Diebe klauen Baum für verstorbene Kinder vom Weihnachtsmarkt in Regensburg

Was für eine Gemeinheit! Auf dem Regensburger Neupfarrplatz sollte wieder ein Weihnachtsbaum aufgestellt werden, um an Sternenkinder zu erinnern. Der Baum wurde vom Hotel Goliath für das Erinnerungs- und Trostprojekt von Andrea Zrenner und Veronika Maierhofer gespendet und sollte nächste Wochen mit Sternen geschmückt werden, die die Namen von verstorbenen Kindern tragen. Nun wurde der Baum gestohlen.
Zrenner und Maierhofer sind selbst Mütter von Sternenkindern und haben ihre Kinder während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt verloren. Mit dem Baum unter der Alten Wache wollten sie in der Vorweihnachtszeit ein Zeichen setzen und den Familien die Möglichkeit geben, an ihre gestorbenen Kinder zu erinnern. Die Aktion wurde im vergangenen Jahr erstmals ins Leben gerufen.
Zukunft des Regensburger Projekts unklar
Ob sie nun in diesem Jahr wiederholt werden kann, ist aktuell unklar. „Wir haben keinen Baum mehr“, sagt Andrea Zrenner, die einen Stand auf dem Neupfarrplatz betreibt. Dort erhalten Eltern die Sterne für ihre verstorbenen Kinder und können diese in Ruhe gestalten. „Es war drei Meter hoher Baum“, erklärt sie. Wo sie nun einen neuen Baum herbekommen soll, macht sie ratlos.
„Die Bäume im Verkauf sind viel kleiner.“ Das Projekt soll Aufmerksamkeit erzeugen und daher ist ein normaler Christbaum ungeeignet. Zudem wollten die Organisatoren die Sterne aus dem vergangenen Jahr wieder mit an den Baum hängen. „Das wären in diesem Jahr richtig viele Sterne geworden“, so Zrenner. Eine Lösung hat sie aktuell nicht, hofft aber, dass sich in den nächsten Tagen noch irgendwie ein großer Weihnachtsbaum auftreiben lässt.
Großes Pech hatte auch der Inner Wheel Club Regensburg, der sich am Weihnachtszauber der Sozialen Initiativen am Bismarckplatz beteiligte. Mehrere ehrenamtliche Helfer des Clubs besetzten zwei Tage lang eine Verkaufsbude und boten selbstgemachte Waren an. Der Verkaufserlös soll sozialen Projekten in der Stadt zufließen.
Falschgeld am Weihnachtsmarkt: Schock bei der Bank
Als eine der Aktiven die Einnahmen zur Bank trug, folgte der Schock. Unter den Scheinen befand sich ein gefälschter Hunderter. „Es ist richtig bitter“, sagt die Präsidentin des Vereins Birte Schramm. „Wir haben an unseren zwei Verkaufstagen gute Geschäfte gemacht.“ Vor allem ihre Adventskränze und Gestecke wären gut nachgefragt worden, so dass die Damen sicher waren, eine ordentliche Spendensumme eingenommen zu haben.

Der Schein wurde von der Zählmaschine der Bank erkannt und sofort eingezogen. Das Geld ist weg. „Die Enttäuschung über die Mitmenschen, die so etwas machen, ist größer als der eigentliche finanzielle Schaden“, erklärt Schramm.
Bisher gebe es keine Anzeichen dafür, dass aktuell vermehrt Falschgeld im Umlauf sei, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums auf MZ-Anfrage. Insgesamt sei die Kriminalitätslage auf dem Weihnachtsmarkt ruhig, so die Sprecherin.
Polizei erklärt: So erkenne ich Falschgeld
• Ratgeber: Die Bayerische Polizei gibt auf ihrer Homepage Tipps, wie gefälschte Scheine erkannt werden können. „Wenn sie Banknoten gegen das Licht halten, werden das Wasserzeichen als Schattenbild, das Porträt-Hologramm sowie der Sicherheitsfaden sichtbar“, heißt es in der Veröffentlichung.
• Ertasten: Neben optischen Unterschieden kann sich ein falscher Schein auch anders anfühlen. Wenn man die große Zahl auf Banknoten der Europa-Serie zwischen Daumen und Zeigefinger durchgleiten lasse, muss ein Relief spürbar werden. Zudem solle man auf Griffigkeit und Festigkeit des Papiers achten.