FW-Landratskandidat Schindler erklärt, warum er nicht bei der GLLW in Schönthal redete

Von Martin Hladik · 18. Dezember 2025 um 15:22

Die Nominierungsversammlung der GLLW (Gemeinsame Liste für den ehemaligen Landkreis Waldmünchen) vom Dienstag zieht weiterhin Kreise. Der Landratskandidat der Freien Wähler, Christian Schindler, erklärte uns, warum er bei der Versammlung nicht gesprochen hat, der CSU-Landratskandidat Michael Multerer aber schon.

„Ich wäre sehr gern gekommen, aber das war nicht gewollt“, sagt Schindler. Und die Nachfrage, wer das nicht gewollt habe, beantwortet er mit: „Die Gegenseite“. Schindler verweist dabei auf das Kräfteverhältnis in der GLLW mit rund 25 Prozent FW und 75 Prozent CSU. Auch die Forderung, dass entweder beide reden oder keiner, sei nicht durchsetzbar gewesen. Bisher habe immer Franz Löffler als Landratskandidat bei den Versammlungen gesprochen. Das sei ja auch richtig, weil er aus dem Altlandkreis stammt. „Dieser Grund ist aber weggefallen“, sagte Schindler. Zum Hintergrund: Der CSU-Landratskandidat Michael Multerer ist Bürgermeister in Arnschwang. Schindler abschließend: „Wenn ich nicht eingeladen bin, dann komme nicht!“

Stephan Thomas aus Schönthal ist der Vorsitzende der GLLW-Liste und bei der CSU. Ähnlich wie die Grenzfahne und die Hohenbogenliste unterstütze auch die GLLW „immer den Landratskandidaten der CSU“. Das sei historisch so gewachsen.

Natürlich sei über das Thema im Vorstand der Liste diskutiert worden, aber letztlich hätten die Freien Wähler den Standpunkt der CSU akzeptiert. Es sei gemeinsam so geregelt worden. Für eine Einladung von Schindler „war absolut keine Mehrheit da“.

Das Thema sei nach der Diskussion auch erledigt gewesen. Der Listenführer Wolfgang Kürziger habe ja auch die gute Zusammenarbeit mit Landrat Franz Löffler und mit Multerer bei der Versammlung betont, sagte Thomas.

Die Freien Wähler seien in der GLLW-Liste der „Juniorpartner“, macht Listenführer Kürzinger von den Freien Wählern deutlich. Tatsächlich sei aus der Historie der Gemeinsamen Liste heraus immer der CSU-Landratskandidat unterstützt worden. Multerer einzuladen, aber Schindler nicht, sei ein gemeinsame Vereinbarung der Liste gewesen. „Wir wollten da nichts vom Zaun brechen.“

Die Entscheidung sei ein Kompromiss gewesen, zu dem er auch stehe, in der besonderen Verantwortung als Listenführer. Als Liste wolle man „kein parteipolitisches Denken“. Die Liste sei wichtig , um mehr Kandidaten in den Kreistag zu bringen. „Wir haben ein enges und gutes Verhältnis“, sagt Kürzinger.

Wichtig war es Kürzinger zu betonen, dass das schlechte Abstimmungsergebnisse bei der Nominierung nichts mit den Landratskandidaten zu tun habe. „Dafür gibt es andere Gründe“, sagt Kürzinger.

Das betont auch Simon Aumann, der sich als stellvertretender FW-Kreisvorsitzender stark für ein Rederecht Schindlers eingesetzt hatte. „Die Nein-Stimmen kamen woanders her.“ Die Freien Wähler hätten das Vorgehen „zähneknirschend akzeptiert“.