Freien Wähler Land: Zwei amtierende Stadträte als Zugpferde, aber auch neue Kandidaten

Kürzllich trafen sich auch die Freien Wähler Land (FWL), um im Gasthaus Weiß in Dietldorf ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen am 8. März 2026 zu nominieren. Ihre Liste umfasst Bewerber aus nicht weniger als zehn Ortschaften des Burglengenfelder Umlands, aber auch aus der Kernstadt.
Trotz der Vielfalt herrschte große Einigkeit unter den Bewerbern. Die gesamte Liste für den Stadtrat wurde einstimmig beschlossen. An der Spitze stehen die amtierenden Ratsmitglieder Andreas Beer und Josef Schießl, welche die FWL wieder in den Wahlkampf führen.
Nur zu Beginn hakte es
Anfänglich habe es sich etwas schwierig gestaltet, eine Nominierungsliste aufzustellen, berichtete Spitzenkandidat Beer. Denn die Gemeinden rund um Burglengenfeld herum seien teils weit verstreut. Aber in einer Gemeinschaftsaktion mit den jeweiligen Ortssprechern Jürgen Ehrnsperger, Josef Auer und Yvonne Feuerer sei es dann doch noch relativ zügig gelungen, eine attraktive Liste zu generieren.
Die Bereitschaft, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren, sei auf dem Land überraschend hoch, hob Beer lobend hervor. Und: Jeder Kandidat, der sich für die FWL zur Verfügung stelle, sei „für sich stark“, jeder übe ein Ehrenamt aus. Plötzlich seien sogar immer mehr junge Leute aufgetaucht, mit denen er gar nicht gerechnet habe, berichtete Beer weiter. Dies habe ihm große Freude bereitet und Spaß gemacht.
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Ein Blick auf die Liste: Sie gleicht in gewisser Weise einem Auszug aus den Vorständen der umliegenden Vereine. Mit dieser im Durchschnitt „sehr jungen und aktiven Mannschaft“ wollen die FWL das Beste für die Stadt und die Umlandgemeinden erreichen, betonte Beer. In einem kurzen Rückblick ließ er die letzte Wahlperiode Revue passieren und verwies dabei auf die „erfolgreiche Arbeit“ der zwei FWL-Räte, die stets zum Wohle der Stadt und der Bürger Entscheidungen getroffen hätten, ohne sich dabei einem Parteizwang unterwerfen zu müssen.
Nicht selten das Zünglein an der Waage
Oft seien die Stimmen der FWL bei knappen Abstimmungen entscheidend gewesen, erinnerte Beer. Als Beispiel führte er den vereitelten Kauf der alten Landwirtschaftsschule an. Nach eigener Begutachtung und Überzeugung wäre das „bis in den Keller marode Gebäude“ ein Millionengrab für die ohnehin finanziell angeschlagene Stadt geworden. So etwas sei aus seiner Sicht ein „No-Go“ für die Bürger.
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Daher sei es umso wichtiger, dass viele Wähler die Sachpolitik der FWL und keine Parteipolitik unterstützen, sagte Beer. Das käme im Umkehrschluss wiederum allen Menschen zugute. Nunmehr wollen die Nominierten der FWL in weiteren Treffen ihre Ziele für die nächste Wahlperiode formulieren und anschließend kommunizieren. Ihr Slogan dazu sei: „FWL – Partner der Bürger auf dem Land und in der Stadt“.
Überblick über die komplette Liste
Plätze eins bis sechs: Andreas Beer (56, Ausbildungsmeister, Stadtrat FWL, Dietldorf), Josef Schießl (65, Rentner, Stadtrat FWL, Pottenstetten), Martin Brechler (37, Sales Manager, Pilsheim), Markus Liebl (50, Projektmanager Heidelberg Materials, Lamplhof), Simon Riedl (40, Geologe, Dietldorf), Lukas Götz (29, Anlagenmechaniker, Pilsheim)
Plätze sieben bis 24: Luca Feuerer (Azubi Fachkraft Veranstaltungstechnik, See), Fabian Wolf (33, Steuerfachwirt, Burglengenfeld), Tanja Hengl (43, Erzieherin, Lanzenried), Thomas Kerner (35, Head of Sales bei Kiesel Werkzeuge, Burglengenfeld), Maximilian Beer (31, Berufssoldat, Dietldorf), Sascha Kellner (35, Steuerungstechniker, Dietldorf), Timo Feuerer (29, Industriemechaniker, See), Michael Schaller (29, Schweißtechniker, Dietldorf), Johann Heimler (56, selbstständiger Kfz-Meister, Lanzenried), Sabine Braun (Fachkrankenschwester Intensiv & Anästhesie, Dietldorf), Gerhard Winkler (53, Vorarbeiter, Armensee), Fabian Pritschet (31, Beamter, Dietldorf), Volker Schmidt (57, Soldat/Offizier, Eichlhof), Johannes Braun (29, Pädagoge, Dietldorf), Bernhard Rester ( Landmaschinenmechaniker-Meister, Kai), Stefan Pritschet (Beamter, Dietldorf), Peter Kellner (61, Vorarbeiter, Dietldorf), Miriam Beer (Hebamme, Dietldorf). Ersatz: Reiner Pritschet (Pensionär, Dietldorf), Sebastian Brettner (36, Ingenieur, Dietldorf)
Gut zu wissen: Bei Ausscheiden eines Wahlkandidaten der Listenplätze eins bis sechs wird der Bewerber durch einen Kandidaten des gleichen Ortsteils ersetzt. Ab Platz sieben erfolgt der Ersatz durch einfaches Aufrücken.