Neunburgs Burgadvent ließ kaum Wünsche offen: Tausende Besucher füllen Altstadt

Adventsmärkte gibt es mittlerweile in der Region auch in vielen kleinen Ortschaften. Für die etablierten Märkte bedeutet das, sich noch mehr anstrengen zu müssen, um das Publikum anzulocken. Ein positives Beispiel dafür, wie das Gelingen kann, ist der Romantische Burgadvent im Zentrum der Altstadt von Neunburg.
Anfänglich, vor rund 20 Jahren, nach dem Umzug von der Hautstraße in den Schlosshof, waren es hauptsächlich die örtlichen Vereine, die versuchten, mit passenden Speisen und Getränken, ihre Kassen aufzubessern, ergänzt von einigen, eher wenigen Händlern. Seither wurde von der Stadt als Träger und allen Beteiligten kontinuierlich daran gearbeitet, die Qualität und Quantität des Angebots Jahr für Jahr zu steigern.

Mut zu Neuem belohnt
Dazu gehörte es vor allem, alte Zöpfe abzuschneiden und Neues auszuprobieren. Bei der diesjährigen Eröffnung am Freitag wurde das Produkt dieser unermüdlichen Arbeit einmal mehr deutlich. Allein schon der Eindruck durch den neuen Lichterglanz entlang der Außenwände des Schlosses im Innenhof stimmte positiv. Die bislang eher etwas unattraktiven Lichterketten wurden durch Girlanden und Sterne aufgewertet. Dafür hat die Stadt übrigens auf Nachhaltigkeit gesetzt. Es handelt sich nämlich nicht um eine Neuanschaffung, sondern die ehemalige Weihnachtsbeleuchtung aus der Hauptstraße.

Ergänzend dazu wurden auch alle Stände und Buden entsprechend geschmückt und beleuchtet. Der ganze Burghof und das inzwischen integrierte Areal „Im Berg“ und am neuen Rathaus leuchteten in harmonischem Glanz.
Verlockende Düfte
Und es gab noch etwas Neues: Erstmals wurden die Besucher schon außerhalb des Geschehens, zum Beispiel beim Gang über den „eisernen Steg“, mit dem Duft von gebrannten Mandeln und Gegrilltem in Stimmung versetzt. Gerätselt wurde diesbezüglich, ob es an dem Nebel über der Altstadt lag oder Stände bewusst anders platziert worden waren.

Wie dem auch gewesen sein mag, da machte es gleich noch mehr Spaß, die Angebote der mittlerweile über 30 regionalen Aussteller und Direktvermarkter sowie die fast ebenso vielen Offerten für Speisen und Getränke der Vereine und kommerziellen Anbieter zu erkunden.
Ein ganz wichtiger Teil ist stets das Rahmenprogramm. Festgehalten wurde dabei an der Tradition, dass jeweils einer der drei örtlichen Kindergärten die Eröffnung übernimmt. Heuer war es das Theresia-Gerhardinger-Haus, dessen Kinder ein sehr modernes Programm präsentierten.
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Mit dazu gehört die Begrüßung durch Bürgermeister Martin Birner, der die Leistungen der jungen Neunburger mit Tanz und Gesang nicht nur mit Worten, sondern auch kleinen Präsenten würdigte. Er wies unter anderem auf die besonderen Mühen aller Beteiligten hin, den Burgadvent zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen. Dazu gehörte ebenfalls die Anmerkung, dass dafür kein Eintritt erhoben wurde.

Musikalisch ging es auf der Hauptbühne mit der Stadtkapelle und festlicher Weihnachtsmusik weiter. Ein interessiertes Publikum fand zur gleichen Zeit der Liedermacher und Sänger Ben Stone, der sich in der Pfalzgrafenstadt durch verschiedenen Auftritte einen guten Namen gemacht hat, auf der zweiten Bühne, die nun weiter in Richtung Rathaus verlegt worden war.
Der gute Besuch, der sich am Freitag schon angedeutet hatte, setzte sich am Samstag erst recht fort. Eröffnet wurde das Programm vom Jugendorchester der Stadtkapelle, dem sich VA-Blech und der Musikverein Seebarn anschlossen. Einbezogen wurde der Lichtergottesdienst in der Stadtpfarrkirche mit der Gruppe Donum Dei.
Einen überragenden Besuch verzeichneten das Schwarzachtaler Heimatmuseum mit der Sonderausstellung „Eixendorf“ und die Ahoj-Ausstellung mit Verkauf des Kunstvereins in der Fronfeste. Alle Beteiligten zogen eine positive Bilanz.