Rieden soll ein neues Baugebiet bekommen – Dafür werden 22 Parzellen geplant

Die Sanierung der Riedener Ortsbrücke und die Schaffung von Betreuungsplätzen in der künftigen Offenen Ganztagsschule werden den Riedener Marktgemeinderat noch häufig beschäftigen. In der letzten Sitzung dieses Jahres kam die Vergabe der Ingenieursleistungen für die Brückenerneuerung auf die Tagesordnung.
Bei der Brückenbauwerksprüfung in diesem Jahr kam zu Tage, dass die Riedener Brücke dringend sanierungsbedürftig ist. Zwei Angebote gingen im Rathaus für die Fachliche Betreuung der Baumaßnahmen ein, den Zuschlag erhielt das deutlich günstigere Angebot des Ingenieurbüros Preihsl und Schwan aus Burglengenfeld, welches sich für die Brücke Rieden auf 48 929 Euro beläuft. Ein zweites Angebot lag tatsächlich bei über 100.000 Euro.
Förderung beantragt
Was Bürgermeister Erwin Geitner (CSU) noch anmerkte war, dass der Straßenbelag der Vilshofener Ortsbrücke in die Jahre gekommen ist und man die Oberschicht austauschen könnte – vorbehaltlich der Finanzierbarkeit. Hier kämen die Kosten für die Ingenieursleistungen sowie die Vorbereitungen der Auftragsvergaben beim selben Büro auf 11.454 Euro. Positiv sei bei der Brückensanierung, dass man mit einer Förderung für besondere Bedarfe rechnen kann. Die Förderquote des Freistaats sieht hier einen Anteil von bis zu 70 Prozent vor.
Der Antrag auf Bezuschussung wurde bereits von der Kommune gestellt. Im März würde laut Bürgermeister Geitner die genaue Fördersumme feststehen. Wann dann genau saniert wird, steht noch nicht fest. Dass dabei die Verkehrsführung über die Brücke nicht mehr möglich sein wird, scheint unvermeidbar. Man wolle jedoch die Möglichkeit schaffen, dass ein Fußgängerübergang in der Sanierungsphase besteht.
Beim Projekt Offene Ganztagsschule an der Grundschule Rieden geht es in die nächste Stufe. Nun ist die schulaufsichtsrechtliche Genehmigung im Rathaus eingegangen. Stolz zeigte sich Geitner, dass bei geschätzten Gesamtkosten von 2,9 Millionen Euro voraussichtlich nur ein Eigenanteil von unter zwölf Prozent der Kosten von der Gemeinde gestemmt werden muss. Unter Vorbehalt wurde laut dem Bürgermeister die Fördersumme von knapp 2,6 Millionen Euro bereits zugesagt. „Wir sollten vorankommen und deshalb macht ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn Sinn“, erklärte Geitner.
Hier kam deutliche Zustimmung aus dem Ratsgremium und so wurde der entsprechende Antrag befürwortet. Ganz ohne neue Schulden wird der Markt Rieden derweil nicht auskommen. Zwar kann der Haushalt 2025 noch gerade so ausgeglichen dargestellt werden. Da aber bereits im Januar größere Ausgabeposten sich ankündigen, war man gezwungen, 500.000 Euro an frischem Geld aufzunehmen. Der Kredit kommt dafür von der Raiffeisenbank Unteres Vilstal, welcher mit 2,54 Prozent nominal verzinst ist. Dies war das günstigste Angebot und einen Hauch besser für die Gemeinde als das vergleichbare Darlehen der Sparkasse Amberg-Sulzbach.
Den rechtlichen Startschuss für das geplante Neubaugebiet „An der Thanheimer Straße“ unweit des Riedener Kindergartens gab das Gremium in einem weiteren Tagesordnungspunkt. Deshalb wurde der Aufstellungsbeschluss für die Bauleitplanung gefasst. „Wir haben diese Fläche an einen privaten Investor verkauft, der diese komplett erschließen will. Dass die Erschließungsplanung möglich ist, brauchen wir einen formellen Aufstellungsbeschluss“, erklärte Bürgermeister Erwin Geitner. Der aktuelle Planungsstand für das knapp 1,5 Hektar große Baugebiet sieht 22 Parzellen vor.
Nachrücker im Gremium
Ganz neu im Marktgemeinderat ist Freie Wähler Gemeinschaftsmitglied Miroslaw Zgrzendek. Der 43-Jährige rückte vor Kurzem in den Marktrat, welchen zuvor Marga Kraus aus privaten Gründen verlassen hatte. Nun war zu klären, wie es mit den Ausschussposten von Kraus aussieht.
FWG-Fraktionssprecher teilte dem Marktgemeinderat mit, dass Zgrzendek alle Posten von Kraus fortführen werde, etwa die Mitgliedschaft im Personalausschuss des Rates.
Weitere Themen
• Bauantrag: Ein Bauantrag auf Errichtung eines größeren Balkons an einem Wohnanwesen im Riedener St.-Georgs-Platz fand ebenfalls die Zustimmung des Gremiums.
• Spende: Höchsterfreulich sei es außerdem für den Markt, dass mittlerweile 12.000 Euro an Spenden von Privatleuten für die Sanierung der Schloßbergkapelle zusammengekommen sind.