Genehmigtes Feuerwerk bei Bruck überrascht Landwirt: „Ich war auf 180!“

Bis Silvester sind es bekanntlich noch ein paar Tage. Im Brucker Ortsteil Kölbldorf im Landkreis Schwandorf wurde am vergangenen Sonntagabend dennoch geschossen. Das Feuerwerk war genehmigt, wie eine Nachfrage der MZ ergab. Ein Landwirt aus der Region, dem zuletzt mehrere Fleischrinder von seiner Weide ausgebüxt waren, ist dennoch außer sich.
Noch am Sonntagabend hatte der Bauer mit der MZ Kontakt aufgenommen. „Ich bin gerade auf 180“, machte er dem Reporter deutlich. Bei Kölbldorf sei gegen 19 Uhr ein größeres Feuerwerk abgebrannt worden, berichtete der Landwirt. „Niemand wusste Bescheid, das ist doch eine Frechheit“, sagte er.
Landwirt: Feuerwerk ist eine Gefahr für Weiderinder und Wildtiere
Nicht einmal die örtliche Jägerschaft sei im Vorfeld in Kenntnis gesetzt worden. Dabei sei ein derartiges Feuerwerk nicht ungefährlich, stellte der Landwirt fest. Im Bereich Kölbldorf würde es ebenfalls Weiderinder geben. Diese könnten durch den Knall aufgeschreckt werden und ausbrechen. Ähnliches gelte für Wildtiere.
Der Landwirt regt an, dass sich alle Beteiligten schon bald zu einem Runden Tisch treffen. Ziel müsse es sein, dass das nächste Mal im Vorfeld mehr Informationen an die Betroffenen vor Ort durchdringen. Nur so könnten Sicherheitsvorkehrungen rechtzeitig getroffen werden.
Laut Polizei wurden rund 250 Feuerwerkskörper abgebrannt
Polizeihauptkommissar Christian Allgeier, der Burglengenfelder Vize-Polizeichef, teilte indes auf Anfrage der MZ mit, dass es sich bei dem vom Landwirt kritisierten Feuerwerk bei Kölbldorf um ein genehmigtes gehandelt habe. Es sei sogar von einem professionellen Pyrotechniker abgebrannt worden. Dieser hatte die Genehmigung, die rund rund 250 Feuerwerkskörper am Sonntag zwischen 17 und 22 Uhr zu zünden. Die Behörden machten aber auch Auflagen. So seien unter anderem Löschmittel bereitzustellen gewesen, informierte der Polizeihauptkommissar.