Projekt „Bürgerhaus“ nimmt Gestalt an: Bodenwöhrer Räte segnen Architektenpläne ab

Im Mittelpunkt der jüngsten Bodenwöhrer Gemeinderatssitzung stand ein, wie Bürgermeister Georg Hoffmann (CSU) betonte, viele Jahre altes Thema: Die Sanierung des alten Rathauses in der Ortsmitte. Die Kernbotschaft: es geht voran.
Der Regensburger Architekt Manfred Blasch feilt schon lange an der Planung. Er habe viel Geduld bewiesen, meinte Hoffmann. Nun nehme die Angelegenheit Gestalt an.
Blasch stellte seinen Entwurf, der bereits mit der Regierung der Oberpfalz abgestimmt wurde, den Gemeinderäten vor. Er betonte die Bedeutung dieser Sanierungsmaßnahme für das Ortsbild Bodenwöhrs. Geplant sei ein Bürgerhaus mit verschiedenen Funktionen, die dazu beitrügen, das Ortszentrum zu beleben.
Innenhof mit einer Bühne
Im alten Gebäude sollten das Tourismusbüro mit Post und die Bücherei eine Heimat finden. Ein Veranstaltungsraum im Dach mit Bewirtungsmöglichkeit ist ebenso geplant wie ein Tagescafé. Im Innenhof sind Freisitze und eine Bühne vorgesehen.
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Blasch geht davon aus, dass dies ein Ort sei, der nicht nur für die Einheimischen interessant ist, sondern auch für Touristen. Bei schlechtem Wetter könne man sich ein Buch nehmen und ins Café setzen. „Herzstück“ für das Dorfleben, so Blasch, sei der Veranstaltungssaal im Dach. Mit der angeschlossenen Küche seien Feiern ebenso möglich wie Seminare.
Fast 770.000 Euro für die Planungskosten
In großem Einvernehmen diskutierten die Räte den Entwurf sowie mögliche Veränderungen im Detail. Die Kosten wurden mit 4.565.885,30 Euro angegeben. Der Bürgermeister erwartet Zuschüsse in Höhe von 2,3 Millionen sowie eine KfW-Förderung in Höhe von 500.000 Euro. Der Gemeindeanteil betrage somit 769.907 Euro, plus die Kosten für die Planung in Höhe von 769.335 Euro. Der Ausführungszeitraum soll 2027/2028 sein.
Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben einstimmig zu, so, dass nun mit den weiterführenden Planungen begonnen werden kann.
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Auch private Bauvorhaben wurden behandelt. So der Abbruch eines Wohnhauses und der anschließende Ersatzneubau in Taxöldern, die Erweiterung einer Betriebsleiterwohnung in Bodenwöhr und zuletzt die Erweiterung eines Wohnhauses durch Anbau und Ausbau des Dachgeschosses in Altenschwand. Das Einvernehmen wurde in allen Fällen einstimmig erteilt.
Wasser- und Abwassergebühren sollen für die Kommune aufkommensneutral sein. Dem entsprechend werden die Gebühren für die Verbraucher nach einer Kalkulation der Kosten erhöht oder gesenkt. Beschlossen wurde nun, für ein Jahr die Wassergebühr auf 2,15 Euro festzusetzen, bisher betrug sie 2,25 Euro. Die Grundgebühr für die unterschiedlichen Zähler bleibt gleich. Die Einleitungsgebühr für Abwasser bleibt wie bisher bei 2,75 Euro. Beide Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.
Hebesatz für Grundsteuer B wird gesenkt
Um die Auswirkungen der Grundsteuerreform aufkommensneutral zu gestalten, wurden vor einem Jahr die Hebesätze für die Grundsteuer A auf 270 und die der Grundsteuer B auf 200 Prozent festgesetzt. Die voraussichtlichen Einnahmen für 2025 betragen für die Grundsteuer A 29.000 und für die Grundsteuer B 478.000 Euro. Das ist ein Minus von 4000 Euro bei A und ein Plus von 128.000 bei B. Einstimmig beschlossen wurde nun ein Hebesatz A von 270 wie bisher und ein Hebesatz B von 175 Prozent. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer bleibt mit 350 Prozent gleich.
Aus nichtöffentlicher Sitzung wurde Folgendes bekanntgegeben: Die Räte erhielten Informationen zur geplanten Errichtung eines Mastes für den Behördenfunk. Ein gemeindlicher Mitarbeiter, der die Regelaltersgrenze erreicht hat, wird für weitere zwei Jahre beschäftigt. Zuletzt: Das Baugebiet „An der Schwandner Höhe“ wird mit der Firma Emma Projekt GmbH erschlossen.