Christliche Wählergemeinschaft Furth im Wald strebt wieder drei Mandate an

Am Mittwochabend fand im Gasthaus Fellner die Nominierungsversammlung der Christlichen Wählergemeinschaft (CWG) statt. Listensprecher Martin Schneider blickte auf die vergangenen sechs Jahre zurück. In dieser Zeit sei viel bewegt worden, betonte Schneider. Trotz umfangreicher Investitionen habe es lediglich eine geringe Erhöhung der Schulden gegeben. Der bevorstehende Wahlkampf solle ein Wahlkampf für die Sache werden.
Einen Rückblick auf die Stadtratsarbeit der vergangenen sechs Jahre gab Stadtrat und zweiter Listenkandidat Michael Engl. Er erinnerte daran, dass die drei Vertreter der CWG – Franz Former, Martin Schneider und Michael Engl – sich konsequent für die Belange der Stadt und insbesondere des Umlandes eingesetzt hätten.
Seit 1966 gehörten Vertreter der CWG ununterbrochen dem Stadtrat an. Bei der letzten Stadtratswahl sei die CWG zur drittstärksten politischen Kraft gewählt worden. Mit diesem Ergebnis habe man erstmals ein drittes Mandat erreicht.
Engl sagte, dass sich die CWG gemeinsam mit der Sengenbühler und der Ränkamer Wählergemeinschaft sowie der CSU zur Großfraktion „CSU/Umlandfraktion“ zusammengeschlossen habe. Diese habe den Vorteil gehabt, dass der Bürgermeister der Fraktion angehörte und anstehende Probleme frühzeitig innerhalb der Fraktion besprochen werden konnten. Franz Former sei erneut zum dritten Bürgermeister gewählt worden. Die Zusammenarbeit mit den übrigen Stadtratsfraktionen und mit dem Ersten Bürgermeister Sandro Bauer sei stets konstruktiv gewesen.
Ein Drittel sind Frauen
Engl stellte fest, dass die CWG vorrangig eine Umlandgruppe sei. Mit Blick auf die Kommunalwahl am 8. März 2026 erklärte Engl, dass die CWG mit 24 Kandidaten antrete und das Ziel verfolge, erneut drei Sitze im Stadtrat zu erreichen. Bei der Auswahl habe man sich an den Leitspruch von Franz Former gehalten, wonach die Kandidaten keine Nörgler, Besserwisser, Schwarzseher oder Verhinderer sein sollten. Vielmehr habe man engagierte Bürgerinnen und Bürger aufgestellt, die sich bereits in Feuerwehr und Rettungsdiensten, in Vereinen sowie in sozialen und kirchlichen Einrichtungen eingebracht hätten. Die Liste vereine alle Ortsteile, verschiedene Altersgruppen mit einem Durchschnittsalter von rund 43 Jahren sowie zahlreiche Berufsgruppen. Rund ein Drittel der Kandidierenden seien Frauen.
Die Schwerpunkte für die kommenden sechs Jahre stellte Listensprecher Martin Schneider vor: Er betonte die Bedeutung eines verantwortungsvollen Haushalts. Im Mittelpunkt stünden Schuldenabbau sowie Investitionen unter Nutzung von Förderprogrammen. Darüber hinaus solle die Förderung für die Sanierung des Hallenbads genutzt werden. Ebenso seien Fördermittel für den Bau von Feuerwehrhäusern einzuplanen.
Beim Straßenunterhalt liege der Schwerpunkt weniger auf Neubauten und großen Ausbesserungen im Stadtgebiet, sondern verstärkt auf dem Umland. Der Unterhalt solle nachhaltig erfolgen. Auch Wander-, Wald- und Radwege müssten instand gehalten werden.
Im Zusammenhang mit der Landesgartenschau gehe es darum, möglichst viele der Anlagen langfristig zu erhalten, insbesondere für den Tourismus. Gleichzeitig müsse der Pflegeaufwand realistisch eingeschätzt werden, ebenso wie der Nutzen für die Bevölkerung und die Besucher.
Zu den Investitionen zählten Straßen, Kanäle, Wasserleitungen, vor allem im Umland, mit vorrangiger Behandlung des Ortsteils Daberg. Weitere Investitionen betreffen das Hallenbad, Kultureinrichtungen, Hochwasserschutz (aktuell vor allem an der Pastritz), Kinderspielplätze, Sport- und Freizeitangebote in den Ortsteilen sowie die kommunalen Pflichtaufgaben.
Unternehmensbetreuer nötig
Die CWG wolle die Dorfvereine unterstützen, da diese viele Aufgaben der Stadt übernehmen. Zudem sei die Pflege des Dorfbildes wichtig, ebenso die Ausweisung von Baugebieten, Ortsabrundungen und Bauen im Außenbereich.
Schneider wies darauf hin, dass die Stadt Furth einen zentralen Ansprechpartner für Betriebe benötige – nicht nur für Kultur und Gastronomie, sondern auch für Gewerbe und Industrie. Vergleichbar mit der bestehenden Tourismusinfo solle so eine direkte und kompetente Betreuung der Unternehmen gewährleistet werden.
Das sind die Kandidaten der CWG
Die Kandidaten: 1. Martin Schneider (50, Beamter, Landwirtschaftsmeister), 2. Michael Engl (64, Speditionskaufmann), 3. Thomas Luger (47, Zimmerermeister), 4. Alexander Späth (43, selbstständiger Kfz-Betrieb, Kfz-Meister), 5. Matthias Zangl (45, Versicherungsfachwirt), 6. Antonia Schneider (24, Beamtin), 7. Markus Kiefl (47, Maschinenbaumeister), 8. Roswitha Biebl (30, Sozialpädagogin), 9. Christian Lankes (33, Bauingenieur), 10. Veronika Ruhland (37, technische Fachwirtin), 11. Marius Heinrichmeyer (35, Berufsschullehrer), 12. Markus Kolmer (37, Elektrotechniker und Landwirt), 13. Elisabeth Schmatz (64, Lagerleiterin), 14. Thomas Liegl (23, Sachverständiger TÜV Süd), 15. Marion Hastreiter (47, Lehrerin Pflegeschule), 16. Karl Stoiber (56, Industriemeister Elektrotechnik), 17. Elisabeth Weber (59, Einzelhandelskauffrau, Wirtin), 18. Franziska Plötz (20, Kinderpflegerin), 19. Dominik Fischer (40, Bauingenieur), 20. Eduard Robl (63, Lkw-Mechaniker); Ersatzleute: Thomas Liegl (56, Elektriker), Dr. Magdalena Breiter (36, Kinderärztin), Tobias Mayer (40, Elektromeister), Karl Benner (59, Industriemeister Glas)