Explosion in Chamerau: Heute kommen die Brandermittler der Kripo

Von Martin Hennings · 6. Dezember 2025 um 13:14

Am Tag nach der Explosion in der Bergstraße in Chamerau ist die Unglücksursache weiter unklar. Ein Wohnhaus ist hier am Freitagvormittag in die Luft geflogen. Ein junger Mann wurde schwer, fünf weitere Menschen leicht verletzt.

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Am Samstagvormittag herrscht fast gespenstische Ruhe rund um den Trümmerhaufen, der einen Tag zuvor noch ein Haus war. Gestern haben hier rund 200 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Cham bis in die Nacht hinein gelöscht, gesichert, abgestützt, aufgeräumt. Jetzt ist die Ruine abgesperrt. „Polizeilich gesicherter Tatort. Betreten verboten!“, steht auf einem provisorisch befestigten Zettel.

Immer wieder fahren Autos vorbei, sehr langsam. Eine Nachbarin steht am Absperrzaun. „Schrecklich“, sagt sie. „Furchtbar.“ Sie war am Freitagvormittag nicht zuhause, kam später zuerst nicht zu ihrem Haus, weil alles abgesperrt war.

Schreck sitzt noch in den Knochen

Der Schreck sitzt auch der 13-jährigen Matilda B. am Tag danach noch in den Knochen. Die Schülerin war am Unglücksvormittag krank daheim geblieben und lag noch im Bett, als sie plötzlich einen sehr lauten Knall hörte. „Ich bin total erschrocken und habe zuerst gedacht, es ist was mit unserem Haus passiert“, erzählt sie. Vom Fenster aus konnte sie dann beobachten, was etwa 200 Meter entfernt geschah. „Die Flammen schlugen meterhoch aus dem Haus. Ich habe immer wieder Funken gesehen“, sagt sie. „Dicker schwarzer Rauch stieg in den Himmel.“ Als sie den ersten Schock überwunden hatte, wollte sie die Polizei rufen. Doch da sah sie schon die ersten Feuerwehrwagen heraneilen. „Das war dann trotz allem ein sehr beruhigendes Gefühl, dass so schnell Hilfe gekommen ist.“ Das ganze Ausmaß des Unglücks sei ihr erst später bewusst geworden, sagt die 13-Jährige.

Die Bilder zur Explosion in Chamerau

Ursache der Explosion in Chamerau weiter unklar

Wie es zur Explosion kam, ist weiter unklar. Am Samstagmittag ist eine Tatortbegehung geplant. Dann können die Brandermittler der Kriminalpolizei Regensburg die Überreste des Hauses erstmals betreten und dort Spuren sichern.

Der schwerverletzte Mann, der zum Zeitpunkt der Explosion offenbar allein im Haus war, liegt weiterhin in einem Krankenhaus.

Das Haus ist nur noch eine Ruine. - Foto: Martin Hennings