Gasflaschen gefunden: Polizei nennt weitere Details zu Explosion in Chamerauer Wohnhaus

Von Stefan Weber, Sabrina Kauer · 8. Dezember 2025 um 16:17

Die Ermittlungen zur Explosion in einem Wohnhaus in Chamerau im Landkreis Cham schreiten weiter voran, die Ursache ist jedoch weiterhin unklar, teilt das Polizeipräsidium Oberpfalz in einer Pressemeldung mit. Die Kriminalpolizei Regensburg führt die Ermittlungen laut Pressebericht unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Regensburg.

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Am vergangenen Freitag sowie am Samstag hätten sich Brandermittler der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg am Brandort in der Bergstraße befunden, um weitere Untersuchungen durchzuführen.

Brandmittelspürhund im Einsatz

Unterstützung bekamen sie am Samstag durch einen Brandmittelspürhund und Gutachter des Bayerischen Landeskriminalamts.

„Im Inneren des stark beschädigten Gebäudes konnten mehrere Gasflaschen sichergestellt werden. Diese werden nun einer weiterführenden technischen Untersuchung unterzogen“, teilt das Polizeipräsidium mit. Zudem sei über das Bayerische Landeskriminalamt ein Gutachten zur Klärung der Brand- und Explosionsursache in Auftrag gegeben worden. Das Ergebnis stehe derzeit noch aus.

„Hinweise auf eine Fremdbeteiligung haben sich nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht ergeben. Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Ursache im Inneren des Gebäudes zu suchen ist. Der Brandort wurde von der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg sichergestellt und bleibt weiterhin für weitere Untersuchungen umzäunt“, so die Pressemitteilung weiter.

Bilder zur Explosion in Chamerau sehen Sie hier

Der 29-jährige Bewohner des Hauses, der bei der Explosion schwerste Brandverletzungen erlitt, befindet sich laut Polizeipräsidium noch im Krankenhaus.

Viele Einsatzkräfte waren im Einsatz

Noch bis in den Freitagabend hinein beschäftigte nicht nur die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, was sich an diesem Tag kurz vor Mittag in Chamerau ereignet hatte: Eine Explosion, die die Hälfte des Daches eines Mehrfamilienhauses in einer Wohnsiedlung weggesprengt und zum Vollbrand des Gebäudes geführt hatte, erforderte den Einsatz von mehr als 200 Helfern von Polizei, Bayerischen Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk und Feuerwehren bis weit in den Abend.

So hielten die Feuerwehren nicht nur weiter Brandwache und löschten immer wieder aufflammende Glutnester ab, als die meisten Hilfskräfte wieder abgerückt waren – auch der zur Hilfe gerufene Bergebagger des THW war noch längere Zeit im Einsatz, um das einsturzgefährdete Gebäude soweit von Trümmern zu befreien, dass es auch von den Brandermittlern der Kriminalpolizei Regensburg betreten werden konnte, die die Ermittlungen übernommen haben.