Alarm schlägt Autoeinbrecher in Furth im Wald in die Flucht: Anwohner hilft bei Festnahme

Von Mittelbayerische Zeitung · 22. Dezember 2025 um 16:32

Seit mehreren Wochen wurden der Polizeiinspektion Furth im Wald vermehrt Diebstähle aus unversperrten Fahrzeugen im Further Stadtgebiet gemeldet. Der Täter entwendete dabei kleinere Bargeldbeträge und Zigaretten. In diesem Zusammenhang gingen bei der Polizei auch zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung zu verdächtigen Wahrnehmungen ein. In den frühen Morgenstunden des 19. Dezember 2025 klickten schließlich die Handschellen. Ein Tatverdächtiger konnte vorläufig festgenommen werden.

Mehrere Anwohner im Further Stadtteil Grabitz stellten der Polizei dazu Videoaufzeichnungen privater Überwachungskameras zur Verfügung. Auf den Aufnahmen ist jeweils eine vermummte Person zu sehen, die Grundstücke und Hofeinfahrten betritt und überprüft, ob abgestellte Fahrzeuge unverschlossen sind.

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Am Freitag, gegen 2.30 Uhr wurde im Eichertweg erneut eine Person durch eine Überwachungskamera erfasst. Der 54-jährige Hauseigentümer erhielt einen Alarm auf sein Handy und stellte fest, dass sich auf der Hofeinfahrt gerade eine Person an den dort abgestellten versperrten Autos zu schaffen macht.

Der Hauseigentümer setzte kurz einen Notruf ab, ging im Anschluss nach draußen und sprach die Person an. Da diese weglaufen wollte, hielt der 54-Jährige den Verdächtigen fest, bis die Polizei eintraf. Die Beamten nahmen den Mann, einen 44-Jährigen, der seit zweieinhalb Jahren in Furth im Wald wohnt, an Ort und Stelle vorläufig fest.

Eine direkte Identifizierung der Person auf den Videoaufzeichnungen ist nicht möglich, da diese immer vermummt auf Diebestour unterwegs war. Die vom Festgenommenen getragene Kleidung weist jedoch Übereinstimmungen mit der Kleidung der auf den Videoaufzeichnungen abgebildeten Person auf. Auf dieser Grundlage besteht gegen den 44-Jährigen ein Anfangsverdacht hinsichtlich möglicher weiterer zurückliegender Diebstähle aus unversperrten Autos.

Die Prüfung eines Tatverdachts sowie die Zuordnung einzelner Taten sind Bestandteil der weiteren Ermittlungen. Zudem wurden mögliche DNA-Spuren gesichert. Diese werden nun mit der DNA des 44-Jährigen verglichen.

Nach Durchführung der erforderlichen strafprozessualen Maßnahmen wurde der 44-Jährige wieder aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.