniert. In Vilshofen konnten die neuen Leitungen in der Kesselbergstraße auf einer Strecke von 650 Metern in Betrieb genommen werden. Die Arbeiten in der Riedener Blumenthalstraße, die im September 2025 starteten, sind so gut wie abgeschlossen.
Integrierte Ländliche Entwicklung eröffnet neue Möglichkeiten
Die Marktgemeinde ist seit wenigen Monaten Mitglied der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Oberpfälzer Jura. Davon erhofft man sich viele Vorteile, etwa neue Zuschuss- und Fördermöglichkeiten auch für Vereinsprojekte. Bürgermeister Geitner äußerte sich dazu in einer der jüngsten Marktratssitzungen so: „Das ist ein Meilenstein für die zukünftige Entwicklung des Marktes Rieden und die umliegenden Gemeinden.“

Die Kommune konnte zur Erweiterung des Gewerbegebietes bei der Schwandorfer Straße in Vilshofen im vergangenen Jahr ein Grundstück erwerben, außerdem geht es beim geplanten Neubaugebiet „An der Thanheimer Straße“ weiter. Ein privater Investor wird das Areal unweit des Riedener Kindergartens St. Georg verwirklichen. Und die Pläne für den Erweiterungsbau hinter der Grundschule Rieden für die Offene Ganztagesschule liegen schon im Rathaus bereit. Stolz war der 1. FC Rieden, als im Oktober der Spatenstich für den Mehrgenerationenspielplatz auf dem FC-Gelände erfolgen konnte.

Besondere Auszeichnungen und Geburtstage
Erstmals wüdigte der Markt verdiente Bürger im Ehrenamt besonders: Ende Januar 2025 durften die Bürgermeister Erwin Geitner, Josef Weinfurtner und Gerhard Schnabel 30 Personen mit Ehrennadeln sowie in der nächsthöheren Stufe Johann Haas, Hubert Söllner und Engelbert Müllner mit der Bürgermedaille auszeichnen.
Zwei Geburtstage stachen 2025 in Rieden heraus: So wurde am 6. September Riedens Altbürgermeister und Ehrenbürger Gotthard Färber 75 Jahre alt. Der „Kik“ war von 1990 bis 2014 Riedens Bürgermeister, hatte viele weitere politische Ämter und Ehrenposten inne. Bei seinem Herzensverein, dem 1. FC Rieden, engagiert er sich seit vielen Jahrzehnten. Wenige Tage später, am 9. September, feierte Riedens älteste Bürgerin Angela Schneider im Kreise der Familie ihren 100. Geburtstag.

Die Vereine waren wieder vielfältig tätig. Ein Höhepunkt war sicher das Spiel ohne Grenzen mit Kinderfeuerwehren aus dem Kreis Amberg-Sulzbach in Rieden. Bei 17 teilnehmenden Kinderwehren schafften die Riedener Lokalmatadoren und Ausrichter einen tollen fünften Platz, den ersten Platz hatten die Thanheimer Nachbarn errungen.
Neustarts für die Kinderfeuerwehr und die Vilshofener Fußballer
In Vilshofen belebten zwei Neustarts das Vereinswesen. So gründete die Feuerwehr Vilshofen ihre Kinderfeuerwehr, die Löschzwerge, und beim SV Vilshofen startete in der Saison 2025/2026 in der B-Klasse Amberg-Süd nach mehr als 14 Jahren Pause wieder eine „Erste“ in den Fußball-Spielbetrieb. Mit einem „Plan B“ ausgerüstet, löste sich am 30. November die Schützengesellschaft Gut Ziel Vilshofen wegen Nachwuchsmangels und gescheiterten Neuwahlen auf. Eine Zukunft des Schießsports gibt es dennoch: Die Schützen wechseln in die neu gegründete Schützensparte des SV.

Mit erfolgreichen Neuwahlen bei verschiedenen Vereinen, etwa den Imkern, der KAB, dem Heimatverein oder der Riedener Feuerwehr, um nur einige zu nennen, zeigten die Ortsvereine großen Zusammenhalt. Die Wasserwacht Vilstal-Kümmersbruck wurde ahr 50 Jahre alt, genauso wie der Skiclub Rieden und das Kulturgut „Riedener Fischzug“. Der FC Bayern-Fanclub Unteres Vilstal blickte auf 30 erfolgreiche Jahre zurück.
Premiere feierten D’Goaslandler im Herbst mit einem Krimidinner. Erstmals tanzten im August auch Kinder bei der Riedener Kirwa um den Baum und sorgten für viel Jubel im Publikum.

Eine Riedenerin wurde erste wibliche Türmerin des Saarlandes
In der vorletzten Sitzung des Marktgemeinderates wurde Marga Kraus (FW) nach ihrem Rücktritt als Rätin aus privaten Gründen verabschiedet. Für sie rückte Miroslaw Zgrzendek (FW) nach.
Ein besonderes ehrenamtliches Amt durfte eine Riedenerin weitab vom Vilstal bekleiden: Die aus der Blaskapelle St. Georg Rieden bekannte Trompeterin Sophie Rüth wurde zur ersten weiblichen Türmerin des Saarlandes überhaupt ernannt.
Nahe Aufheim am Vilstalradweg machte der Riedener Heimatverein mit der Restaurierung des alten Grenzsteins mit Infotafeln und Ruhebank Geschichte erlebbar.
Abschied nehmen mussten gerade viele Vilshofener im Januar von der Ehrenbürgerin der Marktgemeinde, Schwester Isidoris. Sie starb am 9. Januar 2025 im Alter von 91 Jahren. Die Ordensschwester der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie im Kloster Mallersdorf war 1963 nach Vilshofen gekommen und hatte sich fast 40 Jahre lang rührig um Kranke und Pflegebedürftige gekümmert.