Altes JuPa zog Bilanz und blickte voraus – Jugendwahl in Nittenau war ein Thema

Von Simon Heimerl · 9. Dezember 2025 um 17:00

Kürzlich trat das Jugendparlament (JuPa) Nittenau zu seiner neunten Sitzung im Jugendtreff JuNit zusammen. Geleitet wurde das Treffen von den Vorsitzenden Veronika Kangler (CSU) und Kathrina Kerscher, die neben den amtierenden Mitgliedern auch im Publikum die neu gewählten, designierten Jugendparlamentarier begrüßten. Ebenfalls anwesend waren Jugendpflegerin Alica Frerichs, Familienbeauftragte Elisabeth Bauer (Grüne) sowie später Bürgermeister Benjamin Boml (FW).

Zu Beginn blickte das Gremium auf den Verlauf der kürzlich abgeschlossenen JuPa-Wahl zurück. Jugendpflegerin Frerichs schilderte, dass der Start zunächst schleppend verlief: „Anfangs hatten wir nur wenige Kandidaten“, berichtete sie. Erst intensivere Werbung an den Schulen habe die Wahlbeteiligung spürbar gesteigert. Besonders viele Stimmen wurden in der Regentalhalle abgegeben.

Weitere Schulen einbeziehen

Vorsitzende Kangler wies darauf hin, dass die Zugangssituation im Rathaus optimiert werden müsse: Wer dort wählen wollte, musste einem Hinweisschild folgend an der Hintertür klingeln. Künftig solle der Wahltag auf einen Termin fallen, an dem das Rathaus ohnehin länger geöffnet habe. Auch die Öffentlichkeitsarbeit will man breiter aufstellen. Neben Nittenauer Schulen könnten künftig auch Schwandorf, Neunburg und Roding einbezogen werden.

Trotz einzelner Hürden zeigte sich das JuPa erfreut: „Mit der Wahl kann man wirklich zufrieden sein“, betonte Kangler. Frerichs ergänzte, das Thema Online-Wahl sei für die Zukunft noch nicht vom Tisch. Familienbeauftragte Bauer reagierte besorgt auf Frerichs Bericht, dass viele Jugendliche ihre Wahlbenachrichtigung entsorgt hätten und deshalb mit Ausweis erschienen seien: „Das soll ja auch ein Lerneffekt sein für später“, so Bauer.

Welche Projekte und Erfahrungen möchte das bisherige JuPa an die Nachfolger weitergeben? Die Mediennachmittage mit Senioren seien sehr gut angenommen worden, ebenso kreative Aktionen. „Wir haben vier Jahre für unsere Graffitiwände gekämpft“, erinnerte Kangler und regte an, sie weiterhin zu bespielen. Geplant seien außerdem Action-Painting-Angebote mit abbaubaren Farben sowie ein mögliches Open-Air-Kino im Sommer, wofür man beim Bayerischen Jugendring nach technischem Equipment anfragen will. Die gute Zusammenarbeit mit FC Bergham, der Katholischen Landjugendbewegung und den Ministranten soll weiter vertieft werden.

Wir brauchen uns nicht verstecken.Veronika Kangler, Vorsitzende

Zudem sprach sich das Gremium dafür aus, die paritätische Besetzung der Vorstandsämter – aktuell mit Kangler und Kerscher – künftig offiziell in den Richtlinien zu verankern. Mit Blick auf den regelmäßigen Vortrag im Stadtrat ermutigte Kangler die Neulinge: „Das ist nichts, vor dem man sich fürchten muss. Es ist wie ein Referat in der Schule“, so die Vorsitzende.

An Veranstaltungen beteiligt

Das JuPa zog eine selbstbewusste Bilanz seiner Amtszeit: „Wir brauchen uns nicht verstecken“, betonte Kangler. Insgesamt 28 Veranstaltungen sowie neun Sitzungen in den Jahren 2024 und 2025 habe man organisiert. Familienbeauftragte Bauer dankte dem Gremium: „Ihr habt wirklich viel geleistet. Es freut mich, dass es sich so entwickelt hat. Wir haben ja mit nichts angefangen“, so Bauer.

Noch vor dem Amtswechsel beteiligt sich das JuPa am Kinder-Christkindlmarkt, bei dem bereits die neuen Mitglieder eingebunden werden. Am 8. Dezember findet zudem ab 16 Uhr in der Grund- und Mittelschule eine Backaktion gemeinsam mit dem Seniorenbeirat statt. Bürgermeister Benjamin Boml lobte zum Schluss das Engagement der Jugendlichen: „Danke für das, was ihr gemacht habt. Ihr habt einen guten Weg geebnet“, sagte er.

Die nächste – und letzte – Sitzung des aktuellen zweiten JuPas findet am 9. Januar um 20 Uhr im JuNit statt. Im Anschluss wird das neugewählte dritte Jugendparlament konstituiert und vereidigt.